Kennt ihr die Suchmaschine forestle.org? Coole Sache!

  1. Hallo zusammen
    Zu den Suchmaschinen hätte ich noch eine Frage: Kennt jemand benefind.de? Und weiss, wie es da so ist mit Sinnhaftigkeit bzw. Sinnlosigkeit? Ich nutzte die Seite öfters und finde die Idee super. Nachdem ich nun aber hier gelesen habe, dass forestle oder ecosia auch so ihre Tücken haben, frage ich mich, ob es auch für benefind Einwände gibt. Weiss jemand was?

    Danke und liebe Grüsse
    Petra

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  2. Hallo Petra
    Habe mir benefind gerade mal angeschaut. Klingt nach einer tollen Sache! Ich glaube auch nicht, dass es dort Tücken gibt. Zumindest schreiben Sie über sich selbst und darüber wie sie funktionieren folgendes:

    Wie jede andere Suchmaschine zeigt benefind neben automatischen Suchergebnissen auch Werbung. Von diesen Einnahmen decken wir zunächst unsere eigenen Kosten. Der gesamte Gewinn wird im Auftrag unserer Nutzer an die ausgewählten Organisationen verteilt. In 2011 konnten auf diese Weise 0,5 Cent pro Web-Suche gespendet werden! Eine vollständige Erläuterung der Funktionsweise finden Sie in unseren Nutzungsbedingungen.

    Liebe Grüsse
    Rosi

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  3. [QUOTE]Du solltest keinesfalls generell sagen "Unser Boden in Mitteleuropa ist von einer relativ dicken Humusschicht bedeckt, was meines Wissens nach einerseits damit zu tun hat, dass von unseren Böden die Nährstoffe nicht so rasch aufgezehrt werden wie im Regenwald." denn dies trifft nicht zu. Nur schon die Schweiz hat auf engstem Raum eine Vielzahl von Bodentypen von die längst nicht humusreich sind.[/QUOTE]

    Nein, aber du musst das in der Relation zu Südamerika sehen: Dort gibt es in den Regenwaldgegenden meist nur sehr dünne Humusschichten, während alles unter dem Humus wesentlich weniger fruchtbar ist.

    Hier in Europa gibt es natürlich verschiedene Bodensorten, das ist mir auch klar. Allerdings, würde ich annehmen, dass diese aufgrund der enthaltenen Nährstoffe durchschnittlich wesentlich fruchtbarer als in Südamerika und relativ zu Südamerika auch humusreich sind, auch wenn uns das nicht so scheint.

    Dennoch hast du recht, ich hätte nicht den Begriff Humus nehmen solle: Manche Bodensorten haben tatsächlich eher wenig Humus in Vergleich zu anderen Bodensorten in Europa - sie sind dennoch fruchtbarer als die Böden in Südamerikas Regenwäldern, würde ich annehmen.

    [QUOTE]Sogar auf unseren 10 hektar haben wir zwei grundverschiedene Böden, und beide sind nur schwach humos. Wills du es nachmessen , so sind es gerade 5 cm Humus, und darunter aber eine mächtige Lehmschicht. Für Bäume ideal, wichtig ist immer was man auf einem Boden anbaut und wie man es tut ohne ihn auszulaugen.[/QUOTE]

    Definitiv richtig - in Südamerika ist es jedoch so, dass auch die Desertifikation eine große Rolle spielt. Nachdem die Böden nach Monokulturnutzung erschöpft sind, kann es dort vorkommen, dass die Humuschicht (die nun ja nicht mehr von den Pflanzen an Ort und Stelle gehalten wird, weil die Pflanzen an diesem Ort nicht mehr wachsen) weggeblasen wird.

    [QUOTE]Wir setzen beispielsweise keine Dünger ein - die Kunst der Bewirtschaftung besteht darin , die Fruchtbarkeit durch Förderung der Bodenaktivität zu erhalten. Wo also den Hebel ansetzen um auf modernen Rodungsgebieten etwas zu ändern und verbessern?[/QUOTE]

    Ob das wirklich geht, weiß ich nicht. Kann sein, aber ich bin da eher skeptisch. Lasse mich aber gern von etwas anderem überzeugen.

    @Petralu:

    Keine Ahnung, ich habe die Suchmaschine noch nie benutzt.

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    "Across the Nile ... there are stars tonight."<br />
    - Amy Mac Donald <br />
    Lese gerade: http://www.starwars-union.de/literatur/Shadow_Games/0-345-51120-4/

  4. Lieber Byzantiner,
    nun schreibst du es ja selber:
    "Definitiv richtig - in Südamerika ist es jedoch so, dass auch die Desertifikation eine große Rolle spielt. Nachdem die Böden nach Monokulturnutzung erschöpft sind, kann es dort vorkommen, dass die Humuschicht (die nun ja nicht mehr von den Pflanzen an Ort und Stelle gehalten wird, weil die Pflanzen an diesem Ort nicht mehr wachsen) weggeblasen wird."
    Es geht primär um die Wirtschaftsweise/Anbaumethode - Monokulturen bringen es nun mal mit sich dass über Kurz oder Land die Böden ausgelaugt werden das ist auch in Europa nicht anders und hat weniger mit dem Boden an sich zu tun. Wenn du Gegenden sehen willst die von Erosion sehr stark betroffen sind brauchst du nicht nach Südamerika fliegen , die gibt es in grossem Stil auch in Europa. (zB in Spanien) Bsp Maiskulturen....immerhin wird zumindest in der Schweiz mittlerweile mehrheitlich mit Unterssaten gearbeitet was den Vorteil hat dass Nährstoffe besser gebunden werden und Erosion kaum mehr ein Thema ist.

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  5. @bio-obst:

    [QUOTE]Es geht primär um die Wirtschaftsweise/Anbaumethode - Monokulturen bringen es nun mal mit sich dass über Kurz oder Land die Böden ausgelaugt werden das ist auch in Europa nicht anders und hat weniger mit dem Boden an sich zu tun.[/QUOTE]

    Es ist selbstverständlich richtig, dass die Anbauweise maßgeblich dazu beiträgt, inwieweit Böden fruchtbar bleiben. Das wollte ich nie anders sagen - falls es doch so erschienen ist, tut mir das Leid. Falls ich das sogar so gesagt haben sollte, nehme ich das zurück.
    Bodennutzung ist mit dafür verantwortlich, wenn Böden auslaugen - gerade in stark überdüngten Gegenden tritt beispielsweise Übersalzung verstärkt auf. Monokulturen sind natürlich auch schlecht für den Boden, das soll gar nicht bezweifelt werden.

    Allerdings muss es NICHT der einzige Grund sein.
    Die Bodenzusammensetzung spielt für Landwirtschaft eine große Rolle - und da es ganz einfach so ist, dass die Böden im Regenwald von einer (relativ zu standartmitteleuropäischen Böden) dünnen Humusschicht bedeckt sind - schematisch und etwas vereinfacht, wird das http://www2.klett.de/sixcms/media.php/281/naehrstoffkreislauf.jpg gezeigt.

    In Mitteleuropa sieht das eher http://www.rudolstadt-hain.de/Bilder/Bodenprofil.png aus. Es fällt auf, dass die Wurzeln hier tiefer graben, als im tropischen Regenwald, weil in Mitteleuropa die fruchtbaren Bodenschichten (zu denen auch der Humus zählt) durchschnittlich tiefer gehen - während die Wurzeln der Urwaldriesen sich eher an der Oberfläche halten, denn dort ist es fruchtbar.

    Es wird schnell ersichtlich, dass in den Tropen die dünne Humusschicht, wenn die Pflanzen abgeerntet sind, relativ schnell weggeblasen werden kann, was im schlimmsten Falle auch passiert. Klar, dass Monokulturen den Boden vorher schon unfruchtbarer gemacht hatten, als er ursprünglich war.

    [QUOTE]Wenn du Gegenden sehen willst die von Erosion sehr stark betroffen sind brauchst du nicht nach Südamerika fliegen , die gibt es in grossem Stil auch in Europa. (zB in Spanien) Bsp Maiskulturen....[/QUOTE]

    Dein Vergleich hinkt - erstens wurde auch Spanien in den letzten Jahrhunderten einer großflächigen Entwaldung unterzogen, die sich mit der Entwaldung der Tropen durchaus vergleichen lässt.
    Außerdem, und das ist wesentlich, herrschen in Spanien ganz andere Hitzeverhältnisse und insbesonders in der Extremadura (also dem Kernland) herrschen auch völlig andere Regenverhältnisse, als bei uns. Gerade in Bezug auf Hitze (und daher auch auf Bodenfruchtbarkeit und landwirtschaftliche Nutzbarkeit) unterscheidet sich Spanien gravierend von uns.

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    "Across the Nile ... there are stars tonight."<br />
    - Amy Mac Donald <br />
    Lese gerade: http://www.starwars-union.de/literatur/Shadow_Games/0-345-51120-4/

  6. lieber Byzantiner, danke für die links, entschuldige, ich werde sie mir nicht anschauen da ich einfach nicht die Zeit dazu habe. Ich bin einfach konsequent gegen Monikulturen egal ob bio oder nicht, egal ob in Südamerika, Asien oder Deutschland .Du musst mir nichts von Bodenprofilen erzählen, ich weiss darüber Bescheid, ich könnte dir herrliche Geschichten von ( und über) gelehrten Professoren , Satistikern, Theoretikern und Forschern erzählen die schon bei uns ein und aus gegangen sind. .. und noch Bessere von Bundesämtern und Kantonalen Aemtern die Alles wissen und immer Recht haben. Letzterstes stimmt zwar, aber allwissend sind sie ganz bestimmt nicht.
    Haha, jaja extremadura, der Name ist Programm, aber ich meinte was Anderes...

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