Diese Schokolade hilft den Wald aufzuforsten

Promo – Wie ein Sturm dafür sorgt, dass Kakao in Honduras nachhaltiger angebaut wird und eine spezielle Schoggi Wälder wachsen lässt, die für die lokale Bevölkerung Gold wert sind.

Schokolade aus Honduras
Von der Kakaobohne bis zur feinen Bio-Schoggi ist es ein langer weg. Foto © zVg
  • 3
  • 0

Ein Tropensturm stand am Anfang dieses zukunftweisenden Projekts – erfolgreiche Fairtrade-Bio-Schokolade am Ende. Nachdem 2008 in Honduras eine komplette Kakaokultur bei einem Unwetter zerstört wurde, war auch die Lebensgrundlage der lokalen Bauern verloren.

Nachhaltigleben

Kakao ernten in Honduras. Foto © zVg 

Coop und deren Schokoladenproduzentin Chocolats Halba griffen den Bauern unter die Arme und halfen den lokalen Kakaobauern, ihre Plantage neu und nachhaltiger aufzubauen. Sie setzten dabei auf eine zukunftsweisende Technik: Die Agroforstwirtschaft.

Der Wald im Feld

In Honduras gilt das Aufforstungsprojekt als Pionierleistung. Mit viel Geduld und Schweiss haben die Bauern ihre Plantagen nach den Grundlagen der Agroforstwirtschaft wieder aufgebaut.

Bei dieser Form der Mischkultur werden zu den Kakaopflanzen Obst- und Edelholzbäume gepflanzt. Die Bäume erfüllen dabei gleich mehrere Funktionen: Sie dienen dem Kakao als Schattenspender und Wasserspeicher, sie binden CO2 und helfen so bei der CO2-Kompensation.

Im Brennpunkt

Die Mischkultur fördert die Biodiversität und die Gesundheit der Böden, was wiederum eine bessere Ernte ermöglicht.

Darüber hinaus sind die Edelholzbäume für die Bauern eine zusätzliche und wichtige  Einkommensquelle in der Zukunft: Denn in rund 25 Jahren können die wertvollen Edelbäume mit Gewinn auf dem  Holzmarkt verkauft werden Während die neue Baumgeneration gleich nachwächst.

Übrigens: Seit 2013 kann die feine Schoggi exklusiv bei Coop  gekauft werden.

Der Kakao aus dem Wald ist nur eines von zahlreichen Projekten dieser Art, welches die Detailhändlerin initiiert hat. Das übergeordnete Ziel ist, dass Coop langfristig Kakao aus  fairer und nachhaltiger Produktion beziehen kann.

Schädliche Monokultur

Auch in Ghana engagiert sich Coop gemeinsam mit ihren Partnern für eine nachhaltige Kakaoproduktion.

Aufgrund jahrelanger Monokulturen sind in Ghana die Böden vieler Kakaobauern ausgelaugt und die Kakaobäume von Schädlingen und Krankheiten befallen.

Synthetische Düngemittel und Pestizide, die in grossen Mengen eingesetzt wurden, verschlechterten die Situation zusätzlich.

Mischkultur für Biodiversität

Um die Kakaoproduktion nachhaltig zu gestalten, werden nun rund 400 Hektaren Monokulturen durch Mischkulturen ersetzt. Ähnlich wie in Honduras wird der Kakao also mit Bäumen, aber auch mit Nutzpflanzen kombiniert.

Jeder Schritt zählt

Für den ausgelaugten Boden in Ghana ist das genau die richtige Medizin, denn dank der verschiedenen Lebenszyklen werden die Pflanzen resistenter gegenüber Schädlingen und Krankheiten.

Die Erhöhung der Biodiversität mindert zudem die Auswirkungen des Klimawandels und erhöht den Ertrag der Kakaopflanzen. Und da die Kakaobauern nun neben Kakao auch Bananen, Papaya oder Maniok ernten, ist es ihnen möglich, ihr Einkommen breiter abzustützen.

Natürlich erfordert diese Form der Mischkult umfangreiches Wissen. Coop unterstützt daher die regelmässigen Schulungen, die für die Kakaobauern durchgeführt werden.

Paranüsse vs. Holzwirtschaft

In Peru setzt sich Coop ebenfalls für ein wichtiges Vorhaben ein, das durch mehr Nachhaltigkeit zu einer gesünderen Umwelt führen soll. Die Detailhändlerin unterstützte ein Projekt der ETH Zürich, das die Produktion von Paranüssen langfristig nachhaltiger und sicherer machen soll.

Da in Peru sowohl die Paranüsse als auch die Holzwirtschaft zu den wichtigsten Einnahmequellen der Bevölkerung gehören, entsteht hier ein Interessenskonflikt, der die Ernte der Paranüsse gefährdet.

Denn Paranüsse werden nicht in Plantagen gezüchtet, sondern wachsen wild in denselben Wäldern, die von der Holzwirtschaft genutzt werden. Der intensive Holzschlag hat oft zur Folge, dass auch Paranussbäume zu Schaden kommen, was die Ernte empfindlich schmälert. 

Das von Coop unterstützte Projekt setzt sich dafür ein, dass der Tropenwald erhalten bleibt, der Bestand an wild vorkommenden Paranuss-Bäumen durch Aufforstung erweitert und das Einkommen der lokalen Bevölkerung gesichert wird.

Dieser Artikel wird unterstützt von der Coop-Nachhaltigkeitsinitiative «Taten statt Worte». Erfahren Sie mehr über die Vision «CO2-neutral bis 2023» und über die zukunftsweisenden Projekte in Honduras, Ghana, und Peru.

Nachhaltigleben