Powerobst Granatapfel: Darum sollten Sie ihn regelmässig essen

An den Inhalt des Granatapfels zu kommen, ist zwar etwas umständlich. Aber es lohnt sich, denn seine Kerne schmecken nicht nur so richtig erfrischend fruchtig. Sie haben auch eine gesunde Wirkung.

Gesunder Grantatapfel: Was ist drin und wie gesund ist seine Wirkung?
Foto: © GeorgeDolgikh / iStock / Thinkstock
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Besonders frisch und gesund ist der Granatapfel von Juni bis Dezember, dann wenn er in Marokko, Spanien oder Israel reif gepflückt wird. Näher an der Schweiz liegende Anbaugebiete gibt es leider kaum, daher sollte der Granatapfel wegen des langen Transportweges vielleicht nicht unbedingt täglich im Einkaufskorb landen. Gelegentlich bringt er aber eine schöne Abwechslung auf den Speiseplan.

Warum der Granatapfel so gesund ist

Der gesunde Granatapfel glänzt mit besonders viel Kalium, was ein ebenso wichtiger Nährstoff ist, wie das in dem Powerobst enthaltene Kalzium und Eisen. Dazu steckt der Granatapfel voller Vitamine, wie C oder auch B-Vitamine, weshalb er unter anderem eine positive Wirkung auf das Immunsystem hat.

Noch wichtiger für seine Wirkung sind jedoch die im Granatapfel enthaltenen Antioxidantien, sogenannte Polyphenole und Flavonoide. Diese findet man in dem gesunden Obst reichlich und sie sorgen, wie in anderen dunklen Früchten, für die markante Farbe der Granatapfelkerne.

Antioxidantien sind in gesundheitlicher Hinsicht sehr wertvoll, da sie grundsätzlich entzündungshemmend wirken, unsere Zellen vor freien Radikalen schützen und die Zellalterung reduzieren, was den Granatapfel auch gesund für die Haut machen soll. Weiterhin sollen die enthaltenen Antioxidantien unsere Blutgefässe vor Verkalkung schützen.

Studien beweisen gesunde Wirkung von Granatapfel

Tests ergaben, dass sich die Arteriosklerose genannte Verengung der Blutgefässe nach dem täglichen Genuss eines Glases Granatapfelsafts nicht weiter verschlechtert oder sogar zurückgehen kann. Der regelmässige Konsum von Granatapfel-Saft soll laut einer Untersuchung der Vanderbilt University weiterhin die Wahrscheinlichkeit an Alzheimer zu erkranken mindern.

Zudem gibt es zahlreiche kleinere Studien, die darauf hinweisen, dass der Granatapfel eine gesunde Wirkung bei diversen Krebserkrankungen hat. So unterstützen die roten Kerne offenbar geringfügig dabei, die gefährlichen Zellen bei Krebs an Prostata, Brust, Lunge, Haut und Darm schrumpfen zu lassen.

Tipp: So bekommen Sie die Kerne leichter aus der Schale

Ein hölzerner Kochlöffel kann hier behilflich sein. Einfach den Granatapfel vierteln und über einer Schüssel die Kerne aus der Frucht herausklopfen.

Nachhaltigkeitstipp: Exotische Früchte sind meist das ganze Jahr im Handel verfügbar. Für den besseren Durchblick, wann was frisch und zur richtigen Jahreszeit in der Obsttheke zu finden ist, hilft der Beitrag:  «Saisonkalender für exotische Früchte».

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann