Facts und Rezepte zum gesunden Krautstiel

Krautstiel ist sehr gesund und vielseitig in der Zubereitung. Was Sie über Krautstiel wissen müssen, wie man ihn kocht und einfriert plus feine Rezepte.

Krautstiel: Geniale Rezepte und Tipps zum Kochen und Zubereiten
Krautstiel ist gesund und leicht in der Zubereitung. Für das feine Gemüse gibt es geniale Rezepte. Foto: © corners74 /iStock / Getty Images Plus
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Krautstiel, auch Mangold genannt, ist Spinat sehr ähnlich. Er besitzt einen kräftigen Eigengeschmack, der bei der richtigen Zubereitung dem von Spinat ähnlich ist. Laut schweizerbauer.ch isst jeder Schweizer rund 330 g Krautstiel pro Jahr. Die Saison für Krautstiel dauert von März bis November. Genug Zeit also, um das eine oder andere Rezept auszuprobieren. Und das lohnt sich besonders.  

Denn Krautstiel zählt mit Spinat und Broccoli zu den gesündesten Gemüsesorten, wobei das schlanke Gemüse gerade mal 23 Kalorien je 100 Gramm enthält. Laut der Schweizerischen Nährwertdatenbank enthalten Krautstiele unter anderem:

  • 35 mg Vitamin C (35 Prozent des Tagesbedarfs)
  • 3,5 mg Betacarotin (176 Prozent des Tagesbedarfs)
  • 1,5 mg Vitamin E (12,5 Prozent des Tagesbedarfs)
  • 400 µg Vitamin K (570 Prozent des Tagesbedarfs)
  • 30 µg Folsäure (7,5 Prozent des Tagesbedarfs)

Auch bei den Mineralstoffen überzeugt das gesunde Gemüse. 100 Gramm Krautstiel enthalten unter anderem:

  • 380 mg Kalium (9,5  Prozent des Tagesbedarfs)
  • 170 mg Natrium (5 Prozent des Tagesbedarfs)
  • 81 mg Magnesium (23 Prozent des Tagesbedarfs)
  • 80 mg Kalzium (8 Prozent des Tagesbedarfs)
  • 2,3 mg Eisen (21 Prozent des Tagesbedarfs)
Am einfachsten lässt sich Krautstiel im knackigen Salat frisch verarbeiten.

Am einfachsten lässt sich Krautstiel im knackigen Salat frisch verarbeiten. Foto: © YelenaYemchuk / iStock / Thinkstock

Darüber hinaus kann das Gemüse vielfältig gekocht und zubereitet werden. Teilweise werden dabei die Blätter getrennt von den Stielen genutzt.

Ein wenig aufpassen sollten Sie allerdings beim Aufwärmen. Hier gilt, ähnlich wie bei Spinat, das zubereitete Gericht möglichst schnell in den Kühlschrank zu geben und nicht lange zu warten, bis es wieder erwärmt wird.

Krautstiel als Beilage kochen: Rezepte aus der Pfanne

Gedünsteter Krautstiel eignet sich bestens als frische Beilage. Um das Gemüse richtig zuzubereiten, waschen Sie die Blätter und trocknen sie etwas ab.

Krautstiel als Beilage Kochen: Einfaches Rezept

Krautstiel können Sie schnell und einfach als Beilage kochen. Foto: © bhofack2 /iStock / Getty Images Plus

Dann in einer Pfanne eine gehackte Zwiebel in etwas Öl andünsten. Wer mag, gibt noch eine fein gehackte Knoblauchzehe hinzu. Anschliessend wird der noch leicht feuchte Krautstiel beigegeben. Sind die Blätter besonders gross, werden sie vor dem Dünsten grob zerteilt.

Nun wird das Gemüse lediglich mit je einer Prise Zucker, Muskat und Cayenne, etwas frischem Pfeffer und Salz gewürzt. 5 bis 6 Minuten dünsten lassen, am besten mit Deckel, schon ist die Beilage fertig. Wer mag, gibt noch etwas Parmesan oder Sbrinz auf den Krautstil.

Für eine Variante der Beilage wird der Krautstiel kurz in Salzwasser blanchiert. Parallel dazu wird etwas Zucker in der Pfanne vorsichtig karamellisiert, dann etwas Butter und das Blattgemüse zugeben. Das Ganze kurz schwenken, leicht salzen und servieren.

Ideal passt der Krautstiel so zum Beispiel zu Fisch- oder Fleischgerichten.

Wie Sie die Stiele kochen

Die Stiele brauchen 2 bis 3 Minuten länger, bis sie gar sind. Wer gerne alles vom Krautstiel zubereiten möchte, kann die Stiele daher einfach mitnutzen, indem er sie entsprechend früher in die Pfanne gibt und später die Blätter darunter mischt.

Sie können die Stiele aber auch separat für eine zweite Beilage verwenden. Zum Beispiel passen kurz gekochte Stiele ideal zum Salat.

Einfaches Rezept für Krautstiel-Wickel

Krautstiel: Rezept für Krautstiel-Wickel

Aus Krautstielen können Sie verschiedenste Wickel zubereiten Hier mit Gelberbsen. Foto: © OksanaKiian /iStock / Getty Images Plus

Statt Krautstiel als Beilage zu kochen, können Sie das gesunde Gemüse zur Hauptsache machen. Für ein Rezept mit Krautstiel-Wickeln können Sie einige schöne, grosse Blätter nehmen. In Salzwasser 2 bis 3 Minuten blanchieren. Rausnehmen und leicht trocknen. Legen Sie jeweils 2 Blätter übereinader. Ein bis zwei Löffel der vorbereiteten Füllung auf jedes Blatt geben und Päckli machen. Sie können die Päckli mit Kochschnur oder Zahnstocher fixieren.

Dann eine feingehackte Zwiebel und etwas Knoblauch in etwas Öl andünsten und die Päckli anbraten. Mit etwas Bouillon und Weisswein ablöschen und, falls gewünscht, einen Schuss Rahm dazugeben.

Füllungen für Krautstiel-Päckli

Als Füllung eignet sich zum Beispiel:

  • Wildreis oder Vollkornreis mit feingehacktem Kürbis und Kräutern machen.
  • Auch sehr fein sind schwarze Linsen mit gehackten schwarzen Oliven und fein gehackten Tomaten.
  • Eine dritte Variante sind Gelberbsen mit Cherrytomaten und Italienischer Petersilie.

Kochen Sie die Füllung jeweils gar.

Rezept für feine Krautstiel-Pasta

Krautstiel eignet sich hervorragend für ein Pastagericht. Hierzu wie oben vorgehen, gleich nach der Zugabe der Blätter mit einem Schuss Weisswein ablöschen und etwa 100 ml süsse Sahne zugeben.

Vor dem Servieren nochmals kräftig mit Salz und Pfeffer sowie Kurkuma, Paprika und eventuell etwas Knoblauch abschmecken. Mit gegarten Nudeln in der Pfanne vermengen und mit geriebenem Parmesan oder Sbrinz anrichten.

Krautstielgratin: So einfach geht's

Krautstielgratin

Ein Krautstielgratin geht fix und passt als Hauptgericht oder Beilage. Foto: © margouillatphotos /iStock / Getty Images Plus

Ein feines Krautstielgratin ist schnell gemacht und Sie können damit garantiert auch Ihre Gäste überraschen.

Für das Krautstielgratin für 4 Personen braucht's

  • 1 Kilo Krautstiel
  • etwas Butter für die Auflaufform
  • etwas Öl
  • Rund 100 Gramm Käse, gerne auch verschiedene Sorten gemischt ( z. B. Parmesan, Sbrinz, Greyerzer, Emmentaler)
  • 1 Bund Peterli
  • 2 dl Sauerrahm
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Prise Muskat
  • Salz und Pfeffer

Krautstiel zubereiten

Krautstiel waschen, Blätter von den Stängeln trennen und in Streifen schneiden. Petersilie waschen und fein hacken. Zwiebeln ebenfalls hacken. Die Zwiebeln in etwas Öl andünsten, Krautstielblätter dazugeben und kurz mitdünsten. Mit Muskat, Salz und Pfeffer würzen. Mit Sauerrahm ablöschen und ca. 3 Minuten köcheln lassen.

Die Stiele können Sie in Streifen oder Würfel schneiden und ca. 5 Minuten dämpfen.

Gratin zubereiten

Streichen Sie die Auflaufform mit Butter aus und bedecken Sie den Boden zuerst mit den Stängeln, dann mit den Blättern. Zum Schluss den Käse darüber verteilen und für rund 20 Minuten bei 220 Grad im Ofen gratinieren.

Leichte Küche: Krautstiel-Salate für heisse und kalte Tage

Krautstiel, insbesondere die jungen, zarten Blätter, ist eine beliebte Zutat im Salat. Ein genialer wie einfacher Krautstiel-Salat machen Sie mit den jungen Gemüseblättern, gekochten Randenscheiben, gehackten Baumnüssen und frischen Grapefruits. Ein Balsamico-Dressing verleiht diesem Salat die perfekte Note.

Krautstiel Salat mit Baumnüssen und Balsamico

Dieser Krautstiel-Salat eignet sich für das Saisonende im November, wenn Grapefruits bereits erhältlich sind. Foto: © OksanaKiian /iStock / Getty Images Plus

Im Sommer zaubern Sie einen fixen Salat mit Krautstiel, Cherrytomaten, frischen Sprossen nach Wahl und fein gehobeltem Parmesan. Dazu passt ein Dijon-Dressing aber auch ein frisches Joghurt-Dressing.

Natürlich können Sie nach belieben weitere Zutaten in den Salat mixen. Achten Sie aber auf Saisonalität und Regionalität.

Frischen Krautstiel ganz einfach einfrieren

Wird Krautstiel 4 bis 5 Minuten in Salzwasser blanchiert und unter kaltem Wasser abgeschreckt, kann man ihn gut einfrieren. Dazu nach dem Wasserbad noch gut abtrocknen und in einem passenden Behältnis in die Tiefkühltruhe geben. Zur Verwendung am besten direkt aus dem Tiefkühler in die Pfanne geben.

Krautstiel kann mehrere Farben haben

Frisch auf dem Markt gibt es meist nur Krautstiel mit weissem Stiel. Für Hobbygärtner hat es aber auch beispielsweise eine rotstielige Pro Specie Rara-Sorte, eine mit gelbem und leuchtend orangenem Stiel. Geschmacklich machen diese zwar keinen grossen Unterschied, doch sie sehen schön und dekorativ im Kübel oder Beet aus. Auch wenn die schöne Farbe durch das Kochen verschwindet.