Müesli selber machen: Vollwertig und mit Power in den Tag starten

Mit Getreideflocken, Nüssen und Früchten in einem Müesli startet man optimal in den Tag. Wer nicht auf das Fertigmüsli mit meist zu viel Rosinen und Zucker zurück greifen will, kann einfach eines selber machen. Ein paar Ideen dazu finden Sie hier.

Müsli selber machen: Was alles in ein Müsli Rezept kann und darf
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Das Müesli ist ein echter Schweizer «Exportschlager». Erfunden vom Aargauer Arzt Maximilian Oskar Bircher-Benner, begann das ursprünglichste aller Müsli-Rezepte, das Bircher Müesli, seinen weltweiten Siegeszug und ist heute in unzähligen Varianten erhältlich. Das reichhaltige, abwechslungsreiche und gesunde Frühstück wird inzwischen fast auf der ganzen Welt gegessen. Und so gibt es bereits jede Menge Firmen, die eigene Müsli-Mischungen anbieten. Wer aber genau wissen will, was drin ist, kann sein Müsli auch einfach selber machen.

Müsli selber machen mit Flocken als Basis

Es gibt unzählige Varianten, sich ein Müsli selber zu machen. Grundlage sind in der Regel Getreideflocken, die Klassiker darunter sind Haferflocken. Dafür gibt es Maschinen, mit denen man sie sich sogar ganz frisch selbser machen kann. Wem dies zu aufwändig ist, der nimmt einfach seine Lieblingsflocken aus dem Supermarkt. Neben Haferflocken eignen sich hier auch Gersten-, Roggen-, Weizen- oder Emmerflocken wunderbar für ein gesundes Müsli.

Von getrocknet bis frisch: Obst krönt das Müsli

Auch Trockenobst sollte man immer parat haben, will man sich ein schnelles Müsli selber machen. Gut geeignet sind, neben Rosinen, getrockneten Aprikosen, Pflaumen oder Feigen, deren Fruchtzucker Power für den Start in den Tag geben und die Verdauung ganz natürlich in Schwung bringen.

Auf jeden Fall gehört dann noch frisches Obst in das Müsli. Hier sind keine Grenzen gesetzte, vom Apfel bis zur Brombeere ist alles verwendbar. Für den besten Geschmack und im Sinne der Nachhaltigkeit setzen Sie am besten auf saisonales Obst. Aber es geht auch zum Beispiel mit gefrorenen Beerenfrüchten, die, kurz aufgetaut, zu jeder Jahreszeit ins selbstgemachte Müsli eingebettet werden können. Tipp: Viele schwören auf eine schön reife Banane, die unbedingt in das Müsli-Rezept rein muss.

Nüsse, Ölsaaten und eine gesunde Süsse

Diverse Nüsse machen sich sehr gut beim Müsli selber machen. Aber auch Ölsaaten, wie etwa Kürbis- oder Sonnenblumenkerne, bringen nicht nur eine etwas andere Konsistenz hinein, sondern auch einen besonderen Geschmack. Zudem ist beides sehr gesund, wenn auch teils relativ kalorienreich.

Wer es noch süsser mag als mit Früchten, der setzt beim Müsli selber machen am besten auf Honig. Ein etwas aussergewöhnlicheres Geschmackserlebnis können hier mit den Alternativen Agaven- oder Ahornsirup erreicht werden.

Müesli für unterwegs: Müesliriegel einfach selber machen mit Honig, Nüssen und Früchten

Selbst gemachtes Müsli mit Milch und Co abrunden

Die richtige Konsistenz erhält das Müsli ganz traditionell durch Milch oder Joghurt, aber auch Fruchtsäfte, Soja- oder Mandelmilch sowie Reismilch sind gute Alternativen. Die drei letzteren sind bei all jenen mit Laktoseintoleranz sehr beliebt und eine vegane Alternative zu Milchprodukten.

Und so wird ein Bircher Müesli draus

Haferflocken, Nüsse, Honig, etwas Zitronensaft, Kondensmilch sowie Wasser und der klassische geriebene Apfel sind nötig, um ein originales Bircher-Müesli-Rezept auf den Teller oder in die Schüssel zu zaubern. Bei der Zusammensetzung nahm es der Erfinder nicht immer so genau, der Apfel war ihm aber wichtig.

Gekauftes Müsli ist nicht immer gesund

Es gibt keine richtigen Vorschriften, was im gekauften Müsli enthalten sein muss. Was drin ist, entscheidet der Hersteller. Bereits 2006 bemängelte hier die Stiftung Warentest, dass die meisten auf günstige Rosinen setzten. Zudem enthalten fertige Müslis gerne allzu viel Zucker – Spitzenreiter bis zu 30 Prozent – und auch mal zu viel Fett.

In einigen Müslis waren sogar Gifte aus Schimmelpilzen enthalten. Schliesslich fand Ökotest 2013 beispielsweise Mineralöl in Cornflakes aus der Farbe auf den Pappschachteln und giftiges Acrylamid, wenn auch beides innerhalb der Grenzwerte lag.

Gekauftes Müsli zählt übrigens heute zum so genannten «Functional Food», dem auch mal Vitamine und beispielsweise Eisen zugesetzt wird. Und das kann unter Umständen Folgen haben, denn etwa ein zu hoher Eisenkonsum kann das Herz-Kreislauf-System schädigen, wie Ökotest warnt. Müsli selber machen ist also in vielerlei Hinsicht eine gesunde Alternative.

Quellen: Test.de, Fr-online.de, Ökotest, Womenshealth, Wikipedia.org, Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann