Winterspass der Superlative: Schlitteln in der Ostschweiz

Ob eher gemütlich für die ganze Familie, rasant mit extremen Höhenunterschieden oder auch bei Nacht, das Schlitteln in der Ostschweiz bietet für jeden etwas. Dabei sind sogar rekordverdächtige Bahnen.

Schlitteln in der Ostschweiz: Rasante Bahnen und ihre Highlights
Foto: © Bergün Filisur Tourismus
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Einer der längsten Wege in der Ostschweiz: Schlitteln im Prättigau

Eine der längsten Schlittelbahnen sogar der gesamten Schweiz befindet sich in der Ostschweiz und bietet auf einer sagenhaften Länge von 12 Kilometern mit rasanten 1'100 Metern Gefälle ein mega Schlittelvergnügen. Die Rede ist von der Prättigauer Schlittelbahn, die von Fideris Dorf in die Fideriser Heuberge führt.

Normalerweise ist die Strecke eine Strasse, die im Winter jedoch lediglich von Bussen genutzt wird und deshalb zum Schlitteln teilweise freigegeben ist. Während dieser Zeit ist sie nur zwischen 14:30 bis 16.00 Uhr für die rasante Abfahrt auf dem Schlitten gesperrt.

Vor der Abfahrt kann man sich am Start bei einem feinen Fondueplausch rüsten. Anschliessend werden gerne die Erlebnisse an der Iglubar am Zielort ausgetauscht. Tipp: Nachtschlitteln und Vollmondschlitteln gibt es hier gerne in Verbindung mit einem Fondueplausch. Dafür ist jedoch eine Reservation unter Heuberge.ch erforderlich.

In der Ostschweiz schlitteln mit Geschichte auf der Bahn Preda-Bergün

Sechs Kilometer lang und flinke 400 Höhenmeter geht es mit dem Schlitten auf der ungewöhnlichen Schlittelbahn Preda-Bergün bergab. Zunächst steht jedoch die Anfahrt mit der historischen Rhätischen Bahn an – die Strecke der aussergewöhnlichen Schmalspurbahn ist ein UNESCO-Welterbe –, bevor es auf eine der schönsten Bahnen zum Schlitteln in der Ostschweiz geht.

Highlight auf der kurvenreichen Strecke ist die Durchfahrt des Landwasserviadukts der Rhätischen Bahn, die mit über 90 Metern begeistert. Wer möchte, kann nach Ende der Tour mit der Bahn wieder zum Start in Preda fahren. Diese schöne Ostschweizer Schlittelbahn ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet.

Zudem gibt es 13 weitere Schlittelbahnen in dieser Ecke der Ostschweiz. Die längste hierunter ist die 4,5 Kilometer lange Abfahrt vom 1'500 Meter hoch gelegenen Mathon in das fast 600 Meter tieferliegende Zills.

Vier aufregende Schlittelwege in Lenzerheide erleben

Schlitteln in der Ostschweiz: Rasante Bahnen und ihre Highlights

Foto: © www.BerndKammerer.de

Insgesamt vier Schlittelbahnen laden Wintersportler nach Lenzerheide ein. Die längste Strecke erreichen Schlittler via Gondelbahn in Scharmonin. Von dort geht es fast vier Kilometer lang rasante 400 Höhenmeter hinab bis zur Talstation Rothorn. Kürzer, aber nicht minder schön, sind die Abfahrten Tgantieni - Val Sporz, Tschugga – Parpan und Sporz – Lain – Zorten.

Schlitteln am Pizol: 1'000 Höhenmeter steil die Ostschweiz bergab

Am Pizol heisst es Schlitteln mit Aussicht. Der 7 Kilometer lange Schlittelweg bietet malerische Einblicke in das St. Galler Rheintal. Der Blick reicht von hier aus sogar bis hinunter an den Bodensee.Die Pizolstrecke wird bei entsprechenden Schneeverhältnissen jeden Tag präpariert und ist einer der längsten Wege zum Schlitteln in der Ostschweiz.

Schlitteln in der Ostschweiz: Rasante Bahnen und ihre Highlights

Foto: © Pizolbahnen AG

Tipp: Der zweite Teilabschnitt ist nichts für Anfänger, denn hier geht es rasant, steil und kurvig zu. Weniger Wagemutige wählen daher besser den Rücktransport ab etwa der Hälfte der Strecke an der Mittelstation Maienberg und fahren zurück an den Startpunkt.

Unter Sternen: Nachtschlitteln in der Ostschweiz

Auf gleich zwei Pisten geht es in Davos-Klosters zum Nachtschlitteln. Die Bahnen bieten an unterschiedlichen Wochentagen das späte Vergnügen. Auf der 2,8 Kilometer messenden, zwar kurvigen aber dennoch anfängergeeigneten Schatzalp und auf der mit 3,5 Kilometern etwas längeren Rineralp.

Von Anfang Januar bis Mitte März kann man ebenfalls bei Dunkelheit und mit Beleuchtung am Flumserberg steil bergab sausen. Donnerstags und samstags ist hier die Piste ab 19 Uhr für Nachtschlittler geöffnet. Wer möchte: Mit vorheriger Reservation gibt es im Bergrestaurant Prodalp (buchbar unter prodalp.ch) einen netten Fondueplausch. Voraussetzung für das Nachtschlitteln ist her jedoch gutes Wetter.

Auch die Preda-Bergün-Strecke lädt zum Nachtschlitteln ein. Diese Strecke ist übrigens die erste in der Schweiz, auf der eine beleuchtete Abfahrt mit dem Davoser eingeführt wurde. Zudem ist sie die längste beleuchtete Nachtschlittelbahn in ganz Europa.

Quellen: praettigau.info, myswitzerland.ch, swisspartner.ch, graubuenden.ch, viamala.ch, pizol.ch Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann