Die enttäuschende UN-Klimakonferenz

  1. Hallo alle
    Jetzt ist das Ringen in Doha also vorbei und was kam raus? Ich finde es wirklich schlimm, wie trotz aller Studien und neuer Wetterphänomene und versinkender Inseln einfach nichts gemacht wird. Dass das Kyoto-Protokoll weitergeführt wird, ist ja nett. Aber überall steht doch, dass das Reduktionsziel von -20 Prozent so oder so in 2 oder 3 Jahren spätestens erreicht ist. Wo ist denn da die Anstrengung?? Die Schweiz hat 30 Prozent angeboten - das wäre wenigstens was gewesen. Aber da gibt es ja immer ein paar Idioten, die panisch "erst mal weiter so" brüllen vor lauter Angst, dass Klimaschutz was kosten könnte. Ja, er KOSTET. Aber vielleicht sollte man sich auch mal klar machen, was er WERT ist.

    :ohnoes:

    Saure Grüsse
    Schneidi

    Zitieren

  2. Hallo Schneidi
    Ich bin auch... ich sage mal lieber frustriert was die Klimakonferenz angeht. Da müssen endlich mal klare entschlossene Entscheidungen her. Aber enttäuscht bin ich trotzdem nicht - ich finde es war doch abzusehen, dass schon allein wegen USA, China, Indien und wie die ganzen "Klimafreunde" heissen, nichts vorangehen wird. Bei Entwicklungs- und Schwellenländern ist die Blockade ja noch nachzuvollziehen - schliesslich haben wir bei unserer Industrialisierung keine Sekunde an die Umwelt gedacht. Mich stören vor allem die USA und Kanada. Wie kann man so denken, wenn gerade erst Sandy über den eigenen Kontinent weggefegt ist??

    LG
    Tamina

    Zitieren

  3. Immer wieder Schade das bei der Klimakonferenz jedesmal aufs neue keine Ergebnisse erzielt werden. Seit gefühlten Jahrzehnten jedesmal aufs neue, Hoffnung am Anfang, Frustration am Ende der Konferenz da es wieder keine Ergebnisse gab. Ich denke das es auch in den nächsten Jahren keinerlei Einigungen bei der Klimakonfernz erziehlt werden und man sich die bestimmt sehr teure Veranstaltungen sparen könnte.

    Zitieren

  4. GreenAngel;1147Ich denke das es auch in den nächsten Jahren keinerlei Einigungen bei der Klimakonfernz erziehlt werden und man sich die bestimmt sehr teure Veranstaltungen sparen könnte.


    Mh, es stimmt schon, dass so eine Veranstaltung unmengen Geld kostet und ausserdem selbst einiges an CO2 ausstösst (... wie viele Leute sind wegen der Konferenz nach Doha geflogen??!). Trotzdem finde ich es gut und wichtig, dass es den Klimagipfel gibt. Nur wenn die Länder miteinander reden, können Verpflichtungen vereinbart werden. Ausserdem ist es ja auch wichtig zu schauen, wie man sich an den Klimawandel anpasst und wer für das alles zahlen soll - ärmere Länder brauchen da finanzielle Hilfe, vor allem auch weil sie besonders stark betroffen sind. Es ist schon frustrierend, dass die Verhandlungen so zäh sind und der Klimawandel dabei munter weitergeht. Aber einfach gar nicht miteinander reden bringt ja auch nichts...

    LG Tamina

    Zitieren

  5. Hallo zusammen,

    ich schliesse mich der allgemeinen frustration über den ausgang der Konferenz an. es ist wirklich niederschmetternd, dass v. a. die USA, die ja offensichtlich nicht zu einem entwicklungsland steht und darüberhinaus noch umwelt-katastrophenfilme (denkt mal an "The day after tomorrow";) am laufenden band produziert keinerlei einsicht zeigt. das ist doch wirklich paradox, oder????
    und immerzu frage ich mich, warum länder wie China, die derzeit einen aufschwung durchlaufen, ihren wachstum nicht mit moderneren methoden fördern. Zum teil produzieren sie billige solarzellen, die in anderen ländern aufs dach kommen und nutzen diese geniale erfindung nicht für sich selbst. das verstehe ich einfach nicht! :sadface:

    Zitieren

  6. Hallo liebe Alle!
    Willkommen Ina!
    Was man bei dieser ganzen Diskussion nicht vergessen darf sind die strukturellen Probleme einerseits und Auswirkungen von Aussagen auf der anderen Seite.
    Wenn ein Land eine Aussage trifft, dann hat das immer auch eine diplomatische/politische Auswirkung und auch eine wirtschaftliche. Dementsprechend schwierig ist es damit offizielle Zusagen zu machen ohne gleichzeitig vielleicht Investoren zu verlieren. Grosse Länder haben dann natürlich einfach auch eine gewisse Trägheit um ein Volk zu bewegen und Entwicklungsländer haben auch das Problem, dass die Bevölkerung auch einen gewissen Wohlstand und Bildung benötigt.
    Nebenbei tritt auch das interessante Phänomen auf, dass uns gar nicht so gezeigt wird, wie toll manche Länder sind, weil diese Schlagzeilen verkaufen sich nicht so gut wie jene die ein kollektives Länderschimpfen auslösen. China möchte in den nächsten Jahren sehr wohl in nachhaltiger Entwicklung investieren. Da gibt es unzählige Quellen dazu, ebenso ist der aktuelle 5-Jahresplan nachhaltig ausgerichtet. Vergessen dürfen wir nicht, dass WIR durch unser Konsumverhalten die Umweltverschmutzung eben in diese Länder AUSLAGERN.
    Einige europäische Firmen haben aber die Chance erkannt und arbeiten an einigen Projekten in China die eine nachhaltige Entwicklung unterstützen sollen. Andere Firmen scheren sich nicht darum und wollen einfach einen Markt absichern und verkaufen zB "kohlesäurehältige Limonaden" in Plastikflaschen zum Selbstpreis, wohl wissend, dass diese Länder nicht über ein ausreichendes Müllentsorgungs- und Recyclesystem verfügen...
    Insofern sind solche Umweltveranstaltungen sinnvoll, da die Länder in einem gewissen geschlossenen Rahmen Strategien und Partner dafür finden können, ohne eine massive Aussenwirkung und deren Einflüsse befürchten zu müssen.
    LG
    Andreas

    Zitieren