Schon ab März frisch vom Hof: Feine Rezepte mit Krautstiel

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Er ist Spinat sehr ähnlich, aber nicht so populär. Dabei gibt es mit dem Gemüse feine Rezepte, wie Krautstiel als Beilage oder in cremiger Pasta.

Krautstiel: Zubereitung der Schweizer Gemüsespezialität
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Laut schweizerbauer.ch isst jeder Schweizer rund 330 g Krautstiel während der Saison, die von März bis November andauert. Damit gehört es zwar nicht zu den beliebtesten Gemüsen, aber landet hier im Vergleich zu anderen Ländern immerhin noch recht häufig auf dem Teller.

Der Krautstiel schmeckt aber nicht nur, sondern ist auch besonders gesund. So enthält er zum Beispiel viel Folsäure, Betakarotin oder auch die Vitamine C, A, E und K sowie wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium und Eisen.

Am einfachsten lässt sich Krautstiel im knackigen Salat frisch verarbeiten.

Am einfachsten lässt sich Krautstiel im knackigen Salat frisch verarbeiten. Foto: © YelenaYemchuk / iStock / Thinkstock

Darüber hinaus kann das Gemüse auf vielfältige Weise zubereitet werden. Teilweise werden dabei die Blätter getrennt von den Stielen genutzt. Ein wenig aufpassen sollten Sie allerdings beim Aufwärmen. Hier gilt, ähnlich wie bei Spinat, das zubereitete Gericht möglichst schnell in den Kühlschrank zu geben und nicht lange zu warten, bis es wieder erwärmt wird.

Krautstiel als Beilage nutzen: Rezepte aus der Pfanne

Gedünsteter Krautstiel eignet sich bestens als frische Beilage. Dafür entfernen Sie die Stiele, waschen die Blätter und trocknen sie etwas ab.

Dann in einer Pfanne eine gehackte Zwiebel in etwas Öl andünsten. Wer mag, gibt hier noch eine fein gehackte Knoblauchzehe hinzu. Anschliessend wird der noch leicht feuchte Krautstiel beigegeben. Sind die Blätter besonders gross, werden sie vor dem Dünsten grob zerteilt.

Gebraten oder gedünstet macht sich Krautstiel richtig gut als Beilage.

Gebraten oder gedünstet macht sich Krautstiel richtig gut als Beilage. Foto: © OksanaKiian / iStock / Thinkstock

Nun wird das Gemüse lediglich mit je einer Prise Zucker, Muskat und Cayenne, etwas frischem Pfeffer und Salz gewürzt. 5 bis 6 Minuten dünsten lassen, am besten mit Deckel, schon ist die Beilage fertig. Ideal passt der Krautstiel so zum Beispiel zu Fisch- oder Fleischgerichten. 

Für eine Variante der Beilage wird der Krautstiel kurz in Salzwasser blanchiert. Parallel dazu wird etwas Zucker in der Pfanne vorsichtig karamellisiert, dann die Butter und das Blattgemüse zugeben. Das Ganze kurz schwenken, leicht salzen und servieren.

Was mit den Stielen machen? So können Sie diese mit verwenden

Die Stiele brauchen 2 bis 3 Minuten länger, bis sie gar sind. Wer gerne alles vom Krautstiel verwenden möchte, kann die Stiele daher einfach mit nutzen, indem er sie entsprechend früher in die Pfanne gibt und später die Blätter darunter mischt.

Sie können die Stiele aber auch separat für eine zweite Beilage verwenden. Zum Beispiel passen kurz gekochte Stiele ideal zum Salat.

Feine Krautstiel-Pasta selber machen

Krautstiel eignet sich hervorragend für ein Pastagericht. Hierzu wie oben vorgehen, gleich nach der Zugabe der Blätter mit einem Schuss Weisswein ablöschen und etwa 100 ml süsse Sahne zugeben.

Wer möchte, kann zur Krautstiel-Pasta noch gebratene Champignons oder Fleisch dazugeben.

Wer möchte, kann zur Krautstiel-Pasta noch gebratene Champignons oder Fleisch dazugeben. Foto: © Zoryanchik / iStock / Thinkstock

Vor dem Servieren nochmals kräftig mit Salz und Pfeffer sowie Kurkuma, Paprika und eventuell etwas Knoblauch abschmecken. Mit gegarten Nudeln in der Pfanne vermengen und mit geriebenem Parmesan oder Sbrinz anrichten.

Frischen Krautstiel aufbewahren: Ganz einfach einfrieren

Wird Krautstiel 4 bis 5 Minuten in Salzwasser blanchiert und unter kaltem Wasser abgeschreckt, kann man ihn gut einfrieren. Dazu nach dem Wasserbad noch gut abtrocknen und in einem passenden Behältnis in die Tiefkühltruhe geben. Zur Verwendung am besten direkt aus dem Tiefkühler in die Pfanne geben.

Krautstiel in bunt: Das Gemüse kann mehrere Farben haben

Frisch auf dem Markt gibt es meist nur Krautstiel mit weissem Stiel. Für Hobbygärtner hat es aber auch beispielsweise eine rotstielige Pro Specie Rara-Sorte, eine mit gelbem und leuchtend orangenem Stiel. Geschmacklich machen diese zwar kein grossen Unterschied, doch sie sehen schön und dekorativ im Kübel oder Beet aus. Auch wenn die schöne Farbe durch das Kochen verschwindet.

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann