Ein neues "Geld"-System für eine viel bessere Welt :-)

  1. Das neue Geldsystem heisst Informationsgeld oder auch Infomoney. Das System ist noch in Entwicklung und noch nicht vollständig ausgereift. Hier mal ein kleines Video, wo das System ein bisschen erklärt wird:

    http://www.youtube.com/watch?v=RuY84xFBjt4

    Der Kreis in der Mitte stellt die demokratische Zentralbank dar, die das Infomoney direkt für geleistete Arbeit auf dem persönlichen Konto (aus Nichts) gutschreibt, und bei Bezahlung wieder löscht. Das Geld wird also nicht mehr weitergegeben, sondern eben für Arbeit direkt von der Bank als Gutschrift gebucht und bei Bezahlung wieder gelöscht. Dabei sind jedoch alle Güter im Überfluss für alle kostenlos, und wir haben damit eine bedingungslose Grundversorgung. Bezahlt (in der Regel ersteigert - also Guthaben gelöscht) werden nur noch rare Güter wie z.B. Luxus, Kunst, Auslandferien usw.

    Bei Systemstart werden von der demokr. Zentralbank, die übrigens allen (also der Allgemeinheit) gehört, alle Immombilien, Grundstücke, Maschinen, Rohstoffe usw. abgekauft, und die ehemaligen Besitzer mit mehr als genug Infomoney ausbezahlt. Dieses können sie dann nur noch für rare Güter für Endverbraucher benutzen (löschen), denn alles andere ist kostenlos zu haben. Ein Bäcker bekommt also das Mehl kostenlos, und gibt das Brot kostenlos ab. Von der Bank bekommt er aber sofort für seine Arbeit das Infomoney gutgeschrieben.

    Ein paar Zeilen hab ich auch schon hier geschrieben:

    http://forum.nachhaltigleben.ch/threads/613-Buchtipp?p=3728#post3728

    Damit ich den Tread von Heinz Lyner aber nicht noch mehr versaue, hab ich nun hier einen neuen aufgemacht ;-)

    Geht auch auf Informationsgeld.info, und dort auch ins Forum (unter Blog). Ich hoffe, hier viele Kritische Stimmen zu sehen, damit hier eine interessante Diskussion entstehen kann. Für ein nachhaltiges Leben ist wahrscheinlich ein neues Geldsystem das wichtigste überhaupt. Übrigens, in diesem neuen System wird laufend immer mehr kostenlos, nämlich immer dann, wenn man es schafft, ein rares Gut umweltverträglich im Überfluss herzustellen. So wird dieses System im Laufe der Zeit automatisch in eine Geldlose Gesellschaft ohne Tausch führen. Dies wird schön langsam von statten gehen, so dass sich die Gesellschaft nach und nach darauf einstellen kann :-)

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  2. Das neue Geldsystem ist auch auf Facebook. Da werden laufend spannende Links reingestellt:

    https://www.facebook.com/pages/Info-Money/1488847904668790?fref=nf

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  3. Unabhängig vom Geldsystem ist Raffgier, Profitmacht und Geiz immer gegeben, egal wie das Umfeld sich ändert!

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  4. Hallo Hoan :-)

    Raffgier, Profitmacht und Geiz ist im Infogeldsystem fast nicht mehr Umsetzbar und macht überdies hinaus nicht mal mehr Sinn. Heisst: Menschen die diese Eigenschaften haben, können, wenn überhaupt, damit der Allgemeinheit nur noch sehr eingeschränkt schaden. Und eh schon kostenlose Dinge anzuhäufen bringt ja mal gar nichts :-D Sie können also nur Luxusgüter und/oder Infogeld anhäufen. Beides bedingt, dass sie fleissig arbeiten, und dann sollen sie das halt tun ;-) Häuser und Grundstücke z.B. kann man nicht mehr kaufen, nur noch benutzen. Beides gehört der Allgemeinheit. Hier ein paar Gründe, warum Geiz, Gier und Macht im Infogeld kaum mehr Sinn macht:

    1.
    Produkte können nicht mehr verkauft werden, sondern werden umsonst abgegeben. Bezahlt wird nur die Arbeitsleistung, und zwar nicht vom Käufer, sondern von der Allgemeinheit mittels Zentralbank.

    2.
    Die bedingungslose Grundversorgung macht die Menschen frei von finanziellen Ängsten. Auch für das Alter wird automatisch gesorgt. Man benötigt nicht mal mehr Versicherungen. Dieser Umstand wird zwar die Gier nicht von heute auf morgen verschwinden lassen, aber das ist auch nicht nötig. Wer im Infogeldsystem gierig ist, wird schon bald merken, dass seine Gier ihm nichts bringt.

    3.
    Infogeld kann nicht weitergegeben werden. Es wird nur jeweils für Arbeit direkt von der Bank gutgeschrieben. Es ist also im Grunde nicht Geld, sondern nur aufgeschriebene Arbeitsleistung. Beim Bezahlen wird Infogeld nur gelöscht, nicht aber weitergeben. Infogeld wird fast nur noch für Luxus benötigt, fast alles andere wird kostenlos sein.

    4.
    Wenn die Menschen erst einmal merken, dass sie trotz viel weniger (oder gar keine) Arbeit alle auf Sicher eine Wohnung, Essen, Kleider, Strom, öffentlicher Verkehr, Internet usw. haben, dann wird sich sehr viel in den Köpfen der Menschen ändern. Auch eine komplett geänderte Schule und Ausbildung werden dafür sorgen. Nach 1-2 Generationen werden wir diese negativen Begriffe kaum mehr kennen. Nach dieser Zeit werden wir wahrscheinlich sogar alles was die Menschen benötigen im Überfluss anbieten können. Und da ja im Infogeld alles was im Überfluss vorhanden ist gratis ist, werden wir das Infogeld dann nicht mehr benötigen. Die Arbeitsleistungspuntke werden also nur noch anwachsen, aber wir werden sie nicht mehr verwenden können, da eben alles kostenlos ist. So sind wir dann einfach so in die Gesellschaft ohne Geld gerutscht. Wenn wir irgendwann sehen und auch sicher sind, dass wir ohne jegliches Geld einwandfrei funktionieren, dann werden wir wohl die Kontostände löschen und die Bank stilllegen.


    Im Blog vom Infogeld ist alles recht gut beschrieben. Falls du irgendwas nicht verstehst, oder wenn du Zweifel an der Umsetzbarkeit hast, dann bitte melde dich einfach wieder :-)

    http://www.informationsgeld.info/forum.html#/news/

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  5. Hm, so ganz erschliesst sich mir das System noch nicht.
    Vor allem bewegt mich die Frage, wo der Anreiz zum Arbeiten noch ist? Warum soll der Bäcker noch Brot backen, wenn er eh alles kostenlos bekommt, um sich und seine Familie zu versorgen? Und selbst wenn er Lust zum Backen hat, wo ist der Anreiz, besonders gutes Brot zu backen und sich vom Bäcker im Nachbardorf abzuheben? Warum soll ich arbeiten gehen, wenn ich ein Haus nutzen kann und kostenlos Grundnahrungsmittel, Kleidung und Dinge des täglichen Bedarfs haben kann? :confused:

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  6. Hallo Lieschen 

    Das sind sehr gute Fragen, und ich sollte diese am besten vielschichtig beantworten:

    1.
    Kostenlos sind nur Güter und Dienstleistungen, die im Überfluss verfügbar sind. Da bei uns Wohnungen, Kleider, Strom, Essen usw. (solange es sich nicht um Luxusvarianten handelt) im Überfluss vorhanden sind, werden diese Dinge dann auch kostenlos sein. Würde nun aber z.B. Brot nicht mehr genügend hergestellt, wäre das ein Mangelprodukt und müsste somit bezahlt werden. Erst wenn der Mangel wieder behoben würde, wäre es wieder kostenlos. Schon allein diese Tatsache sollte für die Menschen genug Anreiz sein, im Schnitt rund 1 Tag pro Woche zu arbeiten, so dass eben die Dinge des täglichen Bedarfs kostenlos bleiben. Da man sich diese Arbeitszeit selber einteilen kann, ergibt das für jeden Menschen sehr angenehme Arbeitszeiten. Ich gehe davon aus, dass die meisten jeweils 1 Wo arbeiten und dann 4Wo frei nehmen, oder 1 Mt. arbeiten und dann 4 Mt. frei nehmen. Ich sag’s mal so: wer da nicht mitmacht, und so die kostenlose Grundversorgung gefährdet, ist nicht ganz dicht :-D

    2.
    Wer ohne Luxus leben kann, der müsste im Grunde tatsächlich nicht mehr arbeiten. Dass hiesse dann aber auch, dass man Ferien nur noch da machen kann, wo das neue System schon läuft. Ausserhalb dieser Region bräuchte man ja Geld wie man es heute kennt, und solches müsste man mit Infomoney ersteigern. Nur schon der Wunsch, auch mal Ferien ausserhalb der Region zu machen, dürfte genug Anreiz sein, diesen einen Tag pro Woche zu arbeiten.

    3.
    Man hat schon mehrmals Umfragen zu solchen Fragen gemacht.
    Frage 1: Was denken sie, würden andere noch arbeiten, wenn alles kostenlos wäre, und man nur noch ca. 1 Tag pro Woche arbeiten müsste?
    Antwort: rund 2/3 der Menschen glauben, dass da niemand mehr arbeiten würde, selbst wenn nur noch so wenig Arbeit nötig wäre. Man denkt, die Menschen sind von Natur aus bequem, und sie würden dann nur noch rumhängen und Ferien machen.
    Frage 2: Würden sie noch arbeiten, wenn alles kostenlos wäre? Damit es funktioniert, müssten sie nur noch 1 Tag pro Woche arbeiten!
    Antwort: Praktisch alle sagen: aber sicher würde ich da noch arbeiten, nur schon damit mir nicht langweilig wird. Dafür würde ich sogar 2-3 Tage locker arbeiten.

    4.
    Wir werden in diesem System viele Arbeiten irgendwann überhaupt nicht mehr machen müssen. Wenn z.B. eine Gruppe von Menschen eine Maschine entwickelt, die völlig selbständig Brot in höchster Qualität backen kann, wird diesen Entwickler die eingesparte Arbeitszeit (der ganzen Systemregion) der nächsten 5 Jahre in Form von Infomoney gutgeschrieben. Es ist also gerade andersherum wie heute: heute will man Arbeitsplätze erhalten, im neuen System wird man belohnt, wenn man Arbeitsplätze vernichtet  Selbst für die Entwicklung solcher Maschinen werden die Menschen bezahlt, und zwar schon während der Entwicklung (täglich wie alle anderen auch). Wir werden also vermutlich sehr schnell immer noch weniger arbeiten müssen, und können dann die frei werdende Zeit für sinnvollere Dinge verwenden: Sprachen lernen, Familie, Umgebung verschönern, betagte Menschen begleiten usw., oder wir tüfteln gar mit einer Gruppe oder auch allein an noch genialeren Maschinen herum, denn solche Tüfteleien werden ausnahmslos belohnt, selbst wenn man darin noch keinen Sinn erkennen könnte. Diese Tatsache wird die Menschen zu ungeahnten Entwicklungen motivieren, da man ja kein Risiko mehr hat.

    5.
    Zitat:
    „Und selbst wenn er Lust zum Backen hat, wo ist der Anreiz, besonders gutes Brot zu backen und sich vom Bäcker im Nachbardorf abzuheben?“

    Es wird gar nicht mehr nötig sein, sich von der „Konkurrenz“ abzuheben. Es wird viel mehr so sein, dass die Gesellschaft online Wünsche und Anforderungen beschreibt, indem z.B. dafür vorgefertigte Online-Formulare ausgefüllt werden, die dann automatisch ausgewertet werden. Nehmen wir das Beispiel Brot: manche möchten sich vielleicht das Brot nur noch selber backen, und sogar das Mehl selber mahlen. Für diese Menschen wird man also nur noch das Korn zur Verfügung stellen (kl. Anmerkung dazu: Man bekommt heute fast unmöglich echtes Vollkornmehl, das viel gesünder wäre und auch nicht so sauer auf den Körper wirkt. Der Grund ist, dass Vollkornmehl schnell ranzig wird. Daher macht es durchaus Sinn, das Korn zu Hause frisch zu mahlen und dann gleich zu backen. Dadurch dass in diesem System keine Werbung mehr nötig ist, und niemand mehr gezwungen ist, seine Produkte verkaufen zu können, werden wir in den Medien viel besser informiert (heute würden sich Medien in den eigenen Schwanz beissen, wenn sie die Wahrheit verbreiten, denn sie sind von den Werbeeinnahmen abhängig, und zwar von Werbern die hauptsächlich ungesunde Lebensmittel produzieren). Andere möchten das Brot evtl. nicht selber backen, aber unbedingt das gesunde echte Vollkornbrot haben. Die Bäcker werden also einfach das herstellen, was gewünscht wird, teils evtl. gar auf Bestellung. Und eben, vielleicht wird dann solches schon bald vollautomatisch produziert, so dass nur noch 1 Person die Anlage überwachen und warten muss.

    6.
    Es wird Menschen geben, die z.B. gerne Produktionen leiten, und damit auch gerne Verantwortung übernehmen. Diese werden evtl. gerne 1 Mt. durcharbeiten, damit sie die Routine nicht verlieren. Bei einem Wechsel der Leitpersonen werden diese evtl. auch ein oder 2 Tage gemeinsam arbeiten, damit die neue Person (die vorher 4Mt. frei hatte) wieder in Schwung kommt. Solche Jobs kann man wohl nicht so gut ständig wechseln, denn man muss sich ja mit allem gut auskennen. Daher werden wohl solche Jobs recht gut bezahlt, damit sich genug Leute finden die das machen.

    Andere werden vielleicht lieber viel Abwechslung wollen. Z.B. ich würde gerne mal dies mal das machen. Ich könnte mir vorstellen, 2 Tage Äpfel ernten, dann 2 Tg betagte Menschen betreuen und dann 1 Tg in einem Verteilzentrum mitzuhelfen. Dann würde ich mich 2-3 Wochen voll und ganz der Familie widmen, evtl. würde ich in dieser Zeit englisch und chinesisch lernen und was weiss ich was. Meine Frau würde dann 1 Wo arbeiten, wenn ich frei habe. Nach der freien Zeit würde ich wieder schauen, was gerade so zu tun ist. Da ich gerne im freien arbeite, würde ich evtl. bei der Spinaternte ein paar Tage mithelfen und dann den Rest der Woche helfen die Haselnussbäume in der Nähe meines Wohnorts zu schneiden. Und so weiter und so fort….du siehst, wir werden völlig neue Möglichkeiten haben. Wir werden kaum mehr irgendwo fest angestellt sein, sondern wir helfen da wo es nötig ist und wo es uns gefällt. Arbeiten die niemand machen will werden sehr hoch entschädigt, so dass sich eben genug Leute finden die das machen. Natürlich wird es auch Menschen geben, die oft das selbe machen: Führungspersonden, Ärzte, Hochspezialisierte Berufe. Aber wenn diesen Menschen irgendwann keinen Bock mehr für ihre Arbeit haben, können sie einfach etwas anderes machen. Denn Ausbildung wird bezahlt und kostet demnach nichts. Manche werden vielleicht schon mit 10 Jahren wacker arbeiten, halt Dinge die keine besondere Ausbildung verlangen. Wenn so jemand dann mit 30 Arzt werden will, kann er einen Eignungstest machen, und falls dieser positiv ausfällt, und man nicht schon zu viele Ärzte hat, kann er sich dann problemlos ausbilden lassen. Jeder wie er will 

    7.
    Ausserdem könnte man das System ja z.B. mit rund 100‘000 Menschen in einer zusammenhängenden Region testen. Der Staat müsste ihnen zusichern, dass sie im Falle eines Scheiterns schadlos ins alte System zurückkönnen, evtl. gar mit einem guten Zusatzbonus. Eben halt so, dass kaum jemand gegen den Versuch sein kann. So könnte man das testen, und dann würden wir ja sehen wie sich das System auswirkt. Wenn es nicht funktioniert, hatte man halt Pech, wenn es aber funktioniert könnte man das System laufend ausdehnen.
    Aber warum sollte der Staat so einen Test ermöglichen? Ganz einfach: Die guten Politiker (und die gibt es ) wissen, dass wir heute viele grosse Probleme haben: Umweltschutz, Armut, Kriminalität und das Geldsystem wird sich schon bald reseten müssen (und das wissen die). Wer sich aber nun mit dem Informationsgeld gut auseinandersetzt, müsste eigentlich einsehen, dass dieses System sehr gute Chancen zum Gelingen hat. So eine Chance nicht in Form eines gross angelegten Tests zu packen, wäre sehr unvernünftig. Franz Hörmann und seine Helfer haben bereits Gespräche mit Banken und hohen Politikern geführt, und man ist keineswegs auf pure Ablehnung gestossen. Vor allem die Banken wissen, dass sie auf einem Pulverfass sitzen. Jetzt geht es vor allem darum, die Bevölkerung für so etwas völlig neues zu gewinnen. Nur werden da die Medien leider nicht mitmachen. Das wird die grösste Knacknuss überhaupt.

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  7. Hallo nichtrelevant,

    vielen Dank für Deine sehr ausführliche Antwort. Ich glaube auch, wie viele andere, dass so ein System nicht realisierbar ist. Ich habe selbst im Kommunismus gelebt und weiß, wozu Menschen fähig sind.

    Euer schönes InfoMoney-System ist und bleibt leider nur etwas zum Träumen!

    Alles Liebe
    Lieschen

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  8. Das werden wir hoffentlich testen können, ob es nur zum träumen taugt ;-) Den Kommunismus kannst du überhaupt nicht damit vergleichen, das Infomoney sieht nur auf den ersten Blick ähnlich aus, aber die Lebensbedingungen sind grundlegend anders und überhaupt viel besser. Noch vor 10 Jahren wäre dieses System nur schwer umsetzbar gewesen, denn das Internet ist fast eine Voraussetzung dafür. Aber gerade die heutige Vernetzung bietet völlig neue Chancen.

    Wir Menschen haben im Grunde zwei Möglichkeiten:

    1.
    Wir denken dass ein neues System sowieso nie funktioniert, und dann im alten bleiben bis alles zerstört ist.

    2.
    Wir sind schlau, und testen unabhängig voneinander verschiedene neue Systeme in genügend grossen Regionen, und zwar so, dass die Beteiligten bei einem Scheitern schadlos wieder raus kommen. Dann schauen wir, was am besten funktioniert, und dehnen dann dieses nach und nach aus. Sklaverei hat früher auch nur wegen Träumer aufgehört. Auch das Frauenstimmrecht ist eine Folge von "Spinnern" ;-)

    Daher versichere ich: ich und alle anderen Spinner bleiben dran, und wir setzen alles daran, damit solch neues getestet werden kann. Im übrigen habe ich schon sehr viele Gespräche geführt, und bis jetzt sehen alle, wirklich alle sehr grosses Potential in diesem Infomoney! Wir sind uns aber alle einig: man muss es testen können! Einfach mal so einführen geht nie und nimmer. Ich denke, in 5 Jahren wäre man bereit für einen Test, wir werden sehen :-)

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  9. Hallo nichtrelevant,

    den Kommunismus kann man (abgesehen von der dahinterstehenden Ideologie) sehr wohl damit vergleichen. Aber das kann man vermutlich nicht beurteilen, wenn man sich damit nicht auskennt.
    Dieses infomoney-System hat eben noch viele Schwächen, und man kann nicht für alles einen Roboter bauen und mal eben arbeiten gehen, wann und wie man lustig ist.
    Du schreibst, Jeder kann sich ausbilden lassen, wie er will, aber wie soll das aussehen, wenn heute der Lehrer mal für 3 Stunden da ist, morgen auf dem Feld und übermorgen unterrichtet mal jemand Anderes? Wie kann man da ein Studium durchziehen, wenn von 10 Professoren und 200 Studenten jeder kommt und geht, wie er will?
    Schlimmer noch im Gesundheitswesen. Stell Dir vor, Du hast einen Unfall, gehst zu einem Arzt und dort heisst es: Ach, heute ist der Herr Doktor aber in der Auto-Fabrik am Fliessband, weil er das so toll findet. Kommen Sie doch morgen wieder, vielleicht haben Sie Glück!
    Mein Grossvater ist pflegebedürftig, aber nicht dement. Über die Osterfeiertage kamen 5 verschiedene (ihm bis dahin unbekannte) Pflegekräfte vorbei. Er fand es nicht schön, aber das wäre dann Alltag, nicht wahr?
    Wer soll Dir jeden Tag Dein Brot "verkaufen" (verteilen?), wenn heute grad niemand Lust dazu hat?

    Was mich noch interessiert, wie sollen Staatenregierungen überzeugt werden, solch einem System beizutreten, sollte es erst einmal funktionieren?

    Ich habe Niemanden einen Spinner genannt und ich stimme Dir zu, dass "Träumer" und "Spinner" viel bewegt haben. Im Gegenteil, ich bin sehr offen gegenüber neuen Ideen. Sonst würde ich hier gar nicht diskutieren.

    Ich finde jedoch, es wäre derzeit sinnvoller, seine Kraft und Energie in Projekte zu stecken, die im Moment wirklich etwas "bewegen" können, zB Umwelt-, Energie- oder Tierschutzprojekte. Denn wenn es so weiter läuft wie bisher, ist bald nicht mehr viel Raum zum Testen neuer Systeme. (leider)

    Liebe Grüsse
    Lieschen

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  10. Guten Morgen Lieschen :-)

    Wiederum Danke für diese Fragen. Meine Antworten sind nur Vorschläge. Je mehr Menschen an solchen Fragen herumhirnen, desto bessere Lösungen kommen dabei heraus. Aber ich denke, alles ist lösbar. Das System hat meiner Meinung nach keine Schwächen, nur Herausforderungen....und wir Menschen sollten eigentlich locker schlau genug sein, solche Dinge zu lösen :-)

    [QUOTE]den Kommunismus kann man (abgesehen von der dahinterstehenden Ideologie) sehr wohl damit vergleichen. Aber das kann man vermutlich nicht beurteilen, wenn man sich damit nicht auskennt.[/QUOTE]

    Natürlich hat das Infomoney viele Ähnlichkeiten mit den verschiedenen Formen des Kommunismus die wir bis heute kennen. ABER: es gibt entscheidende Unterschiede, die dazu führen, dass man beides eben überhaupt nicht miteinander Vergleichen kann, oder besser gesagt, dass sich eben das Infomoney total anders auf die Gesellschaft auswirkt als irgend eine Form von Kommunismus:

    1.
    Im Infomoney gibt es keine Regierung mehr. Vieles wird demokratisch und online geregelt. Der Rest wird von Personen bestimmt, die vorher dafür demokratisch bestimmt wurden. Diese Personen haben aber keine Macht und können jederzeit abgewählt und ersetzt werden.

    2.
    Kein Geld als Tauschmittel mehr! Korruption wird praktisch verunmöglicht.

    [QUOTE]man kann nicht für alles einen Roboter bauen[/QUOTE]


    Man braucht gar nicht für alles einen Roboter bauen, um nur noch einen Fünftel arbeiten zu müssen. Roboter führen höchstens dazu, dass wir sogar weniger als einen Fünftel arbeiten müssen, und das wird sich auf eine Art entwickeln, die wir nicht vorher sagen können und auch nicht müssen. Warum aber nur noch 1/5 arbeiten, auch ohne zusätzliche Roboter im Vergleich zu heute?

    1.
    Buchhaltung und Rechnungswesen fällt weg (ein riesiger Arbeitsbrocken der heutigen Zeit!)

    2.
    Werbung, Vertreter, bunte Produkteverpackungen usw. fällt weg

    3.
    99% aller Kriminaldelikte inkl. deren Verfolgung und Klärung und Inhaftierung fallen weg

    4.
    Überproduktion fällt weg, produziert wird nur noch was gebraucht wird, und dies in höchster Qualität.

    5.
    Dadurch dass Produkte nur noch in höchster Qaulität gebaut werden, müssen pro Jahr viel viel weniger Dinge produziert werden = immense Arbeitseinsparung

    6.
    Keine Arbeitslosen mehr. Das heisst, jeder der Arbeiten will, findet auch Arbeit. Vom Kind bis zum 100 Jährigen, jeder findet was. Ein Querschnittgelähmter kann an einem neuen Produkt rumtüfteln und wird dafür bezahlt. Wenn nur schon 1 von 10'000 Tüftlern eine super Idee zur Umsetzung bringt, hat sich das gelohnt.

    7.
    Versicherungen fallen weg

    8.
    Bankenpersonal wird drastisch reduziert.

    9.
    Die Menschen können wieder viel mehr regional arbeiten, da es keine Lohnunterschiede mehr gibt. Dies und die Tatsache dass viel weniger gearbeitet werden muss, reduziert den Verkehr (privat und öffentlich) massiv und bewirkt somit wiederum eine enorme Arbeitsentlastung (Unterhalt von Strasse und Schiene, Betreuung des öffentlichen Verkehrs usw.)

    10.
    Wenn Güter des täglichen Bedarfs kostenlos sind, spricht nichts dagegen, diese auch zu teilen (Bohrmaschinen und sonstige Werkzeuge, Autos usw.) was wiederum weniger Produktion bedeutet und somit eine Arbeitseinsparung.

    11.
    Wir werden fast alles regional produzieren, und somit fallen Millionen von Transportkilometer weg. Heute wird vieles in Billiglohnländer produziert, das macht im Infomoney keinen Sinn mehr, da Kosten keine Rolle mehr spielen.

    [QUOTE]und mal eben arbeiten gehen, wann und wie man lustig ist.
    Du schreibst, Jeder kann sich ausbilden lassen, wie er will, aber wie soll das aussehen, wenn heute der Lehrer mal für 3 Stunden da ist, morgen auf dem Feld und übermorgen unterrichtet mal jemand Anderes? Wie kann man da ein Studium durchziehen, wenn von 10 Professoren und 200 Studenten jeder kommt und geht, wie er will?[/QUOTE]

    Da müssen wir völlig umdenken. In diesem System werden wir im Grunde keine Schulabschlüsse mehr benötigen. Jeder lernt erstmal lesen, schreiben und rechnen. Ab dann lernt jeder nur noch was er will und mag. Fächer die ihn nicht interessieren, lässt er links liegen. Es wird wohl keine Abschlussprüfungen mehr geben. Vielmehr wird es Aufnahmeprüfungen geben, um zu sehen, ob das vorhandene Wissen für eine gewisse Tätigkeit ausreicht. Wie jemand zu seinem Wissen kommt, ist völlig egal. Man kann sich sogar zu Hause selber ausbilden wenn man will. Lehrpersonen werden natürlich organisiert, so dass immer jemand da ist. Aber ich glaube, gerade der Umstand, dass die Personen wechseln, erweitert bei den lernenden den Horizont. Wenn einem Schüler die Schule nicht passt, geht er halt in eine andere Schule, jeder ist frei. Seien wir ehrlich: wir Menschen haben viel erreicht (positives wie negatives). Ich glaube wir können davon ausgehen, dass wir solche Angelegenheiten mit Links so regeln können, dass es gut funktioniert. Wir müssen nur zum Ziel kommen, wie ist doch egal. Heute ist alles stur, ist das besser? Heute werden die Kinder dazu gedrillt, Erfolg zu haben. Im Infomoney werden die Kinder gelehrt, wie man nachhaltig ist. Erfolg ist nicht mehr wichtig, denn jeder ist gleichgestellt und frei.

    [QUOTE]Schlimmer noch im Gesundheitswesen. Stell Dir vor, Du hast einen Unfall, gehst zu einem Arzt und dort heisst es: Ach, heute ist der Herr Doktor aber in der Auto-Fabrik am Fliessband, weil er das so toll findet. Kommen Sie doch morgen wieder, vielleicht haben Sie Glück!
    Mein Grossvater ist pflegebedürftig, aber nicht dement. Über die Osterfeiertage kamen 5 verschiedene (ihm bis dahin unbekannte) Pflegekräfte vorbei. Er fand es nicht schön, aber das wäre dann Alltag, nicht wahr?[/QUOTE]

    Spezialisierte Berufe müssen selbstverständlich organisiert sein. Wie ich schon erwähnte: solche Menschen werden weniger Freiheiten haben, und solche Menschen müssen gut belohnt werden, damit sie das eingehen. Im Gesundheitswesen sehe ich es als wahrscheinlich an, dass hier die Menschen 1 Monat arbeiten (5Tg. Woche im fliessenden Wechsel über die Schicht) und dann 4 Mt. frei nehmen. Vor Arbeitsbeginn nach den 4 freien Monaten, können sie sich ein paar Tage warmlaufen. So ist die Sicherheit absolut gewährleistet, denn das Personal ist dann nämlich auch gut ausgeruht.
    Auch hier: wir Menschen sind schlau genug, solche Angelegenheiten so zu regeln, dass kein Chaos ausbricht ;-)

    [QUOTE]Wer soll Dir jeden Tag Dein Brot "verkaufen" (verteilen?), wenn heute grad niemand Lust dazu hat?[/QUOTE]

    Also eingekauft wird ja nicht mehr. Jeder holt sich was er braucht in Verteilzentren. Da nimmt man sich was man braucht und geht wieder heim, oder lässt es sich liefern.

    Arbeitsorganisation kann man online lösen. Hier kann man via Mausklick freie Arbeiten übernehmen, und verpflichtet sich dann auch. Wenn wichtige Arbeiten nicht besetzt werden, erhöht man den Stundenlohn. Ich bin überzeugt, dass das alles lösbar ist. Ich vermute gar, dass man eher Mühe haben wird, jeweils für 1 Tag die Woche Arbeit zu finden, als dass Arbeiten nicht gemacht werden. Denn wir werden unbeliebte Arbeiten ganz einfach mit höheren Stundenansätzen beliebt machen. Mit der Zeit wird man die meisten unbeliebten Arbeiten mit Maschinen ersetzen, so dass wir dann auch in der Geldlosen Gesellschaft kein Problem mehr haben.

    [QUOTE]Was mich noch interessiert, wie sollen Staatenregierungen überzeugt werden, solch einem System beizutreten, sollte es erst einmal funktionieren?[/QUOTE]

    Da stelle ich mir eher die Frage: wie kann man Regierungen dazu bringen, einen grossangelegten Test zu erlauben, und im Falle eines Falles finanziell abzusichern. Aber Gespräche sind bereits im Gange, und viele Politiker sind sich durchaus bewusst, dass wir uns grundlegend ändern müssen. Dazu kommt, dass heutige Grossverdiener beim Eintritt ins Infomoney grosszügig mit Infomony entschädigt werden. So können sie ihren bisherigen Lebensstandard beibehalten wenn sie wollen. Heisst: gleicher Wohlstand aber viel weniger Stress....wer würde da nicht mitmachen wollen. Also ich denke, sollte ein Test positiv verlaufen, wird das neue System nicht mehr aufzuhalten sein. Ich kann nur hoffen, dass so ein Test stattfinden kann, sonst sehe ich keine Chance für dieses System.

    [QUOTE]Ich habe Niemanden einen Spinner genannt[/QUOTE]

    Das habe ich ja auch nicht behauptet :-D Ich nenne mich gerne selber einen Spinner....und fühle mich gut dabei :-D

    [QUOTE]Ich finde jedoch, es wäre derzeit sinnvoller, seine Kraft und Energie in Projekte zu stecken, die im Moment wirklich etwas "bewegen" können, zB Umwelt-, Energie- oder Tierschutzprojekte.[/QUOTE]

    Das eine schliesst das andere nicht aus. Ich z.B. lebe bewusst vegan und konsumiere wo immer es geht Bio und wenn möglich Fairtrade. Natürlich ginge es noch besser, aber ich arbeite daran ;-)

    Ausserdem: wenn wir das Infomoney zum laufen bringen, würde das den Umweltschutz massiv fördern, den Energieverbrauch massiv senken und auch den Tierschutz massiv fördern. Das Geld frisst die Welt. Fast alle heutigen Probleme sind dem Geld geschuldet, das kann man drehen und wenden wie man will, ist einfach so.

    Also ich plädiere dafür, sich für Umwelt-, Energie- oder Tierschutzprojekte usw. einzusetzen, und zusätzlich für das Infomoney zu werben. Widerspricht sich in keinster Art und Weise :-)

    [QUOTE]Denn wenn es so weiter läuft wie bisher, ist bald nicht mehr viel Raum zum Testen neuer Systeme. (leider)[/QUOTE]

    Ich befürchte eben, dass das fördern von Umwelt-, Energie- oder Tierschutzprojekten nicht den nötigen Erfolg erzielt, solange wir das Geld haben. Vergleiche es mit dem sinkenden Schiff: solange mehr Wasser durch das Leck ins Schiff kommt, als Pumpen herauspumpen können, wird das Schiff irgend wann untergehen. Wir sollten das Loch Stopfen. Das Loch ist das Geld, davon bin ich überzeugt.

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