Kennt ihr die Suchmaschine forestle.org? Coole Sache!

  1. Bin letztens während der Arbeit zu einer Studienarbeit darauf gestossen. Pro Sucheingabe rettet man auf dieser Seite ein Stück Regenwald. Und man kann sogar nachschauen, wie viel Wald bereits geretter wurde! Weiter empfehlen!:wink:

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  2. Schöne Sache. Ich kannte bis jetzt nur die Seite http://www.ecosia.org. Diese Seite spendet mit ihren Einnahmen ebenfalls für die Regenwälder. Würde Google das selbe tun, dann hätten wir bald Regenwald im Überschuss! :-)

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  3. Vorsicht bei diesen Suchmaschienen! Die Idee is ja gut. Aber tatsächlich wird der Seit nur gespendet, wenn man auf einen Sponsor klickt. Die Anzeige, welche dem User aufzeigt, wie viel erbereits gespendet hat, ist nur ein statistischer Wert. Und ob die Suchmschienen rein auf Servern mit Öko-Strom laufen ist wieder eine andere Frage. Bei escoia ist es nähmlich zum Beispiel so, dass die Suchergebnisse Yahoo liefert. Die Suche ist so ineffizienter, da die Ergbnisse um zwei Ecken kommen. Wie gesagt, die Idee ist gut und es wird tatsächlich auch Regenwald gerettet, aber an der Umsetzung bestehen noch Zweifel.

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  4. Ich denke es würde dem Regenwald mehr Nützen wenn Jeder endlich aufhören würden Podukte aus exotischen Hölzern sowie deren Nachfolgegüter zB aus Soja zu kaufen, Letzteres gilt im Besonderen für Tierhalter.

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  5. @bio-obst:

    Das würde das Problem nur teilweise lösen - überhaupt ist schon der bloße Gedanke, dass jeder aufhören würde, Regenwaldprodukte zu kaufen so utopisch, dass es sich schon fast nicht lohnt, das überhaupt in Erwägung zu ziehen.
    Auch wenn dieser Schritt zweifelsohne wünschenswert wäre.

    Das Problem ist auch noch etwas anderes. Große Teile der Gebiete dort werden brandgerodet, um Rindern fruchtbares Weideland zu geben oder um Pflanzen anzubauen, die teilweise auch für den Eigenbedarf genutzt werden. Das Problem ist, dass im südamerikanischen Regenwald nur eine vergleichsweise dünne Humusschicht besteht (ganz anders als in Mitteleuropa), die dann sehr rasch von den Pflanzen aufgetilgt ist und den Boden unfruchtbar zurücklässt.

    Die Folge ist klar: Man zieht weiter und brennt den nächsten Teil des Regenwalds nieder. Es geht also nicht nur um Hölzer, die werden oftmals niedergebrannt, sondern auch um das Weide- und Ackerland, welches dort dringend benötigt wird.

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    "Across the Nile ... there are stars tonight."<br />
    - Amy Mac Donald <br />
    Lese gerade: http://www.starwars-union.de/literatur/Shadow_Games/0-345-51120-4/

  6. Byzantiner, weisst du, wenn ein Kleinbauer zum Eigenbedarf rodet, lässt sich dies ja noch einigermassen nachvollziehen , denn das war bei uns hier im Mittelalter auch nicht anders ( nur wird das immer wieder vergessen ) - wenn ich mir aber ansehe was und wie in regenwaldgebieten vorgegangen wird, na dann muss ich doch einsehen dass ein Kleinbauer niemals all diese Maschinen haben kann. Wir hören ja auch immer wieder dass Parlamentsmitglieder die sich für die Erhaltung von Regenwald Bspw. in Brasilien einsetzen massiv bedroht werden. Auch da denke ich dass "ganz andere Kräfte" an der Arbeit sind.Wenn jährlich tausende Hektare Monokulturen aus dem Boden gestampft werden kann kein Kleinbauer dahinterstecken der versucht seine Familie über Wasser zu halten. Ich kann mich natürlich täuschen , logisch. Aber ist es denn so schwer, auf etwas zu verzichten weil man einfach ein Stück Natur erhalten will ?
    In der Musikinstrumentenbranche ist es ja beispielsweise zum Heulen! Exotische Hölzer noch und noch. Dann trällert der Star ein Lied zur Rettung von Regenwäldern und hält dazu eine Gitarre aus Mahagonny in der Hand. etc etc....Einheimische Fichte klänge genauso gut.
    Ganz schlimm Beispielsweise die Gitarre des Queen Gitarristen Brian May, das ist ein einziger massiver Exotischholzklotz. Hab`s ihm mal geschrieben, aber natürlich hat er nichts an der Produktionsart geändert.....Es ist manchmal schwierig für sich und seine Lieben einen gangbaren weg zu finden, aber manchmal ist ein Verzicht durchaus auch ein Gewinn!

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  7. Richtig. Genau das ist ja der springende Punkt. Die Methoden sind viel radikaler geworden, als sie früher waren.

    [QUOTE]Wir hören ja auch immer wieder dass Parlamentsmitglieder die sich für die Erhaltung von Regenwald Bspw. in Brasilien einsetzen massiv bedroht werden. Auch da denke ich dass "ganz andere Kräfte" an der Arbeit sind.[/QUOTE]

    Zweifellos.
    Du musst aber bitte immer daran denken, dass es um die Existenz dieser Leute dort geht. Diese armen Farmer leben von ihren Rodungen, auch wenn sie wissen, dass das nicht so optimal ist. Ich will die Taten dieser Farmer keineswegs beschönigen oder in Schutz nehmen, aber ich denke, wir sollten auch versuchen, die Situation der Arbeiter zu verstehen.

    Was würden wir tun, wenn unsere Existenz auf dem Spiel stünde? Außerdem mangelt es den Leuten dort unten an Perspektiven und Ideen, ganz abgesehen von der notwendigen Bildung, um einen Strukturwandel wirtschaftlicher Natur herbeizuführen.

    [QUOTE]Wenn jährlich tausende Hektare Monokulturen aus dem Boden gestampft werden kann kein Kleinbauer dahinterstecken der versucht seine Familie über Wasser zu halten. Ich kann mich natürlich täuschen , logisch. Aber ist es denn so schwer, auf etwas zu verzichten weil man einfach ein Stück Natur erhalten will ?[/QUOTE]

    Doch, denn ich denke, die Preise für diese Güter sind so schlecht, dass die Bauern möglichst viel verkaufen müssen, um von den Gewinnen leben zu können und sich wichtige Ubiquitäten überhaupt leisten zu können. Das ist ja in vielen Fällen überhaupt der Grund, warum manche Organisationen für faire Preise kämpfen.

    [QUOTE]In der Musikinstrumentenbranche ist es ja beispielsweise zum Heulen! Exotische Hölzer noch und noch. Dann trällert der Star ein Lied zur Rettung von Regenwäldern und hält dazu eine Gitarre aus Mahagonny in der Hand. etc etc....Einheimische Fichte klänge genauso gut.[/QUOTE]

    Da kann ich dir nur beipflichten.

    [quote]Ganz schlimm Beispielsweise die Gitarre des Queen Gitarristen Brian May, das ist ein einziger massiver Exotischholzklotz. Hab`s ihm mal geschrieben, aber natürlich hat er nichts an der Produktionsart geändert.....Es ist manchmal schwierig für sich und seine Lieben einen gangbaren weg zu finden, aber manchmal ist ein Verzicht durchaus auch ein Gewinn![/QUOTE]

    Okay, dessenbezüglich sind wir wieder einer Meinung.

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  8. Byzantiner, so unterschiedlich sind unsere Meinungen nun auch wieder nicht.
    Ich kenne nicht die Böden im Amazonas oder anderswo, durch Brandrodung entsteht jedenfalls ein sehr kalihaltiger Boden der zwar der Qualität von Kulturpflanzen sehr dienlich ist, aber nicht derem Wachstum und Ertrag.
    Mir sind die indiogenen Välker auf diesem Planeten sehr sympathisch und deren Aktivitäten stören mich auch in keiner Art und Weise. Mir geht es um die Ausbeutung aus purer Geldgier, und da mischen Grosskonzerne nun mal heftig mit.Und ich habe eine riesige Abneigung Monokulturen gegenüber - man sieht ja auf dem ganzen Planeten wo das hinführt.
    Ich versuche halt solche Produkte und Riesen wie Nestle zu boykottieren. Glücklicherweise gibt es immer mehr Menschen die das auch bewusst tun. Ok, wir verzichten auf gewisse Dinge Produkte, aber auf den Tisch kommt nur Qualität, und wo immer möglich halt direkt vom (kleinen) Produzenten.
    Ich denke da sind wir auch ideologisch nicht so weit voneinander entfernt ????

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  9. Natürlich, aber du musst das mehr im Gesamtzusammenhang sehen. Schließlich arbeiten viele kleine Arbeiter und Farmer für die großen Konzerne, einfach um am Leben zu bleiben und ihren Familien etwas bieten zu können - eine Position, die ich von Arbeiterseite aus durchaus verstehen kann.

    Ich bin auf jeden Fall auf deiner Seite, was deine Aussage anbelangt. Allerdings gibt es keine Maschinerie, die für die großen Konzerne arbeiten, sondern die kleinen Arbeiter. Und die wollen nur überleben können, was bei den oftmals schlechten Löhnen so nicht einfach ist.

    [QUOTE]Und ich habe eine riesige Abneigung Monokulturen gegenüber - man sieht ja auf dem ganzen Planeten wo das hinführt.[/QUOTE]

    Dem pflichte ich bei.

    [QUOTE]Ich versuche halt solche Produkte und Riesen wie Nestle zu boykottieren. Glücklicherweise gibt es immer mehr Menschen die das auch bewusst tun. Ok, wir verzichten auf gewisse Dinge Produkte, aber auf den Tisch kommt nur Qualität, und wo immer möglich halt direkt vom (kleinen) Produzenten.[/QUOTE]

    Das finde ich sehr moralisch und anständig von euch. Ich bekomme das in meinem Leben leider nicht so toll hin, wie ihr das schafft - aber ich finde es klasse. Insbesonders, wenn man sieht, wie schlecht die Riesen ihre Arbeiter behandeln.

    [Quote]Ich denke da sind wir auch ideologisch nicht so weit voneinander entfernt ????[/QUOTE]

    Nein, in der Tat nicht.

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  10. kann nur kurz antworten ( zuviel Arbeit diese Woche!)
    Du solltest keinesfalls generell sagen "Unser Boden in Mitteleuropa ist von einer relativ dicken Humusschicht bedeckt, was meines Wissens nach einerseits damit zu tun hat, dass von unseren Böden die Nährstoffe nicht so rasch aufgezehrt werden wie im Regenwald." denn dies trifft nicht zu. Nur schon die Schweiz hat auf engstem Raum eine Vielzahl von Bodentypen von die längst nicht humusreich sind. Sogar auf unseren 10 hektar haben wir zwei grundverschiedene Böden, und beide sind nur schwach humos. Wills du es nachmessen , so sind es gerade 5 cm Humus, und darunter aber eine mächtige Lehmschicht. Für Bäume ideal, wichtig ist immer was man auf einem Boden anbaut und wie man es tut ohne ihn auszulaugen. Wir setzen beispielsweise keine Dünger ein - die Kunst der Bewirtschaftung besteht darin , die Fruchtbarkeit durch Förderung der Bodenaktivität zu erhalten. Wo also den Hebel ansetzen um auf modernen Rodungsgebieten etwas zu ändern und verbessern?
    Der Suchmaschine sei nun gedabkt dass solche Dinge hier einmal zur Sprache kommen!
    Wünsche allen Lesern eine gute Woche!

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