Knatsch um Fleischverbot-Forderung an der Uni Basel

Kürzlich forderten 60 Studenten für die Mensa der Basler Universität ein Fleisch- und Fischverbot. Erste Etappen zu diesem Ziel wären geschafft. Fleischesser gehen jetzt aber auf die Barrikaden.

Die Mensa der Universität Basel soll künftig kein Fleisch mehr anbieten.
Vegi-Studenten fordern, dass in der Mensa der Uni Basel kein Fleisch mehr angeboten wird. Foto: © iStokphot / Thinkstock
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Der Studienrat hat sich mit sechs zu zwei Stimmen bei vier Enthaltungen für den Antrag der 60 Studenten für eine fleisch- und fischlose Mensa ausgesprochen. Und auch die Cateringfirma, welche die Mensa der Basler Uni betreibt, hat dafür ein offenes Ohr. Die Initianten freuts. Einer der Initianten meint, die Basler Uni könne so nun mit gutem Beispiel für den Rest der Schweiz vorausgehen, so 20min.

Fleisch-Freunden gefällt der Entscheid hingegen ganz und gar nicht und sie wollen die Forderung der Vegis mit einem Referendum kippen. «Mehr vegetarische Menus sind ok, aber Fleisch ganz verbieten geht nicht», so Molekularbiologie-Student Mario Metzlergegenüber 20min. Erich Schlumpf von der Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft, Proviande, bezeichnet die Forderung gar als «hirnverbrannt», zitiert 20min weiter. Diese würde fast alle Studenten bevormunden, denn immerhin seien nur gerade knapp fünf Prozent der Schweizer Vegetarier.

In die hitzige Debatte mischt sich die Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus (SVV) ein. Sie fordern, dass das Thema auch an anderen Unis diskutiert wird. Ihrer Meinung nach birgt eine fleischlose Mensa viele ökologische, wie auch wirtschaftliche Vorteile.

Ob die Mensa der Basler Uni in Zukunft nur noch Vegi-Menus führt, entscheidet schlussendlich die Verpflegungskommission der Universität.

Quelle: Tagesanzeiger.ch 20min.ch Text: Jessica Buschor