Pastinakensuppe: 3 feine Rezepte für den Herbst

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Pastinaken sind besonders vielseitig und lassen sich bestens als Suppe verarbeiten. Die drei liebsten Rezepte der Redaktion mit Ingwer, Kokosmilch oder auch Marroni finden Sie hier.

Pastinakensuppe: Rezepte mit Rüebli, Kokosmilch oder Marroni
Pastinaken sind gesunde Wurzeln, die bestens in Suppen passen. Foto: © vonEisenstein / iStock / Thinkstock

Das würzige Herbst- und Wintergemüse lässt sich ähnlich verarbeiten wie Kartoffeln. Vom Geschmack her erinnern Pastinaken jedoch eher an ihre Verwandten im Gemüsebeet: Petersilie, Fenchel und Sellerie. Diese Mischung gibt den Wurzeln ein würziges bis süssliches Aroma, das sich in allen drei Pastinakensuppen zeigt.

Rezept 1: Pastinakensuppe mit Rüebli und Ingwer

Zusätzlich zum Geschmack der Pastinaken bringt diese Suppe die Süsse von Rüebli und die Würze von Ingwer mit ins Rezept. So wird daraus ein ganz besonders feines Erlebnis.

Für 8 Portionen Pastinaken-Karotten-Ingwer-Suppe brauchen Sie:

1 kg Pastinake
4 Rüebli
¼ Sellerie-Knolle oder etwas Schnittsellerie/Staudensellerie
1,5 L Gemüse- oder Hühnerbrühe
1 daumengrosses Stück Ingwer
2 Knoblauchzehen
1 grosse Zwiebel
1 Schuss Rahm
Salz, Pfeffer, 2 EL gehackte Petersilie oder Koriandergrün
Olivenöl zum Anbraten

Pastinakensuppe mit Rüebli und Ingwer servieren Sie am besten mit etwas frischer Petersilie oder Koriander.

Pastinakensuppe mit Rüebli und Ingwer servieren Sie am besten mit etwas frischer Petersilie oder Koriander. Foto: © Mariha-kitchen / iStock / Thinkstock

Tipp: Für Stücke in der Suppe, vor dem Pürieren etwas Rüebli und Pastinake abschöpfen und später wieder zugeben. Dann aber eventuell entsprechend weniger Brühe zugiessen.

Alle Zutaten für die Pastinakensuppe schälen, Zwiebel, Knoblauch und Ingwer fein hacken, restliches Gemüse würfeln. Das Öl in einem grossen Topf erhitzen und das Gemüse darin unter gelegentlichem Rühren andünsten für etwa 10-15 Minuten.

Nun das Ganze mit der Brühe ablöschen und weitere 15-20 Minuten köcheln lassen. Wenn das Gemüse gar ist, einen Schuss Rahm zugeben, pürieren und abschmecken. Mit etwas gehackter Petersilie oder Koriander servieren. Eventuell mit warmem Wasser verdünnen, falls die Suppe zu dickflüssig ist.

Warum Pastinaken sehr gesund sind

  • Mit 59 Kcal pro 100 g ist sind Pastinaken relativ kalorienarm.
  • Sie liefern besonders viel Kalzium, Kalium und Phosphor.
  • Eine Pastnake enthält immerhin 18 mg/100 g Vitamin C.
  • Weil sie einen geringen Nitratgehalt aufweist, ist die Pastinake auch schon für Babys geeignet.

Rezept 2: Pastinakensuppe mit karamellisierten Marroni

Pastinaken sind ein typisches Wintergemüse und passen beispielsweise ideal zu den ähnlich verwendeten Kartoffeln. Zur gleichen Zeit wie die ersten Pastinaken werden zudem auch die feinen Marroni reif. Daraus ergibt sich eine feine Kombination für eine Herbstsuppe.

Für die Pastinakensuppe mit Kartoffeln und Marronie brauchen Sie:

Je 300 g Kartoffeln und Pastinaken
2 Schalotten
800 ml Gemüsebrühe
400 ml Milch
100 ml trockener Weisswein
250 g gekochte und geschälte Marroni
2 EL Zucker
2 Lorbeerblätter
1 TL Zitronensaft
2 EL Butter
Öl zum Anbraten
Cayennepulver, Piment, Salz, Pfeffer

Rezept für Pastinakensuppe mit Kartoffeln und Marroni

Marroni-Kartoffel-Pastinakensuppe am besten mit etwas Schnittlauch garnieren. Foto: © AnnaPustynnikova / iStock / Thinkstock

Die Kartoffeln und Pastinaken schälen und grob würfeln. Die fein gehackten Schalotten in Öl andünsten. Wenn sie glasig sind, das Gemüse dazugeben und einige Minuten mitdünsten. Mit Weisswein und Brühe ablöschen. Lorbeerblätter zugeben und 30 Minuten köcheln lassen.

Tipp: Wer diese Kartoffel-Pastinakensuppe etwas fruchtiger möchte, kocht einen geschälten, entkernten und gewürfelten Apfel mit.

Parallel die Hälfte der Marroni in 2 EL Butter andünsten, mit Zucker überstreuen und leicht karamellisieren. Die andere Hälfte kommt, grob gehackt und zusammen mit der Milch, zu der Suppe. Diese noch mals aufkochen lassen.

Anschliessend die Pastinakensuppe pürieren (Lorbeerblätter vorher herausnehmen), mit Salz, Pfeffer, einer Prise Piment, Zitronensaft und etwas Cayennepulver würzen. In Teller füllen und einige karamellisierte Marroni zugeben. Noch mit etwas Petersilie oder Schnittlauch garnieren und servieren.

Rezept 3: Pastinakensuppe asiatisch mit Kokosmilch

Kokosmilch muss zwar von weitem anreisen und sollte daher nicht ständig auf den Tellern landen. Hin und wieder verleiht sie aber gerade Suppen einen sehr feinen Geschmack, so wie auch bei diesem Rezept mit Pastinaken.

Das brauchen Sie für die Pastinakensuppe mit Kokosmilch:

400 g Pastinake
1 grosse Zwiebel
1 Dose Kokosmilch (400 ml, am besten in unbehandelter Bio-Qualität)
600 ml Gemüsebouillon
1 EL Butter oder Kokosmilch zum Anbraten
Salz, Pfeffer
2 EL gehackte Frühlingszwiebel
Eventuell: frisch gehackte Chilischote, Croutons

Pastinakensuppe: Ein würziges Rezept mit Kokosmilch

Pastinakensuppe mit Kokosmilch bekommt durch Croutons einen besonderen Biss. Foto: © Mariha-kitchen / iStock / Thinkstock

Tipp: Wer es würziger mag, gibt noch Curry-Paste bei, zu finden im Detailhandel oder Asia-Laden.

Klein geschnittene Pastinake und fein gehackte Zwiebel in Butter oder Kokosöl andünsten. Mit Bouillon und Kokosmilch aufgiessen und eine halbe Stunde lang köcheln lassen. Die Suppe pürieren, mit Salz und Pfeffer, eventuell Chili oder Currypaste abschmecken, nochmals aufkochen lassen. Mit Frühlingszwiebel und eventuell Croutons bestreuen und servieren.

Variante mit Fleisch dieser Pastinakensuppe: Wer eine Fleischeinlage möchte, schneidet 2 Pouletbrüste in feine Streifen. Mit Salz, Pfeffer, und Paprikapulver würzen, in etwas Mehl wälzen und unter regelmässigem Wenden in Olivenöl anbraten. Zum Servieren in die Suppe geben.

Warum die Pastinake ein fast vergessenes Wurzelgemüse ist

Im Mittelalter wurde die Pastinake noch viel häufiger verwendet, auch Wein und Bier wurden daraus hergestellt.  Erst seit dem breiten Anbau der aus Amerika stammenden Kartoffel wurde das Wurzelgemüse verdrängt. Was wir heute als Pastinake essen, ist die kultivierte Form einer ursprünglich auf Wiesen wachsenden Pflanze.

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann