Würze des Lebens: Welches Speisesalz ist das beste?

Es ist in jeder Küche im alltäglichen Gebrauch und trotzdem geben viele von uns dem Speisesalz kaum Beachtung. Dabei unterscheiden sich viele Salze sehr stark voneinander und die falsche Würze kann sogar der Gesundheit schaden.

Speisesalz: Welche Sorten es gibt und wie gut sie sind
Foto: © robynmac / iStock / Thinkstock
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Es verfeinert einen Grossteil der Gerichte, die durch unsere Küche gehen und gibt auch frischen Zutaten oft den letzten Pfiff. Darum lohnt es sich, genau hinzuschauen, welche Sorte Speisesalz man verwendet, gerade, weil günstige Salze durchaus ihre Nachteile haben.

Was im Speisesalz alles drin stecken kann

Gängigem Speisesalz werden wichtige Mineralien wie Magnesium, Kalium, Zink oder Selen in Aufbereitungsprozessen entfernt. Anschliessend wird das Salz gekocht und gereinigt, danach werden ihm wieder einige Mineralien künstlich zugesetzt. Hinzu kommen oft diverse Zusatzstoffe wie zum Beispiel Rieselhilfen, die das natürliche Verklumpen verhindern sollen, oder einige andere, teils gar nicht gesunde, E-Nummern.

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Nicht nur für Abenteuerlustige: Die «Black Pearl» bringt den Geschmack ferner Inseln

Auf der hawaiianischen Insel Molokai wird das schwarze Hawaii Salz hergestellt. Diese besondere Sorte nennt man auch «Lava-Salz» oder «Black Pearl». Durch Verdunstung reinen Meersalzes wird es aus gefiltertem Pazifikwasser gewonnen, danach mit Aktivkohle, Kurkuma und Taropulver veredelt. Aufgrund dieser Zusätze bildet sich denn auch die unverwechselbare dunkle Farbe.

Mit seinem leicht nussigen Geschmack passt es gut zu Meeresfrüchten und zu Fleisch. Neben dem feinen Aroma ist das schwarze Hawaii Salz wegen seiner antitoxischen und verdauungsfördernden Wirkung beliebt.

Eine weitere spezielle Salzsorte aus Molokai ist übrigens das rote Hawaii Salz. Die traditionelle Art erhält seine ungewöhnliche Farbe nach der Verdunstung aus der vulkanischen Tonerde namens Alaea. Es schmeckt mild salzig und leicht süsslich im Abklang. Foto: © Igor-V-Arefyev / iStock / Thinkstock

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Wie ein Blick auf die Liste bei Wikipedia zeigt, sind darunter Zusatzstoffe wie E 170 (Calciumcarbonat) und E 504 (Magnesiumcarbonat), die als unbedenklich und natürlich gelten. Aber es können auch aluminiumbasierte Rieselhilfen in Speisesalz stecken, wie E 559. Dieser Zusatzstoff kommt vermehrt in die Kritik, da er sich im menschlichen Körper ablagern und ihn auf Dauer stark schädigen können soll. Aluminium im Speisesalz, so Fachleute, könnte man durch einen leicht bitteren Geschmack des Salzes identifizieren.

Weitere Zugaben in Speisesalz sind unter anderem Jod oder Fluorid. Beide werden nach heutigem Stand oft als unnötige Zusatzstoffe kritisiert. Vielerorts wurde früher etwa zu wenig Jod über die Nahrung aufgenommen, darum hat man vor Jahrzehnten angefangen, dem Speisesalz diesen Stoff zuzusetzen. Heute gibt es diesen Zusatzstoff jedoch auch in anderen Produkten, so wird Jod etwa häufig Tierfutter untergemischt, das wir dann zum Teil beim Konsum tierischer Produkte mit aufnehmen. Auch Fluorid ist heute in vielen Lebensmitteln vorhanden, so dass die Aufnahme über Salz kaum nötig ist. Eine Überdosis ist bei beidem jedoch kaum möglich, auch wenn man damit versetztes Speisesalz verwendet. 

Auf Nummer sicher gehen: Speisesalz ohne Zusatzstoffe

Wer auf die ganzen Zusatzstoffe im Speisesalz verzichten möchte, kann auf andere, natürliche Salze setzen. Die sind zwar ein wenig teurer, aber dafür meist auch gesünder. Zudem schmecken sie besser und verfeinern unsere Speisen dadurch auf besondere Weise.

Welche Speisesalze was für Eigenschaften haben, ist weiter oben in der Bildergalerie anschaulich aufgezeigt. Wer dadurch neugierig wird, sollte sich einfach mal durch das grosse Sortiment probieren. Man merkt schnell, dass Speisesalz ganz unterschiedlich schmecken kann. Besonders, wenn man eigenes Kräutersalz entwirft. Wie Sie das ganz einfach selbst herstellen, erfahren Sie in dem Beitrag Kräutersalz selber machen für Ihre ganz persönliche Würzmischung.

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann

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