10 heimische Superfoods, die so richtig fit machen

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Superfoods enthalten richtig viele wertvolle Nährstoffe. Besonders beliebt unter den sehr gesunden Lebensmitteln sind jedoch oft die weit gereisten, wie Chia-Samen oder Goji-Beeren. Dabei hat es durchaus auch regionale Superfoods. Hier unsere Top ten.

Die Top 10 der Superfoods aus der Schweiz
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Leinsamen: Superfood mit gesunden Fetten

Leinsamen werden aus Flachs gewonnen, der in Europa und der Schweiz lange Zeit eine der wichtigsten Nutzpflanzen darstellte. Aus den Fasern wurden Stoffe gewonnen und die Leinsamen waren schon früher sehr beliebt für Müsli oder Brot. Zum Superfood wird Leinsamen unter anderem aufgrund des hohen Gehalts an gesättigten Omega-3-Fettsäuren, die das Herz-Kreislauf-System schützen und Blutfettwerte senken können.

Zudem bieten Leinsamen viel Fol- und Panthothensäure, die beide gut für schöne Haut und Haare sind, letzteres soll sogar Akne mildern. Ein weiterer wertvoller Stoff des Superfoods sind Lignane. Dabei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die vor Krebs schützen sollen. Darüber hinaus sind Leinsamen übrignens etwa um ein Drittel günstiger als zum Beispiel Chia.

Tipp: Die volle Superfoods-Power des Leinsamens kann man sich auch mittels dem regelmässigen Gebrauch von Leinsamenöl sichern. Das leicht nussige Öl ist allerdings nicht sehr lange haltbar, wenn es einmal geöffnet wurde.

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Superfood mit Farbe: Die knallroten Randen haben es in sich

Randen sind ein gutes Beispiel dafür, dass Superfoods auch regional produziert werden und dabei nicht teuer sein müssen. Die Rote Beete besitzt einen hohen Eisengehalt und ist daher besonders geeignet, um die roten Blutkörperchen zu vermehren. Die Vielfalt am sekundären Pflanzenstoff Betain schützt ausserdem das Herz sowie die Blutgefässe. Schwangeren helfen die Randen zudem dank der Folsäure neue Zellen zu bilden.

Das Beste an der Rande: Sie ist auch im Winter noch frisch erhältlich und lässt sich vielfältig in der Küche verwenden. Eine feine Köstlichkeit ist etwa Borschtsch, eine der bekanntesten Suppen mit dem Superfood. Dafür schälen Sie 2 festkochende Kartoffeln sowie 6 frische Randen und schneiden Sie beide zusammen mit 250g Chabis in Stücke.

Nehmen Sie einen grossen Topf, in dem Sie 1 gehackte Zwiebel mit etwas Öl rösten. Geben Sie das vorher zubereitete Gemüse dazu, sowie zu passender Saison auch 2 Tomaten, im Winter lassen Sie diese einfach weg. Optional können Sie noch eine beliebige Menge an Rindfleisch in Streifen schneiden und mitkochen. Mit 500ml Bio-Gemüsebrühe auffüllen.

Mit Salz und Pfeffer würzen und die Suppe ungefähr 30 Minuten bei niedriger Temperatur köcheln lassen. Wer Stücke in der Suppe haben möchte, kann etwas von dem Gemüse herausnehmen und den Rest mit einem Mixstab pürieren. Danach die Gemüsestücke wieder dazugeben und alles nochmal kurz aufkochen. Optional mit etwas Zitronensaft, Crème fraîche und Dill abschmecken und servieren. Foto: © YelenaYemchuk / iStock / Thinkstock

Im Beitrag «Ran an die Randen: Rezepte für die rote Power-Rübe» finden Sie weitere Ideen, wie Sie das Superfood in der Küche verarbeiten können.

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Superfood Sauerkraut: Vitamine und Milchsäure stärken Abwehr

Sauerkraut ist ein weiterer Star unter den Superfoods aus der Schweiz. Kraut und Salz, mehr ist in der ursprünglichen Haltbarmachung nicht nötig, um sich auch im Winter mit den Vitaminen A, B und C, vielen Mineralien sowie wertvollen Milchsäurebakterien zu versorgen.

Milchsäurebakterien sind deshalb vorteilhaft, weil sie das Sauerkraut nicht nur natürlich haltbar machen, sondern zudem für eine gesunde Darmflora sorgen. Selbst wenn diese geschädigt ist, etwa durch Antibiotikaeinnahme, kann Sauerkraut hier eine schonende Verbesserung herbeiführen.

Jetzt wird es bunt: Diese Superfoods bringen Farben auf den Teller

Die heimischen Superfoods gehen weiter bei allen dunklen Obst- und Gemüsesorten. Weit oben auf der Liste sind die Randen oder Rote Beete. Sie liefern uns mit dem dunklen Farbstoff Betain -  auch in Brombeeren oder Schwarzen Johannisbeeren zu finden – einen Radikalenfänger der Gruppe Anthocyane, der gesund für das Herz-Kreislaufsystem ist und vor Krebs schützt.

Betain regt ausserdem die Verdauungssäfte an, schützt die Leber, wirkt sich positiv auf die Galle aus und soll sogar für gute Laune sorgen. Ebenfalls enthaltene Flavonoide, die das Immunsystem stärken, gehören gleichermassen zu den wichtigen Antioxidantien in der Rande. Vitamin B, Eisen, Folsäure und Kalium sind zudem in gesundheitsfördernder Menge in dem roten Superfood vorhanden.

Ebenfalls wertvolle Anthocyane enthalten Heidelbeeren. Dazu hat dieses Superfood viel Vitamin C, B-Vitamine und einige gesunde Gerbstoffe, die leichten Durchfall mildern und entzündungshemmend wirken, etwa bei Halsschmerzen. Weitere Inhaltsstoffe sollen dafür sorgen, dass Cholesterin wie Blutzuckerwerte gesenkt werden.

Superfoods mit Vitamin C die Apfel und Zitrone blass aussehen lassen

Die wegen ihres Vitamin-C-Gehalts beliebten Zitronen oder Äpfel können nicht mithalten, wenn man sie mit der Hagebutte vergleicht. Das Superfood bietet nach der Acerola-Beere am zweitmeisten Vitamin C unter allen bekannten Lebensmitteln.

Selbst verarbeitet ist noch genügend Vitamin C enthalten, wobei die Scheinfrucht sanft getrocknet am meisten des Antierkältungs-Vitamins beibehalten kann. Ebenfalls in dem Superfood stecken Flavonoide, Calcium, B-Vitamine und Vitamin K. In der Heilpflanzenkunde wird Hagebutte bei Entzündungen verwendet wie Bronchitis und sie soll nach einem trüben Winter die Frühjahrsmüdigkeit vertreiben.

Die leuchtend orangefarbenen Früchte des Sanddorns sind ein weiteres Lebensmittel aus der Superfoods-Liste. Bereits im Mittelalter von Hildegard von Bingen angewandt ist die Frucht ebenfalls einer der besten Vitamin-C-Spender. Darüber hinaus enthaltene Vitamine: E, K und Provitamin A, das auch als Schönheitsvitamin bekannt ist.

Zusammen mit seinen wertvollen ungesättigen Fett- und Aminosäuren ist Sanddorn nicht nur zum Essen, sondern auch in der Hautpflege gut einsetzbar. Man kann aus den Kernen der Frucht ein Öl für eine tolle Hautpflege pressen und sogar bei der Wundheilung oder Sonnenbrand soll die Creme aus dem Superfood sehr hilfreich sein.

Der Honig als erstklassiges einheimisches Superfood

Auch Honig kann zu den Superfoods der Schweiz gezählt werden. Das Werk fleissiger Bienen enthält über 200 Inhaltsstoffe und kommt mit vielen gesundheitsfördernden Eigenschaften daher. Warum Honig so gesund ist, erklärt der Beitrag Gesunder Honig: Seine Inhaltsstoffe lindern viele Beschwerden.

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann