Ingwertee: Wie gesund er ist und wie Sie ihn selber machen

Ingwertee hilft bei Beschwerden wie Erkältung, Übelkeit, Schmerzen oder Entzündungen. Wie Sie die gesunde Wurzel nutzen und Ingwertee selber machen, damit er seine Wirkung entfalte.

Ingwertee: Wirkung und Rezept zum Selbermachen
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Als Hausmittel bei Erkältung ist Ingwertee bei vielen die Nummer 1. Doch auch bei Schmerzen oder Verdauungsbeschwerden und Übelkeit entfaltet das heisse Getränk seine Wirkung. Und sogar beim Abnehmen soll der frisch aufgebrühte Tee aus der gesunden Wurzel helfen.

Die gesunden Inhaltsstoffe der Wurzel

Insbesondere der heisse Aufguss aus Ingwerwurzel wirkt in mehrfacher Weise positiv auf unseren Körper, denn Ingwer enthält jede Menge wertvoller Inhaltsstoffe, von denen etwa 160 heute bekannt sind.

Nebst Mineralien wie Eisen, Kalzium und Kalium enthält die Ingwerwurzel auch verschiedenste Vitamine und ätherische Öle. Doch es sind in erster Linie die Scharfstoffe, besonders Gingerol, Zingiberol, Borneol und Shoagol, die sich positiv auf die Gesundheit und unseren Körper auswirken. Sie verleihen dem frischen Ingwer übrigens auch seinen typischen erfrischend scharfen Geschmack, der sich auch im Tee wiederfindet.

Die Wirkung von Ingwertee: Deshalb ist er so gesund

  • Husten, Erkältung und Grippe

Ingwer kann die Symptome von Erkältungskrankheiten lindern und die Heilung beschleunigen. Die Scharfstoffe bringen unseren Körper zum Schwitzen und wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd. Zudem wirkt Ingwer schleimlösend. Daher ist der frisch aufgebrühte Tee bei Erkältungen, insbesondere bei Husten und Bronchitis wohltuend und lindern.

Tipp: Bei ersten Anzeichen einer Erkältung wie dem typischen Kratzen im Hals, sollten Sie Ingwertee trinken, denn die Scharfstoffe wie Gingerol und Shogaol stärken unsere Schleimhäute im Mund und Rachen gegen Viren und Bakterien.

Hier geht's zum Rezept für Ingwertee bei Erkältung.

  • Verdauungsbeschwerden

Ingwer als Ingwertee getrunken wirkt sich positiv auf die Verdauung aus, da er die Speichel- und Magensaftproduktion anregt. Mit den Nebeneffekten dass er antimikrobiell wirkt und Appetitlosigkeit vertreibt. Der Grund: die Scharfstoffe sorgen dafür, dass mehr Verdauungsenzyme ausgeschüttet werden, was dem Magen-Darm-Trakt hilft.

  • Übelkeit und Erbrechen

Ingwertee ist zudem auch toll bei Übelkeit und Erbrechen, beruhigt den Magen selbst vorbeugend oder bei akuter Reisekrankheit. In der Phytotherapie wird Ingwer sogar bei Magenerkrankungen wie Gastritis eingesetzt.

Hier geht's zum Rezept für Ingwertee gegen Verdauungsbeschwerden und Übelkeit.

  • Schmerzen und Entzündungen

Einmal mehr sind es die enthaltenen Scharfstoffe, die Muskelkater-Schmerzen, leichte Kopfschmerzen und andere Schmerzen lindern können. Denn ihre Wirkung ist die gleiche, wie bei Acetylsalicylsäure, die in vielen Schmerzmitteln genutzt wird. Deshalb nennt man Ingwer im Volksmund auch das «Aspirin der Natur». Nachgewiesen ist zudem, dass Ingwer sogar Entzündungen wie Rheuma und Arthrose mildern kann.

  • Menstruationsbeschwerden

Das Journal of Alternative and Comlemetary Medicine, hat eine Studie publiziert, wonach Ingwer und Ingwertee auch bei Menstruationsbeschwerden helfen.

  • Abnehmen

Die Scharfstoffe im Ingwer sorgen nicht nur für den scharfen Geschmack der Knolle, sie kurbeln auch unseren Stoffwechsel an und lassen die Körpertemperatur steigen. Das wiederum verbraucht mehr Kalorien. Wer abnehmen will soll viel trinken, heisst es, da der Körper für eine gute Verdauung viel Wasser braucht. Das sorgt auch dafür, dass die Nieren Gift- und Schadstoffe besser ausscheiden. Kommt hinzu, dass Ingwer eine sättigende Wirkung hat, wie Forscher des New York Obesity Research Center und der Colombia Univerity in einer Studie herausfanden. Es kann also nie eine Tasse Ingwertee zu viel sein.

Ingwerwasser soll hier noch effektiver sein: Ein einfaches Rezept.

Zubereitung des Ingwertees

Egal für welches Rezept, wichtig ist: Je feiner der Ingwer geschnitten ist, desto besser lösen sich bei der Zubereitung des Tees die vielen gesunden Inhaltsstoffe und durch das Kochen lösen sie sich noch besser, als im ebenfalls gesunden Ingwerwasser.

Tipp: Ingwer immer erst kurz vor der Verwendung schälen, schneiden, reiben. Die wertvollen ätherischen Öle verflüchtigen sich schnell, auch über den austretenden Saft.

Ingwertee: Wirkung und Rezept zum Selbermachen

Foto: ©invizbk/ iStock / Getty Images PlusBildunterschrift

Rezepte für Ingwertee bei Erkältung

Zutaten

  • 1 l Wasser
  • 1 Daumengrosses Stück Ingwer
  • 0,5 TL Kardamon
  • Saft einer Zitrone
  • 1 EL Honig

Zubereitung

  1. Ingwer in feine Scheiben schneiden. Ganz frischen Ingwer mit einer glatten Schale und in Bioqualität müssen Sie nur sehr gut abwaschen. Schälen ist dann nicht nötig.
  2. Wasser aufkochen. Ingwer und Kardamon in das kochende Wasser geben und bei niedriger Hitze gut 8 bis 10 Minuten kochen lassen. (je länger desto schärfer wird der Tee.)
  3. Tee vom Herd nehmen. Ingwer absieben. Zitronensaft und Honig zugeben. Fertig ist der leckere Tee.

Rezept für Ingwertee bei Magenbeschwerden und Übelkeit

Zutaten

  • 1 L Wasser
  • 1 Daumengrosses Stück Ingwer
  • Optional Fenchelsamen und Kamillenblüten

Zubereitung

  1. Ingwer Schälen und in Scheiben schneiden
  2. Wasser aufkochen. Den Ingwer in einem Teekrug mit dem Wasser übergiessen und gut 15 bis 20 Minuten ziehen lassen. Fenchelsamen und Kamillienblüten helfen zusätzlich bei Übelkeit. Etwas Honig oder brauner Rohrzucker versüssen den Geschmack.
  3. Den leckeren Tee langsam aber noch heiss trinken.

Tipp: Wem es nicht zu viel Aufwand ist, reibt den Ingwer für den Ingwertee. So lösen sich die ätherischen Öle und Scharfstoffe besonders gut aus der Knolle.

Gewusst: Ingwer können Sie auch ganz einfach zu Hause oder im Garten anpflanzen. Und aus den Wurzeln Tee machen oder sie zum Würzen verwenden.

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