Vegane Desserts: Schoko-Muffins und Apfelkuchen mit Streuseln

Ob man sich nun vegetarisch, vegan oder einfach nur ab und an mal ohne tierische Produkte ernähren möchte, Verzicht bedeutet das nicht. Gerade in der Küchendisziplin «vegane Desserts» ist Vieles möglich ohne auf Genuss zu verzichten. Ein fruchtig-leckerer veganer Kuchen und unwiderstehliche vegane Muffins, bei denen nicht an Schokolade gespart wird.

Vegane Desserts: Vegane Muffins und Kuchen
Vegane Desserts unterscheiden sich häufig nicht von konventionellen. Bei unseren Rezeptideen haben wir nur Kleinigkeiten ausgetauscht, schon kann ein veganer Kuchen oder vegane Muffins mit einer Extra-Portion Schokolade gezaubert werden. Foto: bhofack2, iStock, Thinkstock
  • 1

Vegane Desserts kommen ohne jegliche tierischen Inhaltsstoffe aus. Butter wird durch Margarine ersetzt, Geliermittel wie Blattgelatine durch zahlreiche pflanzliche Bindmittel. Statt einer süssen Vollmilchschokolade gibt es einfach die milchfreie Variante mit besonders viel gesundem Kakao. Aber das sind nur ein paar Möglichkeiten, um vegane Desserts zuzubereiten.

Vegane Muffins: Verführung für Schokoladenfans

Die meisten Muffins, ob als vegane oder konventionelle Variante, sind einfach herzustellen und trotzdem genial im Geschmack. Da können Früchte das Ganze richtig aufpeppen oder, wie in diesem veganen Muffin, eine Hand voll Schokolade. Und da die süsse Verführung laut einer europaweiten Studie zu Schokolade in kleineren Mengen ja auch gar nicht dick machen soll, heisst es Naschen erlaubt!

Für etwa 28 vegane Muffins, die man toll zwischendurch als kleine Auszeit vom Alltag, beim Kaffeeklatsch mit Freunden oder als veganes Dessert essen kann, sind folgende Zutaten nötig:

Je 380 g Mehl und Zucker, 50 g Kakaopulver, 20 g Backpulver, eine Prise Salz, 150 ml neutrales Öl, 400 ml Wasser sowie etwa 50 g klein gewürfelte Schokolade.

Die Zubereitung der veganen Muffins ist einfach: Alle Zutaten, bis auf die Schokoladenwürfel, in einer Schüssel gut miteinander verrühren, in kleine Backförmchen oder eine spezielle Muffinbackform füllen, die Schokowürfel darübergeben und einen Moment stehen lassen. So können diese in das vegane Dessert noch etwas einsinken. Nun einfach bei 200 Grad Ober- und Unterhitze für etwa 25 Minuten backen. Abkühlen lassen und geniessen. In einer Dose mit Deckel lassen sie sich ideal ein paar Tage aufbewahren.

Veganer Kuchen mit knusprigen Apfel-Streuseln

Eine Backbloggerin empfiehlt auf TinesveganeBackstube.de einen veganen Kuchen mit Apfel-Sauerkirsch-Füllung und knusprigen Streuseln. Ist gerade keine Kirschsaison, dann kann man auf eingekochte Kirschen zurückgreifen oder diese durch noch mehr Äpfel ersetzen. Der Kuchen schmeckt als klassischer Blechkuchen, kann aber auch in einer kleinen Springform als veganes Dessert gebacken werden. Für eine 26er Springform sind folgende Zutaten nötig:

Vegane Desserts: Vegane Muffins und Kuchen

Wer es puristischer mag, der macht aus dem veganen Apfelkuchen einen Apfel-Crumble, der sich wunderbar mit saisonalem Obst variieren lässt.    Foto: AngelaGr, iStock, Thinkstock

230g Mehl, 120g Margarine, 100g Zucker, 10g Vanillezucker, 1/2 Packung Backpulver, 180ml Wasser, 1 Prise Salz, Saft einer Zitrone, 1 grosser Apfel, 1 Glas Sauerkirschen. Für die Streusel sind 200 g Mehl, 120 g Margarine und 80 g Zucker nötig.

Die Zubereitung des fruchtig-veganen Kuchens: Zunächst die Zutaten für die Streusel gut miteinander vermengen, bis die gewünschten Streusel entstehen und diese in einer Schüssel zur Seite stellen.

Alle Zutaten für den Teig dieses veganen Desserts – ausser dem Obst – miteinander vermengen und glatt rühren.

Äpfel schälen bzw. Kirschen abgiessen ( frische im Sommer entkernen) und das Obst in feine Streifen schneiden. Den Teig für den veganen Kuchen in die Springform geben, Äpfel und Kirschen darauf verteilen und mit Streuseln bedecken. Nun noch bei 180 Grad Umluft für 45 bis 55 Minuten, abhängig vom Backofen, fertig backen.

Variante des veganen Kuchens: Apfel-Kirsch-Crumble

Wer es fruchtiger mag, der lässt einfach den Teig weg, macht doppelt so viele Streusel und gibt das Obst in eine Auflaufform. Nun nur noch die Streusel darüber, etwa eine halbe Stunde bei gleicher Hitze wie den Kuchen backen (bis die Streusel goldbraun sind), fertig ist ein köstliches veganes Dessert.

Vegan oder nicht: Gesunde Alternativen für Zucker, Vanillezucker und Margarine

Ob nun vegan oder nicht, raffinierter Zucker ist nicht gerade die allerbeste Wahl. Er kann durch vitamin- und mineralstoffreichen, unraffinierten, braunen Rohrzucker ersetzt werden oder durch den leider noch selten erhältlichen Kokosblütenzucker. Dieser wird aus dem Nektar der Kokosblüte hergestellt und beeinflusst den Blutzuckerspiegel (Glykämischer Index) kaum. Daher soll er gut für die schlanke Linie und auch für Diabetiker geeignet sein. Zudem ist dieser ebenfalls unraffinierte Zucker reich an B-Vitaminen, Vitamin C, Spurenelementen und wertvollen Aminosäuren.

Anstatt im veganen oder auch anderen Dessert künstliches Vanillearoma in Form von Vanillin zu verwenden, kann man das Ganze mit echter Vanille ganz einfach selber machen. Dafür ausgeschabte Schote in ein Schraubglas geben, Zucker drüber und einige Zeit ziehen lassen. So hat der Zucker eine herrliche, rein natürliche Vanillenote.

Margarine, die Alternative für vegane Kuchen und Co., besteht meist aus «pflanzlichem Fett». Dieses ist jedoch zum überwiegenden Teil aus Palmöl, dessen Anbau sehr umstritten ist. Mehr zum Billigfett Palmöl. Doch, es gibt auch nachhaltige Alternativen in Sachen Margarine: Aus reinem Rapsöl oder aus Soja-Kokosölen.

Quellen: Chefkoch.de, essen-und-trinken.de, mehr-als-rohkost.de, TinesveganeBackstube.de, Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann