Zimt als Heilmittel? Das Gewürz kann die Gesundheit fördern

Es ist das winterliche Gewürz schlechthin, für bestimmtes Gebäck oder Fleischgerichte wird es aber auch ganzjährig genutzt. Doch die Würze kann mehr als nur gut schmecken, denn Zimt ist auch bekannt für seine Wirkung auf die Gesundheit.

Gesunder Zimt: Seine Wirkung auf Wohlbefinden und Krankheiten
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Diese Wirkung auf die Gesundheit hat Zimt

Orientalische Gerichte, aber auch jene aus der indischen Küche sind oftmals gut bekömmlich. Bei der einen oder anderen Mahlzeit mag dies an der positiven Wirkung von Zimt liegen, der diesen Gerichten den letzten Pepp verleiht. Denn Zimt ist etwa in Curry-Mischungen enthalten oder einem Klassiker der orientalischen Küche, der Würzmischung Ras-el-Hanout. Nicht nur darin hat Zimt eine positive Wirkung auf die Verdauung, die bereits in Studien belegt wurde. Zudem verhindert Zimt ein lästiges Völlegefühl, mildert leichte Magen-Darm-Beschwerden und hemmt Blähungen.

Zimt ist auch gesund, da es den Appetit anregt, wie ebenfalls in Untersuchungen bewiesen werden konnte. Dagegen nicht eindeutig belegt, aber aus volksmedizinischer Sicht bekannt, hat Zimt eine positive Wirkung bei Durchfallerkrankungen, die mit dem natürlichen Heilmittel weniger schlimm verlaufen. Auch Menstruationsbeschwerden kann Zimt abmildern, sowie Pilzerkrankungen an den Füssen helfen zu heilen. Ein Extrakt aus Zimt scheint darüber hinaus Fussgeruch zu minimieren. Heute gibt es im Handel zimtgetränkte Schuheinlagen, die üblem Geruch den Kampf ansagen sollen.

Wirkung von Zimt: Wird es zur Hilfe bei Diabetes?

Diabetes ist eine Zivilisationskrankheit, von der immer mehr Menschen betroffen sind. Doch derzeit wird getestet, ob Zimt durch seine besondere Wirkung etwas dagegen ausrichten kann. Tatsächlich scheint sich Zimt positiv auf den Haushalt des Hormons Insulin auszuwirken, was Diabetikern das Leben erleichtern könnte. Allerdings wurde dies noch nicht in representativen Studien bewiesen. Es ist zudem noch unklar, wie der menschliche Körper auf dauerhaft hohe Zimteinnahmen reagiert. Ein guter Grund für die Deutsche Diabetes Gesellschaft, Betroffenen vorerst davon abzuraten, bereits erhältliche Zimtkapseln für die Diabetes-Therapie zu verwenden.

Nicht immer ist Zimt gesund

Leider ist Zimt nicht gleich Zimt und das schlägt sich auch bei seiner gesundheitsfördernden Wirkung nieder. Denn wie gesund Zimt ist, hängt auch davon ab, wie viel Cumarin er enthält. Mehr dazu  in dem Beitrag Ungesunder Zimt: Zu viel Cumarin kann ihn schädlich machen.

Tipp für Zimt in der Küche: Weniger ist mehr

An Zimt scheiden sich oft die Geschmäcker, entweder man mag das Gewürz, oder eben nicht. Das Geheimnis des Geschmacks liegt hier nicht in der grosszügigen Verwendung, sondern in geringen Dosen. Zum Würzen sollte es nur eine Prise sein, nicht mehr. Damit kann man Wild- oder Lammgerichte würzen, einer Tomatensauce den letzten Kick verleihen und einer Süssspeise die ganz besondere Note geben.

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann