Kultureller Austausch geht in der ISS Hope durch den Magen

Mitten in der Stadt Zürich stehen im Sommer 2016 zwei grosse Schiffscontainer. Als ISS Hope sollen sie den Austausch zwischen den Kulturen fördern. Dabei setzen die Initianten auf ein einfaches, aber einleuchtendes Konzept: Beim Essen redet es sich leichter.

Kultureller Austausch geht in der ISS Hope durch den Magen
Foto: © ISS HOPE / Galley & Host Lab
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Im Inneren der Container befindet sich die Galley, die Küche der ISS Hope. Hier bereiten Köche des hochkarätigen Bio-Restaurants «Tuscheng Shiguan» Gerichte aus regionalen und biologisch angebauten Zutaten zu. In ihrer Heimat, der Zürcher Partnerstadt Kunming in der Provinz Yunnan, sind die chinesischen Projektpartner Pioniere der boomenden lokalen Öko- und Bio-Bewegung.

Für ihre Zürcher Gäste bereiten die Köche mittags und abends Gerichte aus ihrer Heimat zu. Allerdings will das Projekt ISS Hope nicht die chinesische Kochkunst komplett authentisch wiederzugeben. Vielmehr setzen die Initianten bereits hier auf Austausch und eine Vermischung der Kulturen.

Die ISS Hope ist mehr als ein Restaurant

Neben der Möglichkeit, auf kulinarische Art und Weise eine fremde Kultur kennenzulernen, bietet die ISS Hope auch weitere Einblicke. So können zusätzliche Module wie ein Filmprogramm und eine Diskursplattform an den Container andocken und so das Friedensprojekt unterstützen.

Kultureller Austausch geht in der ISS Hope durch den Magen

Foto: © ISS HOPE / Galley & Host Lab

Die ISS Hope ist ein Kunstprojekt und soll eine kleine und verspielte Version der bekannten Internationalen Raumstation ISS darstellen. Im Rahmen eines Parallel-Events der Kunstausstellung Manifesta 11 steht sie noch bis Ende August am Gustav-Gull Platz an der Europaallee. Danach führt sie ihre Mission um die ganze Welt, wo sie persönliche und direkte Kontakte ermöglichen und damit auch neue Sichtweisen auf die Gegenwartskultur Chinas fördern soll.

Text: Anja Stettin