Fairtrade in Bio-Qualität

Kaffeebohnen sind ein typisches Fair-trade-produkt.

Ein typisches Fairtrade Produkt sind Kaffebohnen. Foto: Bonga1965, iStock, Thinkstock

Auch, wenn Max Havelaar in erster Linie ein Soziallabel ist, beinhaltet der faire Handel auch Umweltkriterien. Werden zum Beispiel noch chemische Pflanzenschutzmittel verwendet, verlangt Max Havelaar, dass der Einsatz stetig reduziert wird. Biologische Produktion ist aber keine Bedingung für das Gütesiegel. Erfreulicherweise sind immer mehr Max Havelaar-Produkte aber auch Bio-zertifiziert.

Die Produzenten erhalten für die biologisch angebauten Produkte eine zusätzliche Bio-Prämie. Bananen, Baumwolle, Honig, Kaffee, Kakao, Schokolade, Zucker und Tee gibt es bereits jetzt schon auch in Bio-Qualität zu kaufen. Alle Max-Havelaar-Produkte werden mit dem Schiff transportiert, nur die Blumen werden eingeflogen. myclimate hat jedoch belegt, dass die Max-Havelaar-Rosen vier Mal weniger Energie benötigen, als jene Blumen, die in geheizten europäischen Gewächshäusern produziert werden. Max Havelaar schreibt, dies sei auf den Verbrauch von Energie, Beleuchtung und Wasser in den Treibhäusern zurückzuführen. Bei den auf dem Flugweg importierten Rosen aus Afrika, Indien und Südamerika seien aufgrund der Klimabedingungen weder Beheizung noch Beleuchtung notwendig. Ökologisch gesehen ist es jedoch immer noch am sinnvollsten, Blumen aus dem regionalen Freiland-Anbau zu kaufen.

Laut FLO stieg der Umsatz mit fair gehandelten Produkten im vergangenen Jahr um 15 Prozent. Davon hätten 1,2 Millionen Kleinbauern und Plantagenarbeiter profitiert. In der Schweiz sei der Umsatz ebenfalls um 2,6 Prozent gestiegen. Hier waren es vor allem Kleider aus Baumwolle, das bestverkaufte Produkt blieben aber die Bananen, deren Marktanteil seit Jahren bei über 50 Prozent liegt. Es sei auch erstmals gelungen, grosse international tätige Unternehmen für den fairen Handel zu gewinnen. So stellte Starbucks sein wichtigstes Kaffeegetränk «Starbucks Espresso Roast» europaweit auf Fairtrade um und bis im nächsten Jahr soll jedes Eis von Ben & Jerry's das Fairtrade-Logo tragen.

Quelle: nachhaltigkeit.org

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Der Verein «Swiss Fairtrade» wurde im Oktober 2007 gegründet und ist die Nachfolgeorganisation des Schweizer Forum für Fairen Handel. In diesem Zusammenschluss sind die führenden Akteure des Schweizer Fairtrades vertreten und verstärken ihr gemeinsames Engagement. Swiss Fairtrade führt Aktivitäten zur Stärkung des nachhaltigen Handelns durch. Nebst vielen anderen sind Brot für alle, Claro Fairtrade AG, fair-fish und die Max Havelaar-Stiftung Mitglieder von Swiss Fairtrade. (www.swissfairtrade.ch)

Weiter Infos und Tipps zu Fairtrade finden Sie hier:

  • Die Claro Fairtrade AG verkauft ihre Produkte in rund 130 Claro-Läden und in über 500 anderen Läden in der Schweiz. Alle Verkaufsstellen finden Sie unter www.claro.ch
  • Die unabhängige Zertifizierungsorganisation FLO-CERT zertifiziert und kontrolliert Kleinbauerorganisationen und Plantagen: www.flo-cert.net
  • Mit dem Fairtrade-Code auf der Verpackung Ihres gekauften Fairtrade-Produktes von Max Havelaar finden Sie unter www.maxhavelaar.ch weitere Informationen.