Dieses Team erlebt in Ghana, wie Fairtrade eine ganze Region verändert

Promo – 1 Million Ananas, 40'000 Mangobäume und 9 Tage in Ghana haben Melanie, Kim, Julie, Shahriar und Nicolas um viele Erfahrungen reicher gemacht. Sie erzählen, wie fair produzierte Früchte die Menschen und ihr Zuhause verändern.

Shahriar, Melanie, Kim, Julie und Nicolas besuchen Fairtrade-Plantagen in Ghana. Foto © zVg
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«Im Rahmen unserer Ghana-Reise besuchten wir als «Taten-statt-Worte»-Scouts zwei Firmen, welche Coop mit Frisch- und Trockenfrüchten beliefern: HPW fresh & dry bezieht Mangos, Ananas und Kokosnüsse von lokalen Bauern und verarbeitet diese zu Trockenfrüchten. Blue Skies hingegen fokussiert sich auf die Produktion von frisch geschnittenen Früchten. Doch eines haben sie gemeinsam:

Beide Firmen sind Fairtrade zertifiziert, wodurch ihre Produkte das Max Havelaar Label tragen. Doch werden diese Früchte wirklich so fair gehandelt, wie es Coop verspricht? Und was genau steckt hinter Fairtrade? Dem wollten wir in Ghana auf den Grund gehen:

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Dieses Team erlebt in Ghana, wie Fairtrade eine ganze Region verändert

Die «Taten statt Worte»-Scouts müssen sich auf der Ananasplantage in Ghana erstmal zuerecht finden. Foto © zVg

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Damit die Firma und ihre Produkte von Max Havelaar zertifiziert werden, muss der gesamte Aufbereitungsprozess unter fairen Bedingungen verlaufen. Ein umweltschonender Anbau gehört genauso dazu, wie das Verbot von gentechnisch manipuliertem Saatgut. Mitarbeitende profitieren von einem fairen Mindestlohn und geregelten Arbeitsbedingungen, um nur zwei der unzähligen Fairtrade-Standards zu nennen.

Medizinische Versorgung und Lesepausen

Als nachhaltiges Unternehmen gehen HPW fresh & dry sowie Blue Skies aber noch einen Schritt weiter: Ihre Mitarbeitenden erhalten ein tägliches Mittagessen, den Transfer und medizinische Versorgung kostenlos zur Verfügung gestellt. Blue Skies möchte ihre Angestellten darüber hinaus dazu motivieren, mehr zu lesen. Hierfür bietet die Firma den Mitarbeitenden eine Bibliothek und gratis Internetzugang während den Pausen an.

Stillen während der Arbeitszeit

Kaufen Sie ein Fairtrade zertifiziertes Produkt, wird ein Teil des Kaufpreises als sogenannte Fairtrade Prämie vor Ort für soziale und ökologische Projekte eingesetzt, die Gemeinden und ganze Regionen nachhaltig entwickeln. Den Bau von neuen Schulen oder medizinischen Einrichtungen: Jedes Jahr entscheidet eine Gruppe aus gewählten Mitarbeitenden und Bauern, für was die Prämien eingesetzt werden.

Nachhaltigleben

In der Schweiz vergibt die Max-Havelaar-Siftung das Fairtrade-Label. Deshalb steht auf den bekannten Logos der Name der Non-Profit-Organisation mit drauf. Die Stiftung wurde 1992 von den Schweizer Hilfswerken Brot für alle, Caritas, Fastenopfer, HEKS, Helvetas und Swissaid gegründet.

Das Team besucht die Schule vor Ort. Foto © zVg

Ein Kindergarten, welcher zurzeit in direkter Nähe zu HPW fresh & dry erbaut wird, ist nur eines der Projekte, welches wir auf unserer Reise besuchen durften. Dieser kommt vor allem den Müttern im Betrieb zu Gute: Zu Fuss können sie ihre Kinder in den Pausen besuchen und sie auch während der Arbeitszeit stillen.

Mit der Initiative «Taten statt Worte – Stories» schickt Coop jedes Jahr  Scouts auf eine abenteuerliche Reise zu verschiedensten Nachhaltigkeits-Projekten in der Schweiz und im Ausland, um hinter die Kulissen zu blicken. Das Scout-Team reiste letzten Monat auf die Fluonalp und im Herbst nach Indien, um dort mehr über Fairtrade-Bio-Baumwolle zu erfahren. Jugendliche und junge Erwachsene können sich für die einmaligen Reisen bewerben und erhalten mit etwas Glück und der richtigen Motivation einen Platz im Scout-Team.

Das grosse Fairtrade-Special

Nicht ganz Bio

Auch wenn die Förderung des Bio-Anbaus zu den Zielen von Max Havelaar gehört, bedeutet Fairtrade nicht automatisch Bio. Prince Oduum, dessen Bio-Ananas Plantage wir besichtigt haben, hat uns dies näher erläutert. Eine Bio-Ananas braucht, im Gegensatz zu einer Konventionellen, 3 bis 6 Monate länger, um zu reifen. Dazu kommt, dass auf den Einsatz von chemischen Pestiziden oder Reifungsmitteln verzichtet wird. Als Alternative verwenden gewisse Bio-Bauern beispielsweise biologische Hormone, um zu gewährleisten, dass alle Früchte gleichzeitig reifen. 

Nachhaltigleben

Jeder Betrieb und Bauernhof wird einmal jährlich kontrolliert. Foto © zVg

Kontrolle garantiert Fairness

Ein Audit kontrolliert mindestens einmal jährlich, ob alle Bedingungen der Zertifizierung eingehalten werden. Ist dies nicht der Fall, müssen sie die Abweichungen, in einem vorgegebenen Zeitraum, korrigieren.

Erneuerbare Energie zum Trocknen und Kochen

Auch die nachhaltige Produktion ist bei den Früchteproduzenten ein grosses Thema: HPW fresh & dry deckt bereits 95 Prozent ihres Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen wie Solarenergie. Aus Restabfällen, die bei der Produktion entstehen, wird Biogas und Wärmeenergie gewonnen, die dann zum Trocknen der Früchte oder zum Kochen verwendet wird. Die sorgfältige Abfalltrennung, die leider in Ghana noch zu wenig Anerkennung findet, ist für die beiden Firmen bereits eine Selbstverständlichkeit.

Der Strom für die Produktion stammt grösstenteils aus erneuerbaren Energien. In der Fabrik herrschen strenge Hygiene-Vorschriften. Foto © zVg

Nachhaltigkeit – ein umfangreiches Thema, dass, dank dieser Reise nach Westafrika, noch lange in unseren Köpfen verweilen wird. Mit einem Rucksack voller Eindrücke geht es nach Hause. Was bleibt, ist die Erinnerung, dass uns die Menschen, trotz Armut, immer herzlich und voller Lebensfreude begegnet sind. Umso wichtiger erachten wir die Projekte, die schon so viele Leben bereichert haben – Und doch braucht es noch mehr Taten. Was wir also mitnehmen auf unserem Weg zurück in die Schweiz? Wenn wir bewusster wählen – bewusster konsumieren, können wir mit nur kleinen Verhaltensänderungen bereits Grosses auf der ganzen Welt bewirken.»

Dieser Artikel entstand mit Unterstützung der Coop-Nachhaltigkeitsinitiative «Taten statt Worte». Coop bietet mit über 950 Max Havelaar-Produkten das grösste Fairtrade-Sortiment der Schweiz. Im Rahmen von «Taten statt Worte – Stories» erhalten Jugendliche die Gelegenheit, Nachhaltigkeits-Projekte von Coop zu besuchen. Auf ihren Social Media-Kanälen können Interessierte, die Videos und Blog-Beiträge der Scouts live mitverfolgen.

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