Die Schweiz will Importe aus illegaler Fischerei verbieten

In der Schweiz soll nur noch Fisch auf den Tellern landen, der aus nachweisbar genehmigten Fanggebieten stammt. Mit dem Verbot für Waren aus illegaler Fischerei folgt der Bundesrat einem Entwurf der EU, durch den die weltweiten Fischbestände besser geschont werden sollen.

Illegale Fischerei: Die Schweiz will Importe verbieten
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Illegale Fischerei gefährdet Artenvielfalt

Durch jahrelange intensive Fischerei sind die Bestände in vielen Teilen der Welt bereits stark gefährdet. Deshalb wurden vielerorts Fangquoten sowie Schonzeiten und -gebiete eingeführt. Die illegalen Fischer halten sich jedoch nicht an die Vorgaben und tragen so zu einer Verschärfung des Problems bei.

Die Menge des durch illegale Fischerei räuberisch erbeuteten Fischs ist schwer einzuschätzen. Doch dadurch steigt die Gefahr der Überfischung und Massnahmen für den Artenschutz sowie das Engagement für nachhaltigen Fischfang drohen ins Leere zu laufen.

Daher wird die Motion “Keine Erzeugnisse aus illegaler Fischerei auf dem Schweizer Absatzmarkt” derzeit im Bundesrat diskutiert, in der Vergangenheit wurde sie bereits einmal abgelehnt. Die EU hingegen hat einen entsprechenden Beschluss  2010 durchgesetzt.

Quellen: Schweizerbauer.ch, naturschutz.ch