Mit dem E-Bike in den Ferien entspannt die Natur geniessen

Wem Ausflüge oder Ferien mit dem herkömmlichen Velo zu anstrengend sind, der muss nicht unbedingt aufs Auto umsteigen. Bei einem Ausflug mit dem E-Bike kann man entspannt die Natur geniessen und trotzdem etwas für seine Gesundheit tun. Auch der Tourismus hat diesen Sport für das Veloland Schweiz entdeckt.

Mit dem E-Bike ganz entspannt und ohne zu schwitzen die Natur geniessen.
Mit dem E-Bike die Natur entdecken, ohne Anstrengung und ohne zu schwitzen. Foto: © Hemera / thinkstockphotos.com
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Mit einem Lächeln auf den Lippen einen steilen Berghang erklimmen, dabei einen keuchenden Radler überholen oder einfach nur ganz entspannt reizvolle Strecken erkunden - hierfür ist ein Fahrrad mit Anschubhilfe genau das Richtige. Und es gibt nichts Umweltschonenderes und Gesünderes - ausser vielleicht die eigenen Füsse zu benutzen - um von A nach B zu kommen. Doch keiner sagt, dass die Beine im Falle der Anschubhilfe nicht auch trainiert werden. Denn Elektro-Bikes sind ausschliesslich etwas für ältere oder gebrechliche Leute, für die der Hilfsmotor eine Erleichterung darstellt. Sie sind eine Alternative für alle «Nicht-Radfahrer» jeder Altersgruppe sowie für alle, die CO2-frei und umweltfreundlich mobil sein möchten. Auch in den Ferien. Der Elektro-Velomarkt entwickelt sich rasant, und immer mehr Reiseanbieter haben den Trend erkannt. Roger Sonderegger, Mobilitätsexperte an der Hochschule Luzern, sagt: «Viele Menschen probieren am ehesten in der Freizeit oder in den Ferien ein neues Verkehrsmittel aus.»

Elektro-Velos sind im Trend

Elektrofahrräder, Elektrovelos, Leicht-Elektrofahrzeuge oder «Pedelecs» - all diese Begriffe kursieren, dreht es sich um «E-Bikes». Es gibt einerseits Fahrräder mit Unterstützungsmotor und andererseits solche, die ausschließlich auf ihren Motor vertrauen und als «Mofas» gelten. Die Absätze schnellen in den letzten Jahren in die Höhe: Allein bei den Händlern, die dem Netzwerk NewRide angeschlossen sind und von EnergieSchweiz unterstützt werden, haben sich zwischen 2008 und 2010 die Verkäufe von Elektrorädern verdreifacht. Im Jahr 2011 wurde mit den E-Bikes erneut ein Absatzrekord erzielt. Inzwischen lassen sie die herkömmlichen mit reiner Muskelkraft betriebenen Citybikes weit hinter sich.

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E-Bikes garantieren Fahrspass in der freien Natur. Foto: © fotolia.com

Ferien-Sport: E-Bike als Chance für Tourismus

Diese Entwicklung gibt dem Trend des Velo-Tourismus einen ganz neuen Schub. In der Schweiz hat sich 1998 die Organisation Veloland Schweiz gegründet und seit dem stetig weiter entwickelt. 2000 wurde aus der Stiftung Veloland Schweiz die Marke SchweizMobil, auf deren Seite unter «Veloland Schweiz» unter anderem neun nationale und 59 regionale Radrouten mit nun auch Verleih- und Aufladestationen, Übernachtungsangeboten, Ausflugstipps und Sehenswürdigkeiten.

Für Regionen, die sich dem ökologischen Tourismus verschrieben haben, ist der E-Bike-Trend zudem eine Möglichkeit, um noch mehr bewusste Touristen anzulocken. In der Region Ascona Locarno lässt sich die Ascona Rundfahrt von Locarno nach Ascona nun bequem mit einem E-Bike bewältigen. Sogar der Monte Verità kann nun locker mit dem Elektro-Fahrrad bewältigt werden. Und dann kommen viele zum begeisterten Schluss, den Sonderegger zieht: «Elektrovelofahren ist wie Velofahren mit starkem Rückenwind. Es ist gesund und kostet weder Anstrengung noch Schweiss. Es fühlt sich an, wie wenn eine magische Hand ganz grosszügig schieben würde. Das E-Bike lässt einen die Landschaft geniessen wie kein anderes Verkehrsmittel.»