Nahrungsmittel: Der Klimawandel zwingt zu anderem Essverhalten

Viele Menschen werden zukünftig gezwungen sein, sich mit anderen Lebensmitteln zu ernähren als bisher. Denn laut einer Studie werden die Ernten der wichtigsten Getreidearten durch den Klimawandel deutlich geringer ausfallen. 

Durch den Klimawandel wird die Weizenernte geringer ausfallen
Viele Menschen werden auf andere Nahrungsmittel als Weizen ausweichen müssen. Foto: © iStockphoto / Thinkstock
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Den grössten Rückgang befürchtet das Expertenteam der internationalen Forschungsinitiative CCAFS (Research Program on Climate Change, Agriculture and Food Security) beim Mais. In Afrika werden bis 2050 durch Trockenheit und andere Wetterveränderungen bis zu zwanzig Prozent weniger Mais auf den Feldern wachsen. Auch die Ernte von Weizen und Reis wird laut den Einschätzungen der Experten um 13 bis 15 Prozent zurückgehen.

Schuld an den Veränderungen hat die Lebensmittelindustrie zu einem grossen Teil selbst. Denn fast ein Drittel aller von Menschen verursachten Klimagase geht auf das Konto der Lebensmittelindustrie. Anbau, Weiterverarbeitung und der Transport von Nahrungsmitteln stossen enorme Mengen CO2 aus. Zusätzlich belasten weitere Aspekte wie die Herstellung von Dünger das Klima. Insgesamt kommt die Lebensmittelindustrie so auf einen CO2-Ausstoss von 17 Milliarden Tonnen pro Jahr.

Um die Welt zukünftig zu ernähren, müssen sich Bauern durch neue Anbaumethoden an die veränderten Wetterbedingungen anpassen, raten die Experten. Für viele Menschen wird sich der Speiseplan ändern: Wenn Weizen, Mais und Reis nicht ausreichend verfügbar sind, müssen sie auf andere Nahrungsmittel ausweichen.

Quellen: welt.de, sueddeutsche.de

Text: Leena Heinzelmann

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