Wie wirkt eigentlich Homöopathie? Jemand Erfahrungen damit?

  1. hallöchen zusammen :) Grundsätzlich bin ich schon immer recht offen für unterschiedliche Heilmethoden und ich probiere immer wieder gerne etwas aus. Bisher hatte ich Heilerfolge mit Pflanzenheilkunde, Akupunktur und selbstverständlich auch konventioneller Medizin. Nun ist mein Interesse für Homöopathie erwacht - wahrscheinlich, weil es sich hierbei um ein polarisierendes Thema handelt. Aber der Aspekt, dass es sich hierbei um eine ganzheitliche Methode handelt, die den gesamten Körper und Geist berücksichtigt, spricht mich an. Nun wäre mal meine Frage, wie Homöopathie wirkt und in welchen Bereichen Homöopathie angewendet werden kann. Mag mal jemand über eigene Erfahrungen berichten? Es würde mich freuen, etwas dazu zu lernen! :) Danke schon mal!

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    Leben und leben lassen...

  2. Vor ein paar Jahren habe ich mich mal über die Homöopathie informiert um zu wissen worüber da eigentlich diskutiert wird.
    Also so wie ich es verstanden habe versucht die Homöopathie Gleiches mit Gleichem zu behandeln. Damit das funktioniert muss man das ins ehr geringen Dosen abgeben. Deshalb dann eben auch die Verdünnungen. 
    Bei der Anamnese wird der ganze Körper berücksichtigt. Es kann ja alles einen Einfluss haben. Deshalb heißt es eben auch nicht, dass wenn mir jetzt Mittel XY gegen meinen Ausschlag hilft, anderen Menschen auch Mittel XY gegen denselben Ausschlag hilft.
    So erkläre ich mir auch die Diskussionen um die Homöopathie. Viele glauben wohl, was anderen hilft, muss auch mir helfen. Dem ist aber nicht so und das ist man eben nicht so gewohnt. Dann ist man schnell enttäuscht und gibt der Homöopathie die Schuld obwohl es eigentlich eher ein Anwendungsfehler ist.

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    Essen verschwenden ist Mist!

  3. hi und danke für deine antwort. hast du dich damals aus reinem interesse informiert oder bist du auch in eine situation gekommen, in der du mit homöopathie behandelt wurdest bzw. dich selbst damit behandelt hast? wie funktioniert das gleiche mit gleichem zu behandeln, was passiert da, damit es sich bessert? 
    interessant finde ich, dass nicht für jeden menschen das gleiche mittel passt, wovon hängt das denn ab? 

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  4. Ich glaube ich habe damals eine interessante Doku gesehen oder einen Artikel gelesen, es war jedenfalls etwas, was mich interessiert hat und ich mich dahingehend mal mehr informieren wollte. Kannte mich nicht wirklich aus und habe die Diskussionen nur am Rande mitbekommen.
    Also ich habe jetzt nichts gegen eine homöopathische Behandlung. Wenn ich zum Arzt gehe und der mir sagt, probieren wir es zuerst mal mit einer homöopathischen Salbe oder eben einer homöopathischen Tinktur, dann vertraue ich da schon dem Arzt.
    Durch die Verabreichung soll halt der Körper dazu angespornt werden dagegen vorzugehen und so eben die Widerstandsfähigkeit verbessert werden. Ich erkläre mir es so wie eine Hyposensibilisierung bei einer Allergie wenn man mit der Zeit immer größere Dosen bekommt und der Körper dann dagegen immun wird weil er lernt damit umzugehen.
    Vielleicht jetzt der etwas laienhafte versuch es zu erklären aber so kann man sich hoffentlich etwas darunter vorstellen.

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  5. achso, dann wurde durch zufall dein interesse zu dem thema geweckt. im internet habe ich tatsächlich auch ein bisschen was über dieses prinzip gelesen, dass eben gleiches mit gleichem behandelt wird. also das heißt ja „ähnlichkeitsprinzip“. für mich ergibt das ja sinn, weil der körper so angeregt wird, die selbstheilungskräfte zu aktivieren, ist ja dann eigentlich ein impuls. also eigentlich eh so, wie du das erklärt hast. ist dein arzt auch ausgebildet auf dem gebiet der homöopathie oder wendet er es einfach so an? da gibt es ja anscheinend auch unterschiede. wie wird denn das passende mittel überhaupt ermittelt, also woher weiß dein arzt, welches mittel das passende für dich ist? oder hängt das von der jeweiligen beschwerde ab?

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  6. Ich habe mich halt mal etwas eingelesen weil ich bei einigen Diskussionen mitreden wollte. Ist jetzt aber nicht so, dass ich mich da jetzt pausenlos weiterbilde und zum Verfechter der Homöopathie geworden bin. Denke nur, wenn man sich damit beschäftigt, wird man etwas offener und hat nicht gleich reflexartig etwas dagegen.
    Aber das muss letztlich eh jeder für sich selbst wissen wie es das handhabt.
    Mein Arzt hat eine Ausbildung in dem Bereich. Er hat mir gesagt, er hat die Ausbildung gemacht weil einfach viele Patienten gekommen sind und danach gefragt haben. Da wollte er sie dann nicht zu irgendwelchen Menschen gehen lassen. Lieber die Patienten bleiben bei ihm und im Fall der Fälle kann er dann weiterhelfen wenn das homöopathische Mittel eben nicht mehr hilft. 
    Ich muss sagen wir sind halt schon sehr lange bei dem Arzt. Da gingen schon meine Großeltern hin und bald übernimmt da auch seine Tochter die Praxis. Also sowas wie eine lange Anamnese hatte ich noch nicht. Bei mir ging das halt Schritt für Schritt über die Jahre. 
    Denke das hängt immer von der Beschwerde ab. Es ist jetzt nicht so, dass ich egal mit was, zum Arzt gehe und immer mit einem homöopathischen mittel nach Hause komme. Wenn ich eben Antibiotika brauche, dann bekomme ich auch die verschrieben. Aber wenn es eben nur ein kleiner Ausschlag ist, dann versucht man halt zuerst die homöopathische Creme.

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  7. von Zwynby, 10.09.21 um 11:04Ich habe mich halt mal etwas eingelesen weil ich bei einigen Diskussionen mitreden wollte. Ist jetzt aber nicht so, dass ich mich da jetzt pausenlos weiterbilde und zum Verfechter der Homöopathie geworden bin. Denke nur, wenn man sich damit beschäftigt, wird man etwas offener und hat nicht gleich reflexartig etwas dagegen.
    Aber das muss letztlich eh jeder für sich selbst wissen wie es das handhabt.
    Mein Arzt hat eine Ausbildung in dem Bereich. Er hat mir gesagt, er hat die Ausbildung gemacht weil einfach viele Patienten gekommen sind und danach gefragt haben. Da wollte er sie dann nicht zu irgendwelchen Menschen gehen lassen. Lieber die Patienten bleiben bei ihm und im Fall der Fälle kann er dann weiterhelfen wenn das homöopathische Mittel eben nicht mehr hilft. 
    Ich muss sagen wir sind halt schon sehr lange bei dem Arzt. Da gingen schon meine Großeltern hin und bald übernimmt da auch seine Tochter die Praxis. Also sowas wie eine lange Anamnese hatte ich noch nicht. Bei mir ging das halt Schritt für Schritt über die Jahre. 
    Denke das hängt immer von der Beschwerde ab. Es ist jetzt nicht so, dass ich egal mit was, zum Arzt gehe und immer mit einem homöopathischen mittel nach Hause komme. Wenn ich eben Antibiotika brauche, dann bekomme ich auch die verschrieben. Aber wenn es eben nur ein kleiner Ausschlag ist, dann versucht man halt zuerst die homöopathische Creme.

    ja, mir ist mittlerweile aufgefallen, dass viele eine ablehnende haltung gegenüber der homöopathie an den tag legen, ohne überhaupt genau zu wissen, worum es dabei geht. bevor sich eine person zu dem thema äußert und ihre meinung kundtut, sollte sie sich doch erst einmal damit befassen, so wie du das gemacht hast. ich bin dann generell der meinung, dass jeder mensch das dann so handhaben soll, wie er möchte. ich würde da nie jemandem dreinreden. 
    okay, also wenn dein arzt da eine ausbildung zusätzlich zu seinem medizinstudium absolviert hat, kommt mir das schon ziemlich seriös vor. ich kann mir vorstellen, dass der dann sicherlich gut abschätzen kann, wie er eine bestimmte sache behandelt. manchmal hilft ein homöopathisches mittel und falls nicht, wird er dann noch umschwenken und auf eine andere behandlungsmethode zurückgreifen, verstehe ich das richtig?

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  8. Leider wird in dem Bereich alles zu sehr emotionalisiert. Da nehmen es einem wildfremde Menschen übel, wenn man jetzt ein homöopathisches Mittel gegen Schlafprobleme nimmt. Ich denke, das kann es dann halt nichts ein. Man weiß ja oft gar nicht was der Mensch schon alles ausprobiert hat und wieso er dann eventuell das homöopathische Mittel nimmt. Aus meiner Sicht spricht jetzt nichts dagegen es mal auszuprobieren. Wichtig finde ich, dass man sich an vertrauenswürdige und gut ausgebildete Menschen wendet.

    Das war ja auch sein Plan. Es ist ihm lieber, es kommt ein Patient zu ihm und verlangt nur homöopathische Mittel als er schickt die Person dann zu einem anderen "Arzt"/Homöopathen. So kann er sicher sein, dass wenn etwas gröberes ist, er immer noch die Person behandeln kann bzw. auf sie einwirken kann. Wenn das homöopathische Mittel nicht mehr ausreichen sollte, kann man da einfacher was anderes verschreiben.

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  9. ja stimmt, bin tatsächlich auf ein paar hitzige diskussionen gestoßen und dabei gibt es wirklich leute, die sich darüber ärgern, dass andere sich homöopathisch behandeln lassen, wie du sagst. das ist mir inzwischen auch schon aufgefallen. und wenn dann noch von einer erfolgreichen behandlung erzählt wird, dann wird das belächelt und gemeint, man bilde sich die wirkung nur ein.

    dann wird das eine gute lösung sein, sich an eine gut ausgebildete fachperson zu wenden, die kompetent und vertrauenswürdig ist. ich denke, da helfen erfahrungsberichte oder empfehlungen aus dem umfeld. so wie das bei deinem arzt ist, der dann eventuell auf eine andere heilmethode zurückgreifen kann, wenn er der meinung ist, es wäre angebracht. ist das bei dir schon einmal vorgekommen? wenn ja, wielange wurde da denn ungefähr zugewartet? wird ja wahrscheinlich auf die auftretende beschwerde ankommen.

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  10. Dieses Argument kann ich aber bei jedem Mittel vorbringen. Dann hören meine Schlafprobleme nicht mehr wegen dem Medikament auf sondern weil ich in der Arbeit weniger Stress habe. Ob da das Mittel dann ein homöopathisches ist oder nicht, solche Sachen kann man ja immer einbringen.

    Ich finde es für eine gute Vorgangsweise. Kann ich mit der Homöopathie etwas in den Griff bekommen, mach ich das. Stoße ich an die Grenzen der Homöopathie nehme ich etwas anderes. Hilft mir dann das Medikament nicht mehr, muss ich andere Methoden wählen und eventuell Antibiotika nehmen oder operiert werden. 

    Wenn ich zulange mit einer Operation warte, kann das ja auch negative Auswirkungen haben. Aber dann ist ja nicht die ganze Methode Schuld an der Situation. Darauf würden ja auch nur die wenigsten Menschen kommen.

    Ja sicher habe ich auch schon solche Schritte mitgemacht. Ganz unterschiedlich, dann verwendet man eben die Salbe, bis sie leer ist. Oder wenn man eben schon in zwei Wochen wieder zur Kontrolle kommt, geht man dann den nächsten Schritt. Denke das muss halt auch der Arzt wissen, wie lange man da abwarten kann. Als Patient weiß man das nicht.

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