Grosse vs. kleine Packungsgrössen: Was ist umweltfreundlicher?

  1. Wollte mal nachhören wie ihr das seht: Meine Frau und ich kaufen unsere Lebensmittel meist in kleinen Packungsgrössen. Wir leben nur zu zweit und da würden grosse Joghurts, Käsestücke, ganze Brotlaibe usw. schlecht werden.
    Manchmal frage ich mich aber, ob es nicht trotzdem besser wäre, wenn wir das hin und wieder in Kauf nehmen. Schliesslich verursachen die kleinen Portionen viel mehr Müll. Oder? :confused:

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  2. Grundsätzlich hängt es immer, wenn man vom Problem des Müllaufkommens ausgeht, davon ab, wie viel Packung wie viel Lebensmittelmenge verpackt. Ob man das auf große bzw. kleine Packungen pauschal sagen kann, weiß ich nicht genau.

    Ich denke, es ist auch nicht so gut, wenn die Lebensmittel schlecht werden, während andernorts die Leute hungern. Wie man sich schließlich entscheidet, sollte meiner Meinung nach vom Lebensmittel individuell abhängen - zum Beispiels bieten viele Bäckereien mittlerweile den Service an, Brote schneiden zu lassen. Vielleicht erkundigt ihr euch da einfach mal - dann braucht ihr weniger frisches Brot, werft nichts weg und habt keinen unnötigen Packungsüberschuss.

    Ich lebe als Student und leiste mir daher eher einmal in drei Wochen einen großen Becher Joghurt, als jede Woche ein paar Kleine, weil sich das preislich einfach besser so anbietet. Ich habe dann halt eine Woche, in der ich mehr Joghurt konsumiere und andere, in der ich keinen esse. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass einem das Joghurt nach zwei Wochen auch wieder besser schmeckt, als wenn man es ständig isst.

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    "Across the Nile ... there are stars tonight."<br />
    - Amy Mac Donald <br />
    Lese gerade: http://www.starwars-union.de/literatur/Shadow_Games/0-345-51120-4/

  3. Dass man mit kleinen Packungsgrössen mehr Müll erzeugt, steht meiner Meinung nach ausser Frage. Schon alleine weil die vielen kleinen Portionen häufig nochmal mit einer zweiten Verpackung verpackt sind. Aber klar, Lebensmittelverschwendung ist auch keine ehrenhafte Alternative.
    Vielleicht kannst du einfach darauf achten Lebensmittel in umweltfreundlicheren Verpackungsarten zu kaufen (Glas, Pappe, Papier) - das sollte man sowieso generell, finde ich.
    Und dann hat Byzantiner doch einen guten Vorschlag gemacht: Wenn man einen grossen Becher Joghurt oder einen ganzen Sack Karotten gekauft hat, dann gibt es in den kommenden Tagen eben einfach viel davon. Mit verschiedenen Rezepten kann man der Langeweile ja trotzdem ausweichen :-)

    Liebe Grüsse
    Tamina

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  4. [QUOTE]Dass man mit kleinen Packungsgrössen mehr Müll erzeugt, steht meiner Meinung nach ausser Frage. Schon alleine weil die vielen kleinen Portionen häufig nochmal mit einer zweiten Verpackung verpackt sind. [/QUOTE]

    Seh ich nicht so. Die Frage ist auch, worin man einpackt. Wenn der Einpackstoff verrottet, kann auch eine große Packung eines Produkts umweltfreundlicher sein.
    Wenn du 600 Gramm Fleisch in einem Plastikschüsselchen kaufst, wird das normalerweise in Jahrhunderttausenden in irgendeiner Form noch existieren. Wenn du 600 Kilogramm Fleisch in Papier einwickelst, wird davon in Jahrhunderttausenden dennoch viel weniger übrig sein.

    Ich denke, es ist klar, worauf ich hinauswill. Die Art der Verpackung ist entscheidend, nicht unbedingt die Menge. Alle hölzernen Gefäße, in die man das ganze Mittelalter über Joghurt gefüllt hat, werden geologisch gesehen bald weg sein. Alle Joghurtbecher aus Plastik, die ich in den letzten beiden Wochen geleert habe, werde in Jahrhunderten noch da sein.

    [QUOTE]Vielleicht kannst du einfach darauf achten Lebensmittel in umweltfreundlicheren Verpackungsarten zu kaufen (Glas, Pappe, Papier) - das sollte man sowieso generell, finde ich.[/QUOTE]

    Das halte ich für einen sehr guten Plan.

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