Mikroplastik

  1. Hallo alle!

    Ich halte das Thema absichtlich allgemein, weil es viele kleine Aspekte hat.

    Zum Beispiel stehe ich gerade vor einem Dilemma: die üblichen Schaumstoff-Spülschwämme reiben sich mit der Zeit auf -> Mikroplastik. Mag sein, dass es da nicht um ein riesiges Volumen geht, aber jetzt ist mir das in den Sinn gekommen und jetzt schaue ich, ob da was möglich ist.
    Die einzige plastikfreie Alternative, die ich bis jetzt gefunden habe, ist ein Schwamm aus Zellstoff. Nach Verwendung über einige Zeit ist mir aufgefallen: der trägt weniger Schmutz mechanisch ab, ist sozusagen "sanfter", aber eben auch weniger wirksam. Oder andersrum: die Schaumstoffschwämme reiben den Schmutz auch ab und sind nicht nur der Träger für das Spülmittel, sparen somit auch Spülmittel. Besonders im (Edelstahl-)Spülbecken fällt mir auf, dass der Zellstoff-Schwamm mit Spülmittel auf Dauer nicht ausreicht.
    Mehr Spülmittel stattdessen? Scheuermittel stattdessen? Mit der Spülbürste kräftig schrubben? Irgendwie alles jetzt nicht so toll. Eben ein Dilemma.
    Was denkt Ihr darüber?

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  2. Hallo!

    Das ist ein Dilemma, das ich für mich auch nicht so richtig lösen konnte. Mit einer Bürste bin ich recht zufrieden, aber manchmal braucht man eben doch einen Spülschwamm oder Lappen. Da gibt es ja viele verschiedene Zellstoffe (z.B. Luffa, Hanf, Kokos). Ich werde mich wohl oder übel mal durch alles durch testen oder vielleicht einen Spülschwamm selber nähen, dazu habe ich auch schon ein paar Anleitungen gesehen.

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  3. Ich verwende aktuell häufig Bio-Baumwoll Lappen, ich glaube von DM. Die sind ganz gut, wenn auch etwas groß. Mit der Zeit verfärben sie sich zwar, aber funktionieren ganz gut, können einfach in die Wäsche und immer wiederverwendet werden. Kann ich also empfehlen! :)
    Achso und durch die Fasern kann man damit auch gut Schmutz abtragen, auch wenn es nicht auf dieselbe Weise scheuert wie ein Plastikschwamm.

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    https://www.aphorismen.de/zitat/141587

  4. von veganfee, 14.10.20 um 22:42Ich verwende aktuell häufig Bio-Baumwoll Lappen,

    So Putztücher hab ich auch (Material weiß ich grad nicht - hab ich schon "ewig";), aber die ersetzen für mich nie einen Schwamm. Verhalten sich einfach völlig anders.

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  5. Ich kenne dieses Problem auch. Das ist echt knifflig, eine wirklich geeignete Lösung zu finden. 

    Mikroplastik ist ein Thema, welches irgendwie überall zu finden ist. Nicht nur bei kleinen Spülschwämmen, sondern auch sonst bei Kleidern, Autoreifen und sogar Badeanzügen stösst man immer wieder auf dieses Thema. 

    Es ist irgendwie schwierig, ein Ablösen von Mikroplastik vollkommen zu vermeiden, weil einfach in so vielen Produkten Mikroplastik enthalten ist. Manchmal muss man nicht mal wirklich viel machen, und die Teile lösen sich schon ab. 

    Fürs Putzen: Ich versuche meine Sachen möglichst mit einer Bürste zu reinigen. 

    Und sonst: einfach alles in die Spülmaschine! Das spart nach neueren Studien sowieso mehr Wasser als mit der Hand abzuwaschen! :)

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    Unser Leben ist wie eine Handvoll Schnee in der Sommersonne.

  6. von gesundundgluecklich, 27.11.20 um 14:40Und sonst: einfach alles in die Spülmaschine! Das spart nach neueren Studien sowieso mehr Wasser als mit der Hand abzuwaschen! :)

    Eine Spülmaschine muss sich erst einmal auszahlen... und diese "neueren Studien" hätte ich gerne gesehen - ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Spülmaschine weniger Wasser braucht als ein Mensch, der mit Wasser umsichtig umgeht. Und ums Wasser gehts ja nicht.
    Die Bürste ist gut, geht halt aber nicht für alles und will selbst wieder gereinigt werden.
    Gegen Mikroplastik beim Autofahren hilft einfach weniger fahren... :)

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  7. Ich kann mir tatsächlich auch nicht vorstellen, dass eine Spülmaschine weniger Wasser verbraucht als ein Mensch beim Abspülen. :D
    Vielleicht eine von diesen kleinen Spülmaschinen für Singlehaushalte, aber die haben dafür im Vergleich zu einer "normalen" einen enorm hohen Stromverbrauch.

    Ich weiß nicht, ob dir das mit deinem Problem weiterhilft, aber ich hab mir vor einigen Wochen Schwämme aus Luffa gekauft, die eine raue und eine weiche Seite haben. Mit denen fahr ich ganz gut. Ich habe auch eine Holz-Spülbürste mit Borsten aus Pflanzenfaser, wo man den "Kopf" auswechseln kann.
    Damit kriege ich so ziemlich alles problemlos sauber.

    Wenn du mal hartnäckigeren Schmutz entfernen willst, hast du dir schon mal diese "Schwämme" aus Kupfer angesehen? Darauf hab ich mein Auge geworfen, gibts auch in Tuchform. Damit würde ich jetzt nicht in irgendwelche beschichteten Pfannen gehen, aber für Auflaufformen, Backbleche etc könnte das ganz nützlich sein ;)

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    Ich habe gelernt, dass man nie zu klein dafür ist, einen Unterschied zu machen. (Greta Thunberg)

  8. von joanbean, 28.11.20 um 10:48Ich weiß nicht, ob dir das mit deinem Problem weiterhilft, aber ich hab mir vor einigen Wochen Schwämme aus Luffa gekauft, die eine raue und eine weiche Seite haben. Mit denen fahr ich ganz gut. Ich habe auch eine Holz-Spülbürste mit Borsten aus Pflanzenfaser, wo man den "Kopf" auswechseln kann.
    Damit kriege ich so ziemlich alles problemlos sauber.

    Wenn du mal hartnäckigeren Schmutz entfernen willst, hast du dir schon mal diese "Schwämme" aus Kupfer angesehen? Darauf hab ich mein Auge geworfen, gibts auch in Tuchform. Damit würde ich jetzt nicht in irgendwelche beschichteten Pfannen gehen, aber für Auflaufformen, Backbleche etc könnte das ganz nützlich sein ;)

    Mal bei Gelegenheit schauen, ob ich brauchbare Luffa-Schwämme kriege, aber Luffa ist an sich zu "luftig". Ich brauch schon einen "Schwamm"-Schwamm.
    Für Hartnäckiges wird wohl die Bürste das Mittel der Wahl sein. Mit Naturfasern hab ich da noch keine probiert, meine derzeitige ist noch recht neu, und die hält ja Jahre.
    Kupfer... ich kenn halt die "Drahtwascheln". Hab ich aber seit meinem letzten Pfadfinderlager nicht mehr gebraucht.
    Ich brauch ja eben nichts "Kratzendes". Die raue Seite des üblichen Spülsschwammes kommt mir höchstens auf Schneidbretter, und zum Händewaschen bei hartnäckigem Schmutz ist sie auch gut, aber nicht auf Geschirr oder im Spülbecken.
    Was mir halt aufgefallen ist (und beim Zellstoff-Schwamm fehlt), ist die sanft abtragende Eigenschaft der Kunststoff-Spülschwämme. Noch "sanfter" als ein Scheuermittel, und weniger "Materialverbrauch", dafür aber eben Plastik.

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  9. Mir hat meine Bürste bisher eigentlich immer hingereicht. Zur Not nehm ich auch mal die Finger, da entsteht dann kein Mirkoplastik. 

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    Zurück zur Natur!

  10. von Baumumarmer72, 28.11.20 um 21:44Mir hat meine Bürste bisher eigentlich immer hingereicht. Zur Not nehm ich auch mal die Finger, da entsteht dann kein Mirkoplastik. 

    je nach Nagellack :)
    Zum "Fett" abwaschen geht ein Schwamm einfach besser, und das ist ja das meiste. Erst bei hartnäckigem Schmutz denke ich an was Gröberes.

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