Recycling und Energie-Verbrauch: Burger King nicht transparent

Das Recycling ist eine der grössten Herausforderungen im Umweltmanagement.

Auch die Fastfood-Kette Burger King sieht das Recycling- und Abfallmanagement als ihre grösste Herausforderung. Doch ist ihr Umweltmanagement wenig differenziert und scheint nur die Mindeststandarte einzuhalten, so ist in ihrem Corporate Responsibilty Report zu lesen, dass ihr Rindfleisch nicht von Weiden «aus letztens abgeholztem Regenwald» stammt und dass die «Fischfänge innerhalb der festgelegten Grenzwerte nachhaltig sind.» Ein Label wie McDonalds besitzt Burger King jedoch nicht. Beim Energie-Verbrauch bleibt der Report unspezifisch.

Ähnlich die Sandwich-Kette Subway. Hier setzt man vor allem auf Frische. Laut der Webseite werden besonders frische Zutaten wie Salat und Gemüse von regionalen Herstellern bezogen. Brot, Wurst, Saucen und Käse kommen jedoch aus Deutschland, was längere Transportwege mit sich bringt. Sonst informiert die Fastfood-Kette auf ihrer Homepage nur spärlich.

Fisch mit MSC-Label und Bio-Fleisch

Um sicher zu gehen, dass man beim Essen nicht sündigt, lohnt es sich generell auf Labels zu achten: «Lebensmittel mit Label schneiden mit Sicherheit besser ab», sagt Corina Gyssler, «und gerade bei Fisch ist ein Label sehr wichtig.» Laut WWF hat der Fischkonsum allein in den letzten drei Jahren um mehr als 25 Prozent zugenommen. Das entspricht einem Konsum von 9,1 Kilo Fisch und Meeresfrüchten pro Kopf und Jahr in der Schweiz. Und dabei wird eine komplette Überfischung von Meeresfischen befürchtet.

Der WWF empfiehlt bei Wildfang, Fisch mit dem MSC-Label zu kaufen. Aber: «Man sollte Fische als Delikatesse geniessen und wann immer möglich die Bio-Zucht oder Süsswasserfische aus Schweizer Seen bevorzugen», sagt Corina Gyssler. Auch Fleisch sollte nicht in Unmengen verzerrt werden: «Zwei bis drei Mal pro Woche Fleisch reicht. Und da gehören auch die Speckwürfeli auf dem Quiche dazu. Zudem sollte man sich wenn möglich für Bio-Fleisch aus der Region entscheiden.» Und wenn man dann noch Freiland-Gemüse aus der Region kauft, kann man sich auf der sicheren Seite wähnen und sich vielleicht sogar ab und zu eine Mahlzeit bei McDonalds genehmigen.

Text: Rafaela Roth

Ratgeber:

Essen kann Umwelt-Sünde sein. Vor allem dann, wenn es grosse Transportstrecken zurückgelegt hat, aus umweltbelastender Produktion stammt oder in Unmengen konsumiert wird. Grundsätzlich lohnt es sich auf Bio- und andere Labels zu achten. Gerade bei Fisch ist das wichtig. Der WWF-Ratgeber «Fische und Meeresfrüchte» bietet Orientierung. Hier kann er eingesehen und konstenlos bestellt werden: www.wwf.ch. Die grossen Fastfood-Ketten verbrauchen bei der Produktion ihrer Menüs viele Ressourcen. Gerade bei McDonalds ist man sich des Problems aber bewusst. Viele Massnahmen wurden schon getroffen. Die Fastfood-Kette Burger King und Subway schneiden hier schlechter ab.