Ist mein Zeitungsabo zu umweltschädlich?

  1. Naja, die Zeitung online zu lesen ist eben was anderes, als das Papier zu halten. Am WC rutscht einem der Laptop immer runter, man bekommt Nackenschmerzen und es wird auf den Oberschenkeln heiß. Die Zeitung ist auch anders aufbereitet als der Onlineinhalt. Die Zeitung zerdrückt nicht alles, wenn Du sie am Tisch auf das andere Zeugs drauf legst. Und spätestens *kopfkinoeinschalt* wenn Du mit dem Laptop versuchst die Fliege zu erschlagen, dann erkennst Du, dass du mit der jetzigen Technik keine Abhilfe schaffen kannst *kopfkinoausschalt* ;)

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  2. Natürlich ist das Medium völlig anders. Das weiß ich schon. :heheh:

    Ich stimme dir zu, dass es etwas völlig anderes ist, eine Zeitung zu halten, als im Internet zu lesen. Anders ja, schlechter - hmm. Das sehe ich zum Beispiel ganz anders als du. Ich denke allerdings, dass es sich hierbei um eine Entscheidung handelt, die man individuell fällen muss und sollte. Manche können im Internet gut lesen, andere meiden es.

    Ich bevorzuge mittlerweile ganz klar die Internetnachrichten. Einerseits hat man im Internet eine wesentlich größere Bandbreite an Nachrichten abgedeckt, als die Zeitung und man kann sich verstärkt auf das konzentrieren, was einen wirklich interessiert.
    Ich beispielsweise finde im Internet bei t-online.de, feelgreen.de und auch nachhaltigleben.ch wesentlich mehr Informationen über beispielsweise Klimageografie, als ich in den allermeisten Tageszeitungen finden werde. Andererseits brauche ich den Sportteil einer Zeitung absolut nicht, weil mich das Thema absolut nicht interessiert. Weiterhin ist das Internet, was Papierverbrauch und Druckerschwärze betrifft, eindeutig besser.

    Ich bin außerdem der Meinung, dass Internetlektüre besser ist, wenn es um eine wahrheitsgetreue Darstellung geht. Zumeist sind Informationen im Netz aktueller, stammen in Kriegsfällen manchmal sogar aus erster Hand vom Geschehen und sind nicht so sehr auf eine Sichtweise beschränkt, wie viele Zeitungen (die teilweise ja auch gewisse politische Richtungen präferieren).
    Klar ist auch viel Quatsch dabei und man sollte nicht alles glauben, aber ich behaupte, wenn man verschiedene, inhaltlich differente Internetquellen konsultiert, weiß man über die Realität besser Bescheid, als nach einer Zeitung, die hier in Deutschland geschrieben wurde und deren Infos aus dritter Hand oft stammen.

    Außerdem sind Internetnachrichten im Vergleich zu Zeitungen kostengünstig und immer verfügbar - wenn man eine Internetflatrate hat, was ja bei den meisten Leuten so sein müsste.

    [QUOTE]Am WC rutscht einem der Laptop immer runter, man bekommt Nackenschmerzen und es wird auf den Oberschenkeln heiß. Die Zeitung ist auch anders aufbereitet als der Onlineinhalt.[/QUOTE]

    Ich lese niemals auf dem Klo. Ich halte mich jeden Tag einige Zeit im Internet auf, checke dort Mails und lese dort eben auch die Nachrichten auf t-online.de oder feelgreen.de. Man kann das koppeln - hingegen hätte ich morgen absolut keinen Bock, eine Zeitung zu lesen. Da ruhe ich mich lieber aus oder lese einen Roman.

    Wenn man gerne auf dem Klo liest, ist natürlich eine Zeitung besser, das verstehe ich.

    [QUOTE]Die Zeitung zerdrückt nicht alles, wenn Du sie am Tisch auf das andere Zeugs drauf legst.[/QUOTE]

    Der Laptop, der auf meinem Schreibtisch steht, erfüllt diese Aufgabe aber auch gut.

    [QUOTE]Und spätestens *kopfkinoeinschalt* wenn Du mit dem Laptop versuchst die Fliege zu erschlagen, dann erkennst Du, dass du mit der jetzigen Technik keine Abhilfe schaffen kannst *kopfkinoausschalt* ;) [/QUOTE]

    Dazu kann man auch eine Fliegenklatsche nehmen. Bekommt man zum günstigen Preis (ca. eine halbe Tageszeitung) beim Baumarkt oder im Krimskramsladen.

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    "Across the Nile ... there are stars tonight."<br />
    - Amy Mac Donald <br />
    Lese gerade: http://www.starwars-union.de/literatur/Shadow_Games/0-345-51120-4/

  3. Ich habe nicht gesagt, dass es schlechter ist Zeitung im Internet zu lesen. Mein Beitrag war eher mit Humor zu lesen, als ein Auftrag irgendwas zu tun oder zu unterlassen.
    Bei der Bandbreite mag ich nicht wiedersprechen, leider sind die meisten Menschen nicht in der Lage richtig zu filtern und zu suchen und damit die Informationsbreite zu nutzen.
    Diese Informationen entsprechen aber leider nicht einer wahrheitsgetreuen Darstellung, da die Onlinemedien wiederrum von großen Medienhäusern dominiert werden. Hier sind wir somit wieder beim Filter und bei der Suche. Beispiel ist hier der Wirbelsturm Sandy. Die Onlinemedien wurden dominiert von New York. Die Information wie schlimm es Kuba erwischt hat war kaum (zeitnah) auffindbar.
    Aber vergiss auch nicht, wieviel Energie das Erhalten dieser Informationen und das Auffinden verbraucht...

    Ad Fliegenklatsche:
    Schon mal überlegt, woraus die 1 Euro Fliegenklatsche besteht und wo das unter welchen Bedingung erzeugt wird? Abgesehen davon, etwas zu kaufen dessen Hauptzweck das Töten von Tieren ist... :-o

    LG Andreas

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  4. [QUOTE]Ich habe nicht gesagt, dass es schlechter ist Zeitung im Internet zu lesen. Mein Beitrag war eher mit Humor zu lesen, als ein Auftrag irgendwas zu tun oder zu unterlassen.[/QUOTE]

    Ich habe deinen Humor schon verstanden, keine Sorge, andreas. Ich wollte eigentlich nur meine Meinung zum Ausdruck bringen, dass ich die Angelegenheit anders sehe, als du.

    [QUOTE]Bei der Bandbreite mag ich nicht wiedersprechen, leider sind die meisten Menschen nicht dazu in der Lage richtig zu filtern und zu suchen und damit die Informationsbreite zu nutzen.[/QUOTE]

    Ich denke, als mündiger Bürger sollte man zumindest teilweise dazu in der Lage sein, Informationen adäquat zu filtern. Außerdem finde ich es immer noch besser, sich eine große Bandbreite an Informationen anzulesen, als sich nur auf eine einzige Zeitung zu konzentrieren, sodass kaum (oder sogar gar keine) Selektion stattfinden kann.

    Die Bandbreite können all diejenigen nutzen, welche wissen, wie man verschiedene Websites aufruft oder in Google einen Suchbegriff eingibt. Dann finden sich automatisch verschiedene Seiten zu verschiedenen Themen und man kann sich verschiedenes durchlesen.

    [QUOTE]Diese Informationen entsprechen aber leider nicht einer wahrheitsgetreuen Darstellung, da die Onlinemedien wiederrum von großen Medienhäusern dominiert werden. Hier sind wir somit wieder beim Filter und bei der Suche. Beispiel ist hier der Wirbelsturm Sandy. Die Onlinemedien wurden dominiert von New York. Die Information wie schlimm es Kuba erwischt hat war kaum (zeitnah) auffindbar.[/QUOTE]

    Teilweise werden sie das, darin gebe ich dir recht. Insbesonders wenn man bei großen Portalen wie Focus-Online oder Spiegel-Online liest. Allerdings behaupte ich, wenn man sich verschiedene Quellen durchliest (wenn möglich auch in verschiedenen Sprachen, wenn man das kann), kommt man auf verschiedene Perspektiven und damit einer objektiveren Darstellung näher.

    Natürlich wurden die Onlinemedien von New York dominiert, weil viele Leute schonmal gar nicht wissen, dass der Staat Haiti existiert und wenn man denen dann auch noch die Stadt Port-au-Prince nennt, haben sie kaum noch gemeinsame Referenzpunkte.
    Ich denke allerdings, wenn man beispielsweise im spanischsprachigen Web gesucht hätte, wäre die Informationsauswahl anders ausgefallen - was wir hier in Deutschland und der Schweiz über Zeitungen kaum erreichen können. Es ist ja schwerr, derart große spanische Zeitungen hier aufzufinden.

    [QUOTE]Aber vergiss auch nicht, wieviel Energie das Erhalten dieser Informationen und das Auffinden verbraucht...[/QUOTE]

    Weiß ich ehrlich gesagt nicht. Aber ich denke, nicht mehr, als Bäume abzuholzen, Druckerschwärze zu produzieren, Papier zu produzieren, dieses zu bedrucken, in verschiedene Städte (und vielleicht sogar Staaten) zu transportieren, dieses als Altpapier wieder abzuholen und wieder zu recyclen.

    Aber ich bin mir da echt nicht sicher. Kann in diesem letzten Punkt auch sein, dass ich mich irre.

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    "Across the Nile ... there are stars tonight."<br />
    - Amy Mac Donald <br />
    Lese gerade: http://www.starwars-union.de/literatur/Shadow_Games/0-345-51120-4/