Unterwegs im Parc Ela: Den grössten Naturpark der Schweiz erleben

Unberührte und geschützte Wälder, einmalige Moorlandschaften sowie kleine, romantische Dörfer gibt es im Parc Ela zu entdecken. Infos und Impressionen zum grössten Naturpark der Schweiz im Kanton Graubünden.

Parc Ela: Wanderungen und Impressionen im Naturpark
Foto: © Roland Gerth / swiss-image.ch
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Im Graubündner Parc Ela gilt es die ursprüngliche Schweizer Natur zu Füssen der Alpenpässe Septimer, Albula und Julier zu entdecken. Sagenhafte Moorlandschaften, ursprüngliche Wälder, aber auch einzigartige Gletscher warten hier. Am besten entdecken kann man den Naturpark über die zahlreichen Wanderwege.

Schuhe zu und los: Wanderungen im Naturpark Ela

Zahlreiche Wanderwege führen durch den Parc Ela, und zwar für jede Kondition. Zum Beispiel gibt es Weitwanderwege wie die fast 78 Kilometer lange, sehr anspruchsvolle Senda Segantini. Die den Spuren des italienischen Malers Giovanni Segantini folgende Wanderung verläuft über vier Etappen von Savognin nach Samedan. Sie kann aber auch in mehreren kurzen Etappen gewandert werden.

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Palpuognasee: Der schönste Fleck der Schweiz mitten im Parc Ela

Einer der schönsten Orte im Parc Ela ist der Palpuognasee, oder auch Lai da Palpuogna, oberhalb von Preda. Mittels einer Umfrage wurde er 2007 vom SF 1 zum schönsten Fleck der Schweiz gekürt. Der auf 1'918m ü. M. gelegene See ist mit seinem kristallklarem, wunderschönem blauen Wasser eine kleine Wanderung wert.

Zugleich ist er ein Stausee, dessen Wasser nach Preda gleitet wird, um dort elektrischen Strom zu erzeugen. Man erreicht den See vom Bahnhof Preda in ca. einer Stunde. Foto: © Christof Sonderegger / swiss-image.ch

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Besondere Higlights sind die Genusswandertouren, teilweise ist hierfür jedoch eine Anmeldung erforderlich. Darüber hinaus können Naturliebhaber bei diversen weiteren geführten Wanderungen durch den Naturpark faszinierende Aussichten entdecken, so wie etwa bei einer geführte Tour durch die Alp Flix, eine der drei Moorlandschaften von nationaler Bedeutung im Parc Ela. Auf der Wandertour über dieses einmalige Hochplateau gibt es nicht nur wunderschöne Ausblicken, sondern auch Einblicke in die einmalige Flora und Fauna.

Nicht verpassen sollte man zudem eine Tour zum Albulapass, der den Wanderer auf über 2'300 Meter führt und einen der schönsten Pässe der Schweiz überquert. Diese Wanderung durch den Naturpark Ela ist beispielsweise von Bergün aus möglich, das nur wenige Kilometer vom Albulapass entfernt liegt. Tipp: Vom Pass aus die fünf Kilometer zum Lai da Palpuogna oder Palpuognasee wandern. Der malerische Bergsee ist besonders im Herbst, wenn er von leuchtend-gelben Lärchen umrahmt ist, ein wunderschönes Postkartenmotiv.

Malerische Dörfer im Naturpark Ela erleben

Im Parc Ela gibt es insgesamt 13 Gemeinden mit ungefähr 5'500 Einwohnern. Eine hiervon ist etwa die Gemeinde Albula oder Alvra, die erst 2015 aus dem Zusammenschluss kleinerer Dörfer entstand. Gemeinsam haben alle der Gemeinden, dass sie malerische Einblicke sowie Aussichten bieten und somit alle einen Besuch wert sind.

Parc Ela bietet vielfältige Veranstaltungen

Neben dem reinen Naturerlebnis gibt es auch zahlreiche Veranstaltungen im Naturpark Ela zu entdecken. Darunter sind geführte Exkursionen und zahlreiche Feste, wie das Felsenfest oder das Schafschur-Fest, welches eine alte Tradition wiederbelebt. Oft wird dabei auf den Verkauf regionaler Produkte gesetzt oder es werden heimische Spezialitäten aufgetischt.

Wer sich über die aktuellen Events informieren möchte, kann dies auf der Webseite des Parc Ela oder mit der kostenlosen App des Naturparks.Tipp: Auf der Internetseite finden Sie zudem Informationen dazu, wo im Parc Ela Camping erlaubt ist.

Mehr zu den alpenländischen Naturparks lesen Sie unter Ökotourismus: Beim Wandern die Schweizer Naturparks entdecken.

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann