Heisses Date für kalte Tage: Thermalquellen in Europa

Das Baden in Thermalquellen entspannt und kann die Gesundheit fördern. Wir zeigen, welche natürlich heissen Quellen hierzulande und im Rest Europas besonders einladend sind.

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Therme Vals: Hoher Mineralgehalt soll Blasenkrankheiten lindern

Therme Vals: Hoher Mineralgehalt soll Blasenkrankheiten lindern

Die heisse Quelle der Therme Vals im Kanton Graubünden gehört mit ihren reichhaltigen Mineralien von 1'900 mg pro Liter Wasser zu den am stärksten natürlich mineralisierten Thermalquellen der Schweiz. Sie hebt sich besonders durch ihren hohen Anteil an Calcium und Magnesium hervor. Dazu enthält sie Natrium, Sulfat sowie Hydrogenkarbonat.

Die Therme Vals wird von der St. Petersquelle aus 1'000 Metern Tiefe gespiesen und gelangt mit 30 Grad Celsius an die Oberfläche. Das Thermalwasser, dem nachgesagt wird, ein Heilmittel gegen Blasenkrankheiten zu sein, wird je hälftig für das Thermalbad und für das Valser Mineralwasser verwendet. Foto: © Therme Vals / 7132.com

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Warum Thermalquellen von Natur aus so heiss sind

Heisse Quellen oder Thermalquellen bestehen aus Wasser, das deutlich wärmer ist als normales Grundwasser. Der Grund hierfür ist entweder eine vulkanologische Aktivität unter der Erde oder die Tatsache, dass das Wasser in sehr tiefe Gesteinsschichten vordringt, in denen es sich merklich erwärmt.

Bis zu 80 Grad kann sich das Thermalwasser natürlich erhitzen, wie etwa im französischen Chaudes-Aigues. Ist es danach auf dem Weg an die Oberfläche abgekühlt, kann man bei lauschigen Temperaturen darin baden.

Mineralien bringen gesunde Wirkung heisser Quellen

Es liegt nicht nur an der Wärme, dass Baden in Thermalquellen als sehr angenehm empfunden wird. Mitverantwortlich ist auch der hohe Mineralgehalt. Denn beim Aufsteigen aus der Tiefe löst das Wasser der heissen Quellen eine Vielzahl von Mineralien aus den Gesteinen.

Die heissen Quellen in Baden haben in der Schweiz das mineralreichste Wasser.

Diese natürlichen Zusätze können zur Entspannung beitragen, aber teilweise auch Beschwerden lindern. Ist das Wasser von heissen Quellen schwefelhaltig, hilft es etwa gegen Hautkrankheiten. Eher salzhaltige Thermalquellen stärken dagegen Muskeln und Gelenke.

Thermalquellen liefern auch nachhaltige Energien

Die Isländer beispielsweise nutzen ihre üppig vorhandenen heissen Quellen nicht nur für regelmässige, gesunde Bäder. Sie produzieren damit auch umweltfreundlichen Strom und versorgen Haushalte oder öffentliche Gebäude mit nachhaltiger Wärme.

Hin und wieder wird auch mal ein Strassenbelag mit einer Fussbodenheizung ausgestattet, die sich aus Thermalquellen speist. Mehr dazu lesen Sie unter anderem in einem Artikel auf faz.net oder auf unter inreykjavik.is.

November 2017

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