Babybrei selber machen: Einfache Rezepte für eine gesunde Ernährung

Ab dem fünften Monat können Babys bereits langsam von Milch auf Brei umgestellt werden. Wer dafür nicht zum Gläschen aus dem Detailhandel greifen möchte, kann auch ganz einfach aus gesunden Zutaten Babybrei selber machen.

Babybrei selber machen: Rezepte und Tipps für gesunde Ernährung
Die Rezepte sind ganz einfach und Ihr Baby wird den gesunden Brei ab dem fünften Monat gerne essen. Foto: © nitrub / iStock / Getty Images Plus
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Ein Glas Babybrei kostet etwa so viel wie ein Kilo Obst oder Gemüse. Mit dem geeigneten Rezepten und frischen Zutaten und kann man daher so einige Mahlzeiten zaubern, die gesünder und günstiger sind als fertige Babynahrung.

Wir zeigen drei einfache Rezepte sowie sechs weitere in der Bildgalerie – plus worauf Sie achten sollten, wenn Sie Brei für Ihr Baby selber machen.

Babybrei selber machen: Die Grundlagen

Womit wir Erwachsene gern den Geschmack von Gerichten verfeinern, ist bei Zubereitung von Beikost tabu: Salz, Zucker, Gewürze und Kräuter. Auch sollte man Babys anfangs nicht mit einer breiten Geschmacksvielfalt überfordern. Zum Starten ein Gemüse – die süssen Rüebli sind hier ideal – reicht völlig aus, um Ihrem Kind ab dem 5. Monat Babybrei zu füttern.

Für den Babybrei ist eine schonende Zubereitung wichtig, dennoch sollte er bis zum Kochen erhitzt werden, um mögliche Keime zu beseitigen. Dies gilt auch für selbst eingefrorenen Brei, den Sie bei Bedarf für Ihr Baby wieder auftauen.

Das portionsweise Einfrieren ist sowieso ideal. So kochen Sie einfach Beikost in grossen Portionen und frieren sie in babygerechten Mengen ein. Die fertigen Gläschen mit dem selbstgemachten Brei für Ihr Kind erhitzen Sie bei Bedarf ganz einfach wieder.

Um Pestizidrückstände in der Beikost für Ihr Baby zu meiden, sollten Sie auf Gemüse und Obst aus Bio-Produktion achten. Dies gilt selbstverständlich auch später noch, wenn das Kind grösser ist.

Verträgliches Gemüse, das sich besonders gut für Babybrei für Ihr Kind eignet, sind: Fenchel, Karotten, Pastinaken, Kürbis, Zucchetti, Blumenkohl und Brokkoli. Welches Gemüse Ihrem Baby am besten schmeckt, werden Sie schnell merken.

Einfache Rezepte für gesunden ersten Brei für Ihr Baby

6 schnelle Rezepte für Babybrei finden Sie in der Bildgalerie

Bild: 6 von 8

Kürbiszeit ausnutzen: Babybrei-Rezept mit Hokkaido

Schälen, entkernen und würfeln Sie ca. 1 kg Hokkaido-Kürbis. Geben Sie die Stücke plus 500 g geschälte und gestückelte Kartoffeln in 300 ml Wasser. Lassen Sie das Ganze bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten bei zugedeckten Topf köcheln. Im Anschluss pürieren und ca. 3 EL Orangensaft dazugeben. Abkühlen lassen und portionsweise einfrieren. Tipp: Nach dem Erwärmen eingefrorener Portionen einen TL Rapsöl untermischen. Foto: © KateSmirnova / iStock / Thinkstock

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Babybrei-Rezepte – die Klassiker

1. Babybrei selber machen aus feinen Rüebli

Für dieses erste Babybrei-Rezept verwenden Sie junge oder Bundkarotten, denn die sind meist besonders süss. Um zu vermeiden, dass man mal eine bittere erwischt, sollten Sie beim Schälen von jeder ein Stück probieren.

Für einen Rüeblibrei, den Sie für Ihr Baby auch auf Vorrat zubereiten können, benötigen Sie

  • 500 g Karotten
  • 2 TL Rapsöl

Zubereitung

  1. Karotten schälen und in kleine Stücke schneiden
  2. Karotten in etwa einem ¼ Liter Wasser mit dem Öl für 10 bis 15 Minuten auf mittlerer Hitze weich kochen.
  3. Einen Teil des Kochwassers abgiessen, aber aufbewahren, um den Brei damit eventuell zu verdünnen.
  4. Alles pürieren.
  5. Bei Bedarf mit dem Rest des Kochwassers verdünnen. Dann ist der Brei fertig für Ihr Baby.

Tipp: Für einen Karotten-Kartoffel-Brei ersetzen Sie im Rezept einfach einmal 200 g Karotten durch Kartoffeln.

Gut zu wissen: Hochwertiges Öl wird nahezu jedem Rezept für Babynahrung hinzugegeben, da es fettlösliche Vitamine wie Vitamin C verwertbar macht.

2. Rezept für Babybrei mit Haferflocken und Apfel

Etwa ab dem 6. Monat kann Ihr Baby diesen selbstgemachten Obst-Getreide-Brei essen.

Zutaten für 5 Portionen

  • 100 g Haferflocken, fein
  • 0,5 l Wasser
  • 7 Äpfel
  • 1 bis 2 TL Rapsöl

Zubereitung

  1. Die Äpfel waschen, schälen, Kerne entfernen und in kleine Stücke schneiden
  2. Die Haferflocken mit dem Wasser bei schwacher Hitze kochen lassen. Achtung: Ständig rühren, damit nichts anbrennt.
  3. Die Apfelstücke und das Rapsöl zum Brei dazugeben.
  4. Den Brei von der Herdplatte nehmen und alles pürieren.
  5. Alles nochmals aufkochen und wenn nötig etwas mit Wasser verdünnen.
  6. Abkühlen lassen, Ihrem Baby füttern und den Rest wieder portionsweise einfrieren.

Tipp: Für einen Milch-Getreide-Brei ersetzen Sie einen Teil des Wassers durch Milch. Die Äpfel können Sie auch durch anderes Obst, zum Beispiel Bananen ersetzen.

3. Babybrei-Rezept mit Kartoffeln, Gemüse und Fleisch

Etwa ab dem siebten Monat darf die Beikost herzhafter sein und, wenn Sie mögen, auch Fleisch enthalten.

Welche Sorte, so Experten, ist hierbei zweitrangig. Aufgrund der unterschiedlichen Nährstoffzusammensetzung sollte aber von Babybrei zu Babybrei variiert werden. Mager sollte das Fleisch aber unbedingt sein. Daher eignen sich unter anderem Filet, Gulasch- oder Bratenfleisch.

Für einen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei (ca. zehn Portionen) verwenden Sie folgende Zutaten

  • 200 g Fleisch nach Wahl
  • 500 g Kartoffeln
  • 1 kg Gemüse (z. B. Fenchel und Partinaken)
  • ¼ Liter Apfelsaft
  • 80 ml Rapsöl

Zubereitung

  1. Zunächst das Fleisch und Gemüse fein würfeln.
  2. Das Fleisch etwa eine halbe Stunde kochen bis es gar ist.
  3. Das Gemüse hinzugeben und weitere 15 Minuten kochen.
  4. Parallel die ganzen, ungeschälten Kartoffeln in einem zweiten Topf in etwa 20 Minuten gar kochen. Danach pellen und zu einem Brei verstampfen.
  5. Das Gemüse mit dem Fleisch fein pürieren, mit den Kartoffeln, Öl und Saft vermengen.
  6. Wen nötig etwas Kochwasser hinzugeben.
  7. Abkühlen lassen, Ihrem Kind füttern und den Rest wieder portionsweise einfrieren.

Tipp: Diese Beikost können Sie für Ihr Baby auch als Gemüse-Kartoffel-Brei ohne Fleisch oder als Gemüse-Fleisch-Brei ohne Kartoffeln zubereiten. Erhöhen Sie im Rezept einfach etwas die Menge an Gemüse. Oder Sie ersetzen das Fleisch durch 100 g Haferflocken für einen Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei.

4. Weitere Babybrei-Rezepte im Überblick

Babybrei selber machen vermeidet Zusatzstoffe

Im Babybrei sind – wie bei allen Fertigprodukten – oft Zutaten enthalten, die eigentlich nicht benötigt werden. Um solche Zusatzstoffe zu vermeiden, lohnt es sich, gesunde Babynahrung selber zu machen. Zumal die Zubereitung schnell geht und durch das Einfrieren nicht ständig neuer Brei gekocht werden muss.

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