Für die ganz eigene Würze feine Kräuteröle selber machen

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Besondere Öle kommen dabei heraus, wenn Sie Ihre liebsten Aromen konservieren. Wie wäre es etwa mit kräftigem Rosmarinöl oder spritzigem Zitronenöl?

Gesunder Kräuteröl selber machen: Rezepte und die Haltbarkeit
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Einfaches Kräuteröl mit Rosmarin selbst herstellen

Alles, was Sie brauchen, um aus dem frischen Kraut ein gutes Öl herzustellen, ist ein Bund Rosmarin, ein Liter Öl und eine Flasche. Am besten nutzen Sie ein neutrales Öl, damit der Geschmack des Gewürzes nicht überdeckt wird. Olivenöl ist immer eine gute Wahl, aber auch Rapsöl ist sehr gut geeignet.

Und so wird das Kräuteröl selbst gemacht:

Einfach einen Bund Rosmarin waschen und gut abtrocknen. Die Zweige in eine mit heissem Wasser sterilisierte, trockene Flasche geben und das Öl darüber giessen, bis das Kraut ganz bedeckt ist. Die Flasche luftdicht verschliessen und an einem dunklen sowie nicht zu warmen Ort aufstellen. Der Kühlschrank ist hierfür nicht geeignet, da er das Öl trüb machen kann. Besser lagern Sie Ihr Kräuteröl im Keller.

Nun etwa drei bis vier Wochen warten, damit das Kraut sein Aroma ans Öl abgeben kann. Danach ist Ihr eigenes Kräuteröl einsatzbereit. Die Zweige können Sie zum Verwenden entfernen, oder sie einfach in der Flasche belassen.

Das gleiche Rezept können Sie auch für andere Kräuter nutzen, wie etwa Thymian, Salbei, Oregano oder auch Bärlauch.

Frisch und fruchtig: Lavendel-Kräuteröl mit Zitronenmelisse

Ein Kräuteröl, das gute Laune macht? Die Internetseite Beautytipps.ch empfiehlt ein paar Stängel Zitronenmelisse und die Schale einer Bio-Zitrone in ein neutrales Öl einzulegen. Mutige, so das Portal, geben ein Stück Vanilleschote oder einen Stängel Lavendel dazu. Einfach 10 Tage ziehen lassen, abseihen und abfüllen. Ein paar Tropfen über die Pasta mit Sahnesauce oder auch mal zum ausgefallenen Dessert, sollte Ihre Gäste mit einer fruchtig frischen Note begeistern.

Ganz eigene Varianten einfacher Kräuteröle selber machen

Besonders pfiffig wird ein mediterranes Kräuteröl, wenn Sie aussergewöhnliche Sorten wie Zitronen- oder Orangenthymian verwenden. Einen zusätzlichen Kick verleihen Sie dem Öl mit einer Chilischote. Diese sollte frisch sein, wird mehrmals mit einem Zahnstocher angepiekst und in das Öl gegeben. Nach ein paar Wochen sollte man die Schote dann aber wieder entfernen, da sie sonst nach einiger Zeit zum Schimmeln neigt.

Kräuteröl selber machen mit diesen einfachen Rezepten

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Gleiches gilt für eine weitere Variante, der zwei bis drei Zehen Knoblauch hinzugegeben werden. Auch diese sollten nach ein paar Wochen entfernt werden. Wer weiter mit Kräuteröl-Rezepten experimentieren will, kann einen Zweig Lorbeer hinzugeben, oder, anstatt der scharfen Chilischote, ein paar Pfefferkörner. Rosa Pfeffer ist hier am dekorativsten. Alle Zutaten können bunt gemixt werden, eben ganz nach dem eigenen Geschmack.

Alle mediterranen Kräuteröle sind ideal zu Pastagerichten, mit der würzigen Schote bringen Sie einen Hauch von «arrabiata» an das Gericht. Und die eigene Kräuterölmischung ist auch gut zum Grillieren geeignet, denn die konzentrierten Aromen zaubern einen besonderen Geschmack an Gemüse oder Steak. Dafür einfach ein paar Stunden oder über Nacht das Fleisch oder Gemüse im selbstgemachten Kräuteröl einlegen.

Quellen: Wildeisen.ch, Beautytipps.ch

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann