Schweizer Käse und Kartoffeln: Bessere Ökobilanz als Importware

In der Schweiz hergestellte Kartoffeln und Käse belasten die Umwelt weniger als importierte Ware. Die bessere Ökobilanz ergibt sich nicht nur aus kürzeren Transportwegen.

Ökobilanz: Schweizer Käse ist umweltfreundlicher als Import
Wer sich umweltbewusst ernähren möchte, sollte Käse aus Schweizer Produktion der Importware vorziehen. Foto: © AD077 / iStock / Thinkstockphotos.
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Als unser Nationalgericht ganz weit vorne, ist Raclette auch ökologisch gesehen anscheinend eine gute Wahl. Zumindest wenn die Hauptzutaten Käse und Kartoffeln auch hierzulande produziert wurden. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts Agroscope, welche die Umweltbelastung von einheimischen Agrarprodukten mit importierten Varianten vergleicht.

Die positive Ökobilanz für Käse ergibt sich laut Untersuchung aus den besseren Bodenbedingungen in der Schweiz. Milchkühen muss weniger von aufwendig produziertem Kraftfutter zugefüttert werden als im Ausland, da das Gras hierzulande gut wächst und sie sich zum Grossteil davon ernähren können. Folglich wird Milch und Käse energieeffizienter erzeugt als importierte Produkte.

In der Schweiz hergestellte Kartoffeln belasten die Umwelt nur weniger wegen der kürzeren Transportwege. Bei den weiteren untersuchten Produkten Brot aus Weizen, Futtergerste und Rindfleisch fielen die Ergebnisse unterschiedlich aus. Generell konnte die Schweiz aber im internationalen Vergleich mit einem geringeren Wasserbedarf punkten, da es hier mehr Niederschläge gibt.

Die Studie «Ökobilanz ausgewählter Schweizer Landwirtschaftsprodukte im Vergleich zum Import» wurde vom Bundesamt für Landwirtschaft in Auftrag gegeben und untersuchte fünf Produkte aus den Ländern Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien, Holland und Brasilien. Der Vergleich soll Aufschluss darüber geben, in welchen Bereichen sich die Ökobilanz verbessern lässt.


Quellen: news.admin.ch, nzz.ch
Autor: Cristina Bürgi