Vegan ernähren ist nicht zwingend gesünder

Vegane Produkte sind immer beliebter, weil sie gesund wirken. Dabei finden sich darin oft Zusätze, die alles andere als natürlich sind, wie eine aktuelle Untersuchung beweist.

Vegan ernähren: Ein ungesunder Trend?
Sojamilch wird gerne als veganer Ersatz für Kuhmilch verwendet. Foto: © Jupiterimages / Creatas / Thinkstockphotos.
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Das vegane Lebensmittelsortiment nimmt stetig zu. Neben der klassischen Sojamilch findet man heute auch Bratwurst aus Tofu oder Chicken Nuggets aus Weizenprotein. Was sich zunächst gesund anhört, muss aber nicht auch so sein. Ein aktueller Marktcheck der Verbraucherzentrale Hamburg deckt auf, dass vegane Produkte oft schlecht oder falsch deklariert sind und einige sogar schädliche Zusätze enthalten.

Für ihre Untersuchung prüfte die Verbraucherzentrale 20 vegane Fertigprodukte auf ihren Inhalt. Neben zu viel Fett und Salz fanden sich dabei auch grössere Mengen an Zusatzstoffen und Aromen. Diese wurden vor allem in den veganen Alternativen zu Fleisch, Wurst und Käse gefunden. Grund für die Beimischung ist hier dem Imitat einen möglichst authentischen Geschmack zu geben.

Gütesiegel helfen kaum bei der Auswahl

Eines der Probleme ist laut Verbraucherzentrale, dass es für vegane Lebensmittel noch kein einheitliches Gütesiegel gibt. Der bisher bestehende Label-Dschungel verwirrt eher als zu helfen. So gibt es neben wenigen verlässlichen Siegeln auch Hersteller, die den Aufdruck beliebig gestalten und ein Produkt als vegan verkaufen, obwohl es zum Beispiel tierische Bestandteile wie Gelatine enthält.


Quellen: vzhh.de, spiegel.de, taz.de, bag.admin.ch
Autor: Cristina Bürgi