Wie mit dem Rauchen wirklich aufhören- Erfahrungen gesucht

  1. Da ich nun wieder einen Fehlversuch beim Aufhören mit dem Rauchen hatte, nütze ich gleich mal hier das Forum um vielleicht noch einige Tipps oder Ideen zu bekommen wie ihr nun wirklich (also wirklich) mit dem Rauchen aufhören konntet? Persönliche Erfahrungen bzw Erfahrungsberichte sind auch sehr willkommen. Ich habs nun schon einige Male versucht, aber nach ein paar Wochen bin ich immer gescheitert. Meist waren es eben diese "Schlüsselmomente" wo man zusammensitzt und vielleicht das ein oder andere Bier/Wein hat. Da zieht man mal bei einer Zigarette oder raucht eine ganze und schon ist es vorbei. Dabei merke ich nun schon sehr, dass mich das Rauchen gesundheitlich doch einigermaßen belastet. Allein beim Laufen merke ich, dass mir einfach die Puste schon sehr früh ausgeht. Das ist nur eins der Themen, dass mich sehr dabei stört.

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  2. Naja, silvester, so selten ist dieses Problem ja nun wahrlich nicht und meiner Erfahrung nach, braucht man mindestens 3-4 Fehlversuche um es richtig hin zu kriegen. Wenn du selbst anerkennst, dass es eine Abhängigkeit ist und deiner Gesundheit schadet, bist du schon einmal einen wichtigen Schritt weiter. Krebs ist meistens als Angst zu wenig konkret, bevor es zu spät ist - daher muss die Überzeugung immer aus einem selbst kommen. Ich habe auch einige Anläufe gebraucht und stimme absolut zu, die Verbindung der Zigaretten mit den eigenen Gewohnheiten fängt einen leicht wieder ein, wenn man nicht vorbereitet ist. Habe auch einiges ausprobiert aber am wichtigsten war es, in meinen Augen, die Nerven - am besten natürlich - zu beruhigen, direkt nach dem Aufhören und eine Beschäftigung für die eigenen Finger zu finden. :-/ Vielleicht solltest du ein neues Hobby oder Sport beginnen - Ablenkung ist meistens sehr hilfreich.

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    "Each contact with a human being is so rare, so precious, one should preserve it."- Anais Nin

  3. Danke Trullala für die Antwort. Die Anzahl der Fehlversuche liegt bei mir glaub ich schon über 4. Oft sind dazwischen wieder viele Monate (bis hin zu ein paar Jahren) vergangen und ich habs dann wieder versucht, aber wie gesagt, ohne langzeitigen Erfolg. Der gesundheitliche Aspekt ist der wohl wichtigste für mich und der mich am meisten beunruhigt. Man denkt sich auch immer, dass es einen nie erwischen wird und man nicht einer der "unglücklichen" mit einer Krebsdiagnose ist, aber mit der Zeit habe ich auch selbst immer mehr Angst davor eines Tages einer der "unglücklichen" zu sein. Hast du schlussendlich von einem Tag auf den anderen aufgehört oder langsam reduziert? Hab das wie schon erwähnt einige Male probiert aber ich glaube, dass ist "Packung weghauen und nicht mehr Rauchen" Methode bei mir nicht sehr erfolgreich ist. Was hast du für die "Ablenkung der Finger" genommen? Das habe ich auch immer gemerkt, dass man als Raucher einfach gewohnt ist, etwas in der Hand zu haben. Die Gewohnheit eben.

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  4. Hallo:)
    Ich habe vor 6 Jahren mit dem rauchen aufgehört und bin sehr glücklich damit.
    Ich habe auch ein Paar Versuche gemacht und endlich hat es geklappt!
    Wenn ich dir paar tipps geben kann:
    1. verzichte für einige Zeit auf Alkohol. Ein Bier oder Gläschen Wein und man denkt schon ganz anders!
    Ich habe vorher immer wegen Alkohol angefangen wieder rauchen.
    Und eben, nur erste paar Monaten. Heute trinke ich immer wieder ein glass wein oder auch was anderes und habe kein Problem mehr.
    2. hör nie auf durch reduzieren. Je weniger du rauchst desto grösser wird dein Nikotin Hunger. Resultat- du rauchst am ende noch mehr.
    3. Pläne es und vorbereite dich gut (psychologisch), z.B gibt dir eine Woche Zeit. Entscheide dich für ein Tag (ich empfehle Montag) und rauch bis dann normal. Aber speichere in deinem Kopf dass am Sonntag abend vor dem schlafen rauchst Du das letztes mal und das wars dann. Und mach auch so. Wenn du am Montag aufstehst sind schon ersten Stunden ohne Ziggi vergangen.
    4.bleib stark und glaub an dich!
    Lass dich nicht von so einem kleinen Ding wie eine Zigarette manipulieren . Du hast das Gehirn und sie nicht! Wer ist stärker? (Dieser Gedanke hat mir sehr geholfen :D )
    Also, alles ist in deinemKopf!
    Und... es ist einfach wenn man wirklich will.
    Viel Glück!
    LG

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  5. von silvester, 01.11.18 um 20:58Danke Trullala für die Antwort. Die Anzahl der Fehlversuche liegt bei mir glaub ich schon über 4. Oft sind dazwischen wieder viele Monate (bis hin zu ein paar Jahren) vergangen und ich habs dann wieder versucht, aber wie gesagt, ohne langzeitigen Erfolg. Der gesundheitliche Aspekt ist der wohl wichtigste für mich und der mich am meisten beunruhigt. Man denkt sich auch immer, dass es einen nie erwischen wird und man nicht einer der "unglücklichen" mit einer Krebsdiagnose ist, aber mit der Zeit habe ich auch selbst immer mehr Angst davor eines Tages einer der "unglücklichen" zu sein. Hast du schlussendlich von einem Tag auf den anderen aufgehört oder langsam reduziert? Hab das wie schon erwähnt einige Male probiert aber ich glaube, dass ist "Packung weghauen und nicht mehr Rauchen" Methode bei mir nicht sehr erfolgreich ist. Was hast du für die "Ablenkung der Finger" genommen? Das habe ich auch immer gemerkt, dass man als Raucher einfach gewohnt ist, etwas in der Hand zu haben. Die Gewohnheit eben.

    Ja, man kommt ja meistens relativ flott dahinter, was gut für einen ist oder nicht, zumindest unterbewusst. ;) Dazwischen aber ist halt Stress und Leben und Liebe und Beruf und Familie und alles andere, was glücklich oder fertig machen kann und wovon man sich dadurch ja eine Pause verspricht. Naja, je älter man wird oder mehr Verantwortung man hat, umso mehr sickert meiner Erfahrung nach die Vernunft durch und umso mehr Sorge hat man..aber der Stress erhöht sich eben auch. Von einem Tag auf den anderen habe ich nicht geschafft und ich bin auch nicht sicher, ob das gesund ist. Langsam stetig gesenkt, schon vor dem Beginnen für die Nerven Smoksan genommen, ein Sudokuheft gekauft, damit ich immer etwas in den Händen halte und machen kann - kenne aber auch Leute, bei denen Lockerungsübungen in den Fingern helfen. Oder auch Stressbälle. ;-)
    Lies dir aber auch in Ruhe die Vorschläge von Ilyne durch, vor allem Punkt 1 und 4 sehe ich genauso, man ist selbst stärker als die dummen Dinger!

    editiert am 9.11.18 um 11:11

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    "Each contact with a human being is so rare, so precious, one should preserve it."- Anais Nin

  6. Danke euch für die Anworten! Spät aber doch schaue ich mal wieder hier rein ;)
    @IIlyne: Danke für die hilfreichen Tipps! Der Punkt 4 ist natürlich ein psychologisch sehr starker, da es doch einem wirklich klar ist wer es eigentlich in der Hand hat (aus wortwörtlich gemeint ) . Beim Thema Alkohol kann ich auch nur zustimmen. Das Verlangen nach einer Zigarette, nachdem man etwas Alkohol hat ist einfach viel stärker als vorher. Natürlich spielt da auch die gesellige Runde einen wichtige Rolle da das Rauchen auch mit Spaß und Geselligkeit Hand in Hand geht. Aber das hat man nur so gelernt...es sollte ja nicht so sein. Mit der Zeit sehe ich es immer mehr ein. Zum Thema stetig aufhören: Das es schlechter ist kann ich gerade nicht bestätigen. Ich bin schon fleißig am Reduzieren und es läuft eigentlich wunderbar. Wichtig ist, dass man es konsequent macht.
    @Trullala: Der Stress ist ein ganz wichtiger Punkt der auch mit dem Rauchen verbunden ist. Mittlerweile geht es schon besser. Davor wars ja wirklich so, dass wenn ich mehr Stress gespührt hatte, ich einfach zur Zigarette gegriffen hab...ganz vollautomatisch sozusagen. Du hast Smoksan angesprochen, was meinst du damit genau?
    Die Finger sind natürlich ein kleiner "Bösewicht"...die muss man in der Zeit der Raucherentwöhnung wirklich unterhalten. Ein Sudoku wäre mir gar nicht eingefallen, aber super Idee! Ich habe früher wahnsinnig gerne Sudokus ausgefüllt, das werde ich mal wieder starten glaube ich ;)

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