Grillmeister: ökologisch und gesund grillieren mit Holzkohle-, Elektro- und Gasgrill

Die ersten sonnigen Tage entfachen das Grillfieber. Echter Genuss stellt sich jedoch nur ein, wenn man sich für den passenden Rost entscheidet. Was ist gesünder und umweltschonender - Holzkohlegrill, Elektrogrill oder Gasgrill? Mehr übers Grillieren erfahren Sie hier.

Die Planung für das perfekte Barbecue beginnt bereits bei der Wahl für den richtigen, Grill, Rost und dem Holz.
Die Wahl des richtigen Grills und dem Brennmaterial lässt ihr Barbecue perfekt werden. Foto: Alexander Shalamov, iStock, Thinkstock
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Leicht-würzige Rauchzeichen melden den Start in die neue Grilliersaison. Die meisten grillieren klassisch auf dem offenen Holzkohlegrill. Doch immer mehr Schweizer entdecken nun auch Gas- oder Elektrogrill für sich.

Beim Holzkohlegrill ist das Brennmaterial entscheidend

Traditionell grilliert man mit Holzkohle. Das ist günstig und einfach zu bewerkstelligen. Dennoch muss man etwas Wartezeit bis zum ersten garen Fleischstück einrechnen. Bis sich die Glut bildet, dauert es etwa eine Stunde. In jedem Fall sollte man beim Kauf darauf achten, dass der Holzkohlegrill einen Windschutz und einen höhenverstellbares Rostgitter hat. So hat man die Temperatur im Griff. Holzscheite sind eine gute Alternative zu Holzkohle oder den länger glühenden Briketts. Die Holzsorte kann das Aroma des Grillgutes massgeblich mitbestimmen, darf aber nicht nass, behandelt oder harzend sein. So erzeugt Eiche einen milden Geschmack, der sich besonders für Rind und Lamm eignet. Ahorn hinterlässt ein mild-süssliches Aroma, was sich für Schwein und Geflügel anbietet. Buche hat hingegen ein starkes Aroma, womit alle Fleisch- und Fischsorten gelingen.

Umweltbewusst Grillieren mit FSC-Siegel

Holzkohle stammt meist von ausländischen Bäumen. Man benötigt für 10.000 Tonnen Holzkohle  etwa 50.000 Bäume. Um den Kahlschlag zu verhindern, sollte man beim Kauf von Grillkohle und Anzündmittel auf das FSC-Siegel achten. FSC steht für eine umwelt- und sozialverträgliche Waldnutzung und ist international anerkannt. Im Handel gibt es auch PEFC-Label zertifizierte Kohle. Dieses wird von der Holzindustrie vergeben und ist deshalb nicht unabhängig.

Anzündhilfen

Wenn das Feuer zu schwach zündelt, liegt der Einsatz von Spiritus nah. Doch davon ist abzuraten. Es kann sich eine Stichflamme entwickeln, wodurch Grillmeister meist schwere Verbrennungen davontragen. Im Warentest von K-Tipp schnitten Flüssiganzünder hinsichtlich Rauch und Geruch sehr schlecht ab. Insgesamt liess man 16 Anzündhilfen auf Geruch, Rauchentwicklung und Brenndauer testen. Neben den herkömmlichen Feueranzündern überzeugten auch Feuerballanzünder, Zündwürfel und Brennpasten, wobei letztere schlechter in Kohle und Holz einziehen. Würfel aus Kerosin- und Petrolium erwiesen sich hingegen als ungeeignet, da diese stark qualmten und stanken.

Richtig zündeln am Holzkohlegrill

Holzkohle entzündet sich schneller als Holzbrikett. Wenn man Flüssiganzünder verwendet, sollte man diesen einige Minuten einwirken lassen. Wichtig ist, Fleisch, Käse oder Gemüse erst auf den Rost zu legen, wenn alles vollständig abgebrannt ist. Sonst setzt sich der Geruch im Grillgut fest. Um Ascheflug zu vermeiden, gehören Papier oder Eierkarton nicht in den Holzkohlegrill. Ein Anzündkamin ist weitaus sicherer und ökologischer. Man füllt diesen mit Holzwolle. Das Material gilt als ökologischer Anzünder. Darauf legt man die Kohlen, welche dann durchglühen. Bei Holz bringt man erst dünne Scheite zum Brennen und verwendet erst später grössere Stücke. Um das Feuer anzuheizen, ist zusätzliche Luft nötig. Dafür bietet sich das Pusten oder das Wind zufächeln an.

Holzkohlegrill: guter Geschmack, ungesundes Schwarz

Den meisten Grillfans schmeckt die Wurst oder das Steak vom offenen Holzkohlegrill am Besten. Das bewies auch ein Blind-Testessen, dass Kassensturz im Jahr 2007 mit 37 Personen organisierte. Mehr als die Hälfte sprach sich für das typisch-rauchige Aroma aus. Weit abgeschlagen waren die Würste vom Gasgrill. Wer mit Holzkohle oder -briketts brät, grilliert gefährlich: Verbranntes Fleisch ist nicht nur unappettitlich, sondern zudem sehr ungesund. Krebserregende Stoffe werden beim Verbrennen von Holz oder Kohle freigesetzt, aber auch, wenn das Fett in die Glut tropft. Diese setzen sich in beiden Fällen auf dem Grillgut ab und werden mitgegessen. Gepökeltes Fleisch gehört nicht auf den Rost. Bei Hitze bilden sich Nitrosamine, die als krebsfördernde Stoffe gelten.