Worauf verzichtet Ihr für mehr Nachhaltigkeit?

  1. Hallo
    Ich möchte im Alltag meinen Konsum etwas reduzieren. Allerdings fällt mir das etwas schwer, da ich eine Familie habe. Hat jemand gute Tipps wie oder auf was man am besten verzichten kann, damit die Familie mitzieht? Bin sehr dankbar für Tipps

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  2. Hoi Evi
    an zweiter Stelle der unökologischsten Machenschaften auf diesem Planeten nach der erdölverarbeitenden Industrie, steht unsere Bekleidungsindustrie.
    Ich finde da lässt sich viel machen. Persönlich kaufe ich im Secondhand, auch für die Kinder, oder Nachtragen, oder mache die Sachen selber. Wenn ich was im regulären Markt einkaufe schaue ich auf Qualität, was zwar teurer ist, dafür wesentlich langlebiger (und hoffentlich aus naheliegender Produktion) und so betrachtet günstiger. in diesem Sinne habe ich mich für 'Stil statt Mode' entschieden.

    Auch bei Lebensmitteln schaue ich auf Saisonal, Bio und Regional. Aber auch da ist mir die Gewächshaustomate aus der Schweiz lieber als die Bios aus Spanien. Ich versuche auf Exoten (auch Avocado! leider; braucht extrem viel Wasser für die Produktion) zu verzichten. Fleisch wäre wegzulassen oder zumindest auf ein Minimum aus artgerechter Tierhaltung von um der Ecke zu reduzieren. 
    Alles selber kochen; auch die Bouillon für die Suppe oder den Risotto. Geht ganz einfach und gratis aus Rüstabfällen - und erst noch ohne Glutamat und so.

    Ferien in der Schweiz geht prima; sie hat unglaublich viel zu bieten! Fliegen ist voll nicht nötig.

    Die Liste der ökologischen Möglichkeiten ist lang - ein offenes Feld für Kreativität gegen Konsumvorgaben. 

    Familie und Kinder sind kein Argument oder Entschuldigung für unökologisches Verhalten
    Im Endeffekt geht es nicht darum, was wir tun könnten, sondern um was wir wirklich tun.
    Es ist mir klar, dass ökologisches Verhalten nicht immer einfach oder gar möglich ist. Das heisst aber nicht, dass der Schritt in die richtige Richtung unnütz wäre. Ganz nach dem Slogan, dass auch kleine Schritte uns vorwärts bringen.

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  3. Guete Morge.

    Die grössten "Hebel" sind die beiden "F": Fliegen und Fleisch.

    Übrigens: Das CO2-intensivste Nahrungsmittel überhaupt ist Butter. Das war auch für mich eine grosse Überraschung. Aber - ebenfalls zu meiner Überraschung: es gibt geschmacklich tolle (vegane) Margarinen.

    Chars salüds.

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  4. Hallo Evi... Ich habe erst kleine Kinder. Ich möchte, wenns dann soweit ist, versuchen ihre Hobbies in Velodistanz zu finden. Ich selbst tanze statt Modern nun Zumba... Modern vermisse ich manchmal, aber dafür kann ich mit dem Velo zum Zumbatraining fahren.
    Wir haben ein Biogemüse-Abo aus der Region. Zudem schaue ich wenn immer möglich nach secondhand-kleidern oder kaufe zumindest beim H&M ein, da sie gemäss WWF ökologisch fortschrittlich produzieren.
    Wir machen im Garten viel mit den Kids gemeinsam. So kommen wir ins Gepräch über viele Umweltthemen. Auch den Grund fürs Regenwassersammeln haben sie so verstanden. Ich denke, meine ökologischen Bemühungen färben so auf die Kids ab.

    editiert am 17.04.19 um 10:10

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  5. von Jean-Luc, 13.04.19 um 10:46Übrigens: Das CO2-intensivste Nahrungsmittel überhaupt ist Butter. Das war auch für mich eine grosse Überraschung. Aber - ebenfalls zu meiner Überraschung: es gibt geschmacklich tolle (vegane) Margarinen.


    Wobei man das vielleicht auch in Relation zur Menge, die man verwendet, setzen sollte... niemand isst bei einer Mahlzeit 150g oder mehr Butter...

    Und Margarinen sind hochverarbeitete, künstliche Lebensmittel und haben mit nachhaltiger Ernährung genau gar nichts zu tun.

    Zum Thema an sich: ich verzichte relativ leicht auf die meisten fern gereisten Lebensmittel, also alles, wovon ich "Mengen" brauche (nicht Gewürze und so). Bananen gehen auch schon einmal deshalb nicht, weil die überhaupt nicht transportfähig sind und erst durch entsprechende Behandlung - auch bei bio! - transportfähig gemacht werden.
    Aber auch andere: Mango, Ananas... brauch ich die unbedingt? Trauben aus Südafrika? Knoblauch aus China? Orangen aus Spanien stammen aus Sklavenarbeit...
    Mich ernährt, was mich umgibt.

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  6. Also ich versuche seit einiger Zeit weniger Fleisch zu essen, da mein Partner damit auch begonnen hat. Ansonsten kaufe ich gerne und viel lose ein, um Plastik zu reduzieren. Dann versuche ich auch Wasser zu sparen beim Duschen und Spülen. Ich nutze auch hier teilweise feste Spülungen anstatt welche aus der bekannten Plastiktube.

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  7. Ich bin ein großer Fan davon (gerade am Anfang, weil das dann erst mal abschreckt) nicht unbedingt zu "verzichten", sondern lieber zu "ersetzen". Zum Beispiel der Klassiker: statt Plastikstrohhalme lieber welche aus Glas oder Edelmetall. Oder beim Einkaufen achte ich darauf möglichst wenig in Plastik verpackte Lebensmittel zu kaufen und ich ziehe den Mais im Glas dem Mais in der Dose vor. Ansonsten kaufe ich Kleidung meist nur noch Second Hand, was auch sehr gut funktioniert und man spart dabei meist sogar noch. Im Badezimmer habe ich auch viele Produkte durch die "nachhaltige Version" ersetzt. Zum Beispiel ein festes Shampoo, statt Shampoo aus der Plastikflasche. Ein seifenfreies Waschstück, statt dem Duschgel in der Plastikflasche. Wattestäbchen mit Karton- statt Plastikstäbchen. Deocremes oder Deos im Glas- Zerstäuber, statt Roll- Ons oder gar Sprühdeos aus der Dose.
    Ich finde, alles in allem, sind es einfach die kleinen Dinge, mit denen wir anfangen und schon einen Unterschied leisten können.
    Wenn es ums Verzichten geht kann ich mich den Anderen nur anschließen: Kein, oder wirklich wenig Fleischkonsum machen einen großen Unterschied. Auch Fliegen ist für mich etwas, das ich nur machen würde, wenn es nicht anders geht.

    editiert am 8.10.20 um 02:02

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  8. Die Devise "ersetzen statt verzichten" finde ich auch super! Es ist im Alltag einfach viel praktikabler. Vor allem, wenn man am Anfang steht und gar nicht so recht weiß, wo man anfangen soll.

    Metallstrohhalme haben auch in meiner Wohnung schon Einzug gefunden. Außerdem habe ich bereits ein paar Verpackungsfreie Läden in meiner Stadt ausfindig gemacht, in denen ich regelmäßig einkaufen gehe. Jedoch schaffe ich es trotzdem nicht alles dort einzukaufen. 
    Vor allem auf Kurzstreckenflüge oder Ausflüge mit dem Auto zu verzichten fällt mir sehr schwer...
    Aber ich bin dem Thema sehr achtsam gegenüber und möchte in Zukunft versuchen gute Lösungen zu finden.

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  9. Hallo,
    Zum Einen versuche ich weniger Fleisch zu konsumieren und weniger neue Klamotten zu kaufen. Im Endeffekt haben wir ja doch meistens einen vollen Kleiderschrank..

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  10. von SustainableMicha, 08.10.20 um 02:15Ich bin ein großer Fan davon (gerade am Anfang, weil das dann erst mal abschreckt) nicht unbedingt zu "verzichten", sondern lieber zu "ersetzen". 

    Nach der Devise bin ich auch vorgegangen. So fällt die Umstellung viel leichter. 
    Außerdem hat es mir geholfen in Bereichen anzufangen, wo die Überwindung gering war. Das war bei mir vor allem das Bad. Da habe ich z. B. meinen Rasierer durch einen Rasierhobel getauscht (und bin super begeistert, weil der viel besser rasiert), eine Holzzahnbürste gekauft und Duschgel, Shampoo und Handseife durch feste Seifen ersetzt.

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