Babybrei selbermachen: Einfache Rezepte für eine gesunde Ernährung

Ab dem fünften Monat können Babys bereits langsam und von Milch auf Brei umgestellt werden. Wer dafür nicht zum Gläschen aus dem Detailhandel greifen möchte, kann auch ganz einfach aus gesunden Zutaten Babybrei selber machen.

Babybrei Rezepte für kleine Gourmets, die schmecken gesund sind, Geld sparen
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Ein Glas Babybrei kostet etwa so viel wie ein Kilo Obst oder Gemüse. Zusammen mit ein paar weiteren Zutaten und dem geeigneten Babybrei-Rezept kann man daher so einige günstige Mahlzeiten zaubern, die zudem individuell abgeschmeckt werden können.

Babybrei selber machen: Die Grundlagen

Womit wir Erwachsene gern den Geschmack von Gerichten verfeinern, ist bei der Babybrei-Zubereitung tabu: Salz, Gewürze und Kräuter. Auch sollte man die oder den Kleinen anfangs nicht mit einer breiten Geschmacksvielfalt überfordern. Zum Start ein Gemüse – die süssen Rüebli sind hier ideal – reicht völlig aus, um mit Beikost ab dem 5. Monat zu beginnen.

Alle Speisen sollten stets schonend zubereitet, aber bis zum Kochen erhitzt werden, um mögliche Keime zu beseitigen. Dies gilt auch für Eingefrorenes.

Das portionsweise Einfrieren ist sowieso ideal. Dafür können Sie einfach Gerichte in grossen Portionen kochen und diese in babygerechten Mengen einfrieren. Bei Bedarf einfach erhitzen und zum Essen fertig abkühlen lassen.

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Babybrei mit Rüebli ganz einfach selber machen

Das Füttern mit gekauften Gläschen kann auf Dauer nicht nur teuer werden. Es sind unter Umständen auch ungewünschte Zusatzstoffe enthalten und es gibt gekauften Babybrei, der dem Kind vielleicht einfach nicht schmeckt. Wer deshalbt statt Gläschen zu kaufen lieber Babybrei selber machen möchte, findet in dieser Bildergalerie einige einfache Rezepte. Foto: © matka_Wariatka / iStock / Thinkstock

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Zum Start Babybrei selber machen aus feinen Rüebli

Für einen Rüeblibrei, den man auf Vorrat herstellt, benötigt es: 500 g Möhren und 2 TL Rapsöl. (Hochwertiges Öl wird nahezu jedem Babybrei-Rezept hinzugegeben, da es fettlösliche Vitamine verwertbar macht.)

Für dieses erste Babybrei-Rezept junge oder Bundmöhren verwenden, die sind meist besonders süss. Um zu vermeiden, dass man mal eine bittere erwischt, beim Schälen der Karotten von jeder ein Stück probieren.

Dann einfach die geschnittenen Möhren in etwa einem ¼ Liter Wasser mit dem Öl für 10 bis 15 Minuten auf mittlerer Hitze weich kochen und mit dem Pürierstab zu einem Brei rühren. Das Kochwasser vorher etwas abgiessen aber nicht wegtun, um den Brei damit eventuell zu verdünnen.

Babybrei-Rezept mit Kartoffeln, Gemüse und Fleisch

Etwa ab dem fünften, besser ab dem siebten Monat darf es herzhafter und auch mit Fleisch sein. Welche Sorte, so Experten, ist hierbei zweitrangig. Aufgrund der unterschiedlichen Nährstoffzusammensetzung sollte aber von Babybrei zu Babybrei variiert werden. Mager sollte das Fleisch immer sein. Daher eignen sich unter anderem Filet, Gulasch- oder Bratenfleisch.

Für ein Babybrei-Rezept mit Kartoffeln, Gemüse und Fleisch – geeignet für zehn Portionen – können Sie folgende Zutaten verwenden:

200 g Fleisch nach Wahl, 500 g Kartoffeln, 1 kg Gemüse (z. B. Fenchel, Möhren, Pastinaken oder Kürbis), ¼ Liter Apfelsaft und 80 ml Rapsöl

Zunächst das Fleisch und Gemüse fein würfeln. Das Fleisch etwa eine halbe Stunde kochen bis es gar ist, das Gemüse hinzugeben und weitere 15 Minuten kochen.

Parallel die ganzen, ungeschälten Kartoffeln in einem zweiten Topf in etwa 20 Minuten gar kochen. Danach pellen und zu einem Brei verstampfen.

Das Gemüse mit dem Fleisch fein pürieren, mit den Kartoffeln, Öl und Saft vermengen. Kochwasser hinzugeben, wenn nötig. Abkühlen lassen, servieren und den Rest wieder portionsweise einfrieren.

Babybrei selber machen vermeidet Zusatzstoffe

In Babybrei-Gläschen sind – wie bei allen Fertigprodukten – manchmal Zutaten enthalten, die eigentlich nicht benötigt werden. Um solchen Zusatzstoffe zu vermeiden, lohnt es sich, Babybrei selber zu machen. Zumal sich der Zeitaufwand in Grenzen hält und durch das Einfrieren nicht ständig neuer Brei gekocht werden muss.

Haben sich Kinder jedoch schon an anderen Babybrei aus dem Detailhandel gewöhnt und liebe bestimmte Sorten heiss und innig, kann eine Umstellung auf selbst gemachte Rezepte vielleicht mal nicht so gut ankommen. Hierfür hat das Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund, kurz FKE, in Zusammenarbeit mit der Universität Giessen eine Lösung gefunden.

Das FKE hat eine Produktsuche entwickelt, bei der man viele fertige Babybreie eingeben kann. Der Computer sucht dann das passende Rezept dazu, um den gewünschten Brei zu Hause nachzukochen. Die Produktsuche mit den alternativen Babybrei-Rezepten gibt es hier.

Weitere tolle Babybrei-Rezepte finden Sie weiter oben in der Bildergalerie.

Quellen: Verbraucherfenster.Hessen.de, fke-do.de, Brigitte, Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann