Infos und Tipps zum «Mundrauben»

Gesunde Ernährung fängt in der Natur an.

Geniessen Sie das freie Obst und erlauben Sie sich das Pflücken aus der freien Natur.

Worauf sollte ich beim «Mundrauben» generell achten?

Die Menschen sollten vor Ort mundrauben, also nicht erst kilometerweit mit dem Auto fahren müssen. Möglichst mit dem Fahrrad, das wäre toll. Außerdem sollten sie nachhaltig agieren. Und sie sollten die Augen aufhalten und sich fragen: Handelt es sich um ein Privatgelände? Selbst wenn es herrenlos aussieht, lieber nachfragen! Außerdem: Beim Pflücken aufpassen, dass man nichts beschädigt. Das gilt übrigens auch für die Wiese drum herum und für den Baum. Die Leute sollten einfach verantwortlich und vorsichtig mit allem umgehen, damit auch im nächsten Jahr wieder etwas gepflückt werden kann.

Wie sind die Reaktionen auf das Projekt?

Genau. 99 Prozent der Mails, die wir bekommen, sind positiv. Einige Leute rufen sogar nur deshalb an, um uns zu sagen, wie toll sie uns finden. Das freut uns. Wir haben aber auch ganz böse Mails, in denen Leute Hunde auf uns hetzen oder uns mit Klagen überhäufen wollen.

Möchten Sie auch in die Schweiz expandieren?

Naja, wir trauen uns da nicht so recht ran, weil wir keine Zeit haben, um die rechtlichen Grundlagen zu klären. Ganz ausgeschlossen ist es aber nicht. Wir haben ja weltweite Anfragen. Uns fehlt allerdings eine Anschubfinanzierung. Deshalb haben wir einen Spenden-Button auf unserer Website. Wer also die Idee toll findet und möchte, dass wir in die Schweiz kommen oder weitermachen, der kann uns natürlich gerne finanziell unterstützen.

Wie soll es denn nun mit dem Projekt weitergehen?

Wir brauchen unbedingt einen neuen Server. Außerdem muss die Website überarbeitet werden und umziehen. Im Moment haben wir mindestens 2000 Zugriffe pro Tag. Die Website muss also stabiler werden. Außerdem möchten wir in Zukunft Cafés, Hotels und Kneipen gegen eine kleine Gebühr mit in die Map aufnehmen. Und zwar die, die sich in der Nähe der Obstbäume befinden. Davon könnte auch die lokale Wirtschaft profitieren, denn es liegt ja nahe, dass man vielleicht nach dem Pflücken auch noch gerne einen Kaffee trinken geht. Dann hat auch die Region etwas davon. Zu guter Letzt möchten wir aber auch, dass die Nutzer aktiver werden und sich mehr einbringen, zum Beispiel über Patenschaften.

Quelle: nachhaltigkeit.org, Interview: Claudia Kohlus

Zur Person:

Mirco Meyer ist einer der fünf Initiatoren von mundraub.org. Er studierte auf Lehramt Englisch und Biologie und war nebenberuflicher Referent für Kommunikationstraining und Theater. Außerdem Referent für Parea im Ökohaus e.V. in Rostock. Seit 2009 ist er selbständig sowie Geschäftsführer der Gildhorn, Meyer GbR (Internethandel, Kommunikation). Derzeit engagiert er sich ehrenamtlich hauptsächlich für mundraub.org und Mytilus e.V. .