Kerngesund: So stärken Nüsse unsere Gesundheit

Im Herbst beginnt wieder die Zeit für Nüsse. Auch wenn sich einige von ihnen als Kalorienbomben unbeliebt machen, liefern Macadamia, Mandel oder Walnuss uns doch jeweils unterschiedliche wichtige Nährstoffe.

Nüsse: Wie gesund sind Erdnüsse, Macadamia, Cashew und Co?
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Wal- und Erdnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Pistazien, Macadamia, Peka- oder Paranüsse – es gibt sie in vielfältigen Variationen. Bei vielen haben Nüsse jedoch einen schlechten Ruf, da sie als sehr kalorienhaltig gelten. In der Tat bestehen einige von ihnen aus bis zu 70 Prozent Fett. Doch dabei ist auch viel gesundes Fett. Und nicht alle Nüsse sind Kalorienbomben.

Warum Nüsse gesund sind und was sie bewirken

Nüsse enthalten besonders viele ungesättigte Fettsäuren. Diese kann man durchaus als gesundes Fett bezeichnen, welches leider in unserer modernen Ernährung viel zu selten vorkommt.

Der wohl bekannteste Vertreter ungesättigter Fettsäuren ist die Omega-3-Fettsäure. Sie ist besonders stark in der sehr gesunden Walnuss enthalten. Wegen ihrem ausgewogenen Verhältnis von ungesättigten und gesättigten Fetten kann die Walnuss sogar als die gesündeste Nuss bezeichnet werden.

Die Omega-3-Fettsäuren in Nüssen verringern dabei das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen, senken den Cholesterinspiegel, verdünnen das Blut, reduzieren das Diabetes-Risiko, nachweislich die Gefahr an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken und wirken zudem wie ein Gute-Laune-Doping. Den Darm und die Prostata schützen und stärken sie auch noch.

Zudem sind Nüsse gesund, da sie eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralien enthalten. So enthalten Mandeln, Walnüsse und auch Haselnüsse viel Vitamin E, welches aufgrund seiner antioxidativen Wirkung als zellschützend gilt und besonders für gesunde Haut sorgt.

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Königin der Nüsse: Die Macadamia schützt Herz und Kreislauf

Die Frucht des Macadamia-Baums gehört zu den teuersten Nusssorten der Welt, weshalb man sie die Königin der Nüsse nennt. Da sie eine sehr harte Schale hat, findet man die Macadamia im Detailhandel meist nur in geschälter Form.


Diese Nuss hat einen sehr hohen Fettgehalt, der aber vor allem aus ungesättigten Fettsäuren besteht. Diese sollen positiv auf das Herz-Kreislauf-System wirken. Aber Vorsicht, die gesunde Wirkung gilt nur bei Menschen. Für Katzen und Hunde sind sie giftig. Foto: © rostovtsevayulia / iStock / Thinkstock

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Gesunde Nüsse machten im Versuch nicht dick

In einer Analyse der Harvard-Universität wurde festgestellt, dass Studienteilnehmer trotz dem Konsum vieler gesunder Nüsse nicht zugenommen hatten. Manche konnten sogar ein paar Pfunde abwerfen.

Was welche Nuss noch so alles kann und wie kalorienreich welche ist, erfahren Sie in unserer Bildergalerie weiter oben.

Warum nicht jede Nuss eine Nuss ist

Nüsse sind genau genommen Schalenfrüchte, aber nicht alles was wir als Nuss bezeichnen ist auch wirklich eine. So ist die Erdnuss eigentlich eine Hülsenfrucht. Cashew ist der Kern des tropischen Kaschubaumes, dessen Früchte entfernt an einen Apfel erinnern. Die Mandel ist ein Steinobstgewächs, welches mit der Rose verwandt ist. Dagegen ist die Maroni oder Esskastanie tatsächlich eine Nuss, die übrigens mit zwei Prozent sehr wenig Fett enthält.

Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann