Tatsächlicher Nutzwert der Label für klimafreundliche Lebensmittel

 

Tücken bei der Berechnung

Das grundsätzliche Problem ist nun die Frage, wo die Berechnung des CO2 Fussabdruckes anfängt und wo sie aufhört. Nehmen wir das Beispiel Tomate: deren CO2-Wert lässt sich relativ leicht errechnen : bis zum Supermarkt. Anschließend wird es kompliziert: Kommt die Tomate roh in den Salat, erzeugt sie in der Nutzungsphase kaum CO2, kommt sie auf eine Pizza und lange in den Ofen, erzeugt sie sehr viel CO2. Die Verarbeitung zu berücksichtigen ist für Hersteller wichtig, um verschiedene Produkte vergleichbar zu machen. Ebenso fällt der Weg vom Einkauf, zurückgelegt mit Velo, Auto oder Bus, ins Gewicht.

Klimafreundliche Lebensmittel sind gesund

Eines scheint aber sicher - eine gesunde Ernährung verträgt sich in den meisten Fällen bestens mit dem Klimaschutz: Karotten, Kartoffeln und Poulet, zum Dessert Waldbeeren - so sieht eine klimaschonende Mahlzeit aus. Dabei sollten die Produkte natürlich aus der Region stammen. Auch Bio-Lebensmittel sparen gegenüber konventionellen etwa 10 Prozent Treibhausgase ein. Fisch hingegen ist problematisch: Er ist zwar gesund, der Diesel, den die Fangschiffe verbrauchen, vermiesen aber seine Klima-Bilanz. Neben den Vegetariern, die das Klima nur halb so stark aufheizen, wie «Allesesser», essen die Veganer, die auch noch auf Milchprodukte verzichten, am klimafreundlichsten.

Text: Anna Birkenmeier
 

Klimafreundliches Einkaufen

Sie kaufen klimafreundlich ein, indem Sie darauf achten, dass

  • die Lebensmittel und andere Produkte umweltverträglich produziert wurden.
  • es sich bei den Produkten um saisonale Produkte und Produkte mit kurzem Transportweg, d.h. regionale Produkte, handelt.
  • Ihre Elektrogeräte eine Energieklasse ab Klasse A aufweisen.
  • Sie grosse Mengen einkaufen (Wochenendeinkauf). Das reduziert Einkaufsfahrten und somit CO2-Emissionen.
  • Sie Ihren Einkauf wenn möglich zu Fuss, per Velo oder mit dem öffentlichen Verkehr erledigen.