Tiefkühlkost besser als ihr Ruf

Tiefgekühlte Lebensmittel schaden dem Klima weniger, als bisher angenommen. Sie belasten die Umwelt kaum mehr als vergleichbare Produkte in Dosen oder Gläsern, so das Fazit einer Studie.

Mögen es schön kalt: Tiefkühlerbsen
Auch nicht wesentlich klimaschädlicher als aus der Dose: Tiefkühlerbsen. Foto: © Hemera / Thinkstock
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Tiefkühlkost gilt wegen seiner aufwendigen Lagerung als besonders klimaschädlich. Eine Studie des Öko-Instituts Freiburg und des Deutschen Tiefkühlinstituts kommt nun jedoch zu dem Schluss, dass das Kühlen während des Transports und des Lagerns kaum ins Gewicht fällt bei der CO2-Bilanz eines Lebensmittels. Bei einer Tiefkühlpizza sind es zum Beispiel nur etwa sechs Prozent des gesamten von Produktion bis Verzehr verursachten CO2.

Deshalb folgert der an der Studie beteiligte Klimaexperte Carl-Otto Gensch, «dass die Klimabilanzen von Tiefkühlkost und ihren Vergleichsprodukten auf einem Niveau sind». Tiefkühlkost lässt sich so mit Lebensmitteln aus der Dose oder Gläsern vergleichen, die ebenfalls mit relativ hohem Energieaufwand hergestellt und entsorgt werden. 

Dass Lebensmittel gefroren sind, spiele laut Gensch jedenfalls keine so grosse Rolle. Ob ein Gericht das Klima mehr oder weniger belaste, hänge neben der Herstellung vielmehr davon ab, welche Zutaten enthalten seien und wie klimafreundlich es in der heimischen Küche gelagert und zubereitet wird.

Quelle: scienexx.de

Text: Leena Heinzelmann

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