Die vier goldenen Regeln für mehr Klimaschutz auf dem Teller

Promo – Die Ernährung ist nebst Verkehr und Wohnen einer der drei grossen Hebel, der unsere CO2-Bilanz in die Höhe schiessen lässt. Diese vier Tipps bringen mehr Klimaschutz auf den Teller.

Nachhaltige Lebensmittel
Foto © iStock / Getty Images Plus
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Unsere Ernährung ist einer der wichtigsten Faktoren, die den Klimawandel begünstigen oder eben das Klima schützen. Doch welche Lebensmittel genau wie oft und wann auf den Teller dürfen, das kann manchmal ganz schön kompliziert sein. Mit diesen vier einfachen Regeln und den Tipps dazu sind Sie definitiv auf dem richtigen Weg.

1 Weniger Fleisch dafür mehr pflanzliche Eiweisse

Setzten Sie öfter auf pflanzliche Eiweisse aus Hülsenfrüchten, Saaten und Nüssen. Im Gegenzug bleiben Fleisch, Eier oder Käse lieber mal beiseite. Hülsenfrüchte wie Linsen, Lupinen, Kichererbsen oder Bohnen haben eine bessere CO2-Bilanz als tierische Produkte. Das gilt übrigens auch, wenn diese zu Tofu und anderen Fleischalternativen verarbeitet werden. Saaten wie Sonnenblumen- oder Kürbiskerne und Nüsse verfeinern Salat, Müesli und Brot und sorgen für eine schlankere Klimabilanz. Unsere fünf Favoriten: Linsen (in jeder Farbe), Lupinen, Baumnüsse, Kürbiskerne und Broccoli.

2 Von jetzt und von hier essen

 Wer bei Früchten und Gemüse auf Saisonales aus der Region setzt, gewinnt gleich dreifach. Die Lebensmittel schmecken meist frischer und intensiver und enthalten mehr wertvolle Nährstoffe als Lebensmittel, die eine lange Reise hinter sich haben. Saisonale Lebensmittel aus der Schweiz sparen den Transportweg per Schiff oder Flugzeug, müssen nicht in einem Treibhaus angebaut oder monatelang gekühlt oder tiefgefroren werden. Achtung ist geboten bei Früchten und Gemüse, das zwar aus regionalem Anbau stammt, aber nicht Saisonal ist. Beispielsweise haben im Mai oder Oktober Tomaten aus Schweizer Gewächshäusern unter dem Strich eine schlechtere CO2-Bilanz als solche, die unter freiem Himmel bei unseren südlichen Nachbaren wachsen – trotz Transportweg. Unser Tipp: Am Kühlschrank den Saisonkalender aufhängen. So landen die richtigen Lebensmittel im Einkaufkorb und besonders praktisch: Man entdeckt ganz nebenbei Gemüse- oder Obstsorten, die man vielleicht gar noch nicht kennt und probiert Neues aus.

3 Mit Bio ein Zeichen setzen

Setzen Sie auf Lebensmittel und Getränke aus biologischem Anbau. In der Bio-Landwirtschaft sind Pestizide und chemische Dünger tabu. Achten Sie auf Produkte mit dem Label von Bio Suisse, welche Bio-Produkte nach strengen Richtlinien zertifiziert. Produzenten mit der Knospe von Bio Suisse müssen zahlreiche zusätzliche Massnahmen zur Förderung der Biodiversität auf ihrem Betrieb durchführen. Auch wird auf unnötige Verarbeitungsschritte verzichtet, beispielsweise werden Knospe-Säfte nie aus Konzentrat gewonnen, sondern immer frisch gepresst und abgefüllt. Zudem schont die biologische Anbauweise die Böden und verbraucht weniger Wasser. Beim Tierwohl bedeutet Bio eine tierfreundliche Haltung, Bio-Futter und reichlich Auslauf. Und schlussendlich profitieren auch die Bauernbetriebe selbst, welche höhere Preise und Direktzahlungen für ihre Aufwände für eine Bio-Landwirtschaft erhalten. All diese Faktoren spielen für die Biodiversität und den Klimaschutz eine zentrale Rolle.

4 Von der Hand in den Mund statt in den Abfall

Jedes dritte produzierte Lebensmittel geht entlang der Wertschöpfungskette verloren. Allein in den Schweizer Haushalten, gehen pro Person und Jahr rund 90 kg essbare Lebensmittel verloren. Schon kleine Veränderungen im Alltag helfen, dass weniger Lebensmittel verloren gehen. Nur so viel kaufen, wie man essen kann. Am besten klappt das mit einem Menüplan für die Woche oder für all jene die nicht gerne planen, hilft der Restesstag. Dabei nutzt man einen Tag pro Woche, um Reste als Zmittag oder Znacht zu verwerten. Zudem müssen abgepackte Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, nicht direkt weggeworfen werden. Denn solche Lebensmittel sind zumeist noch geniessbar. Dies können Sie mit Geruchs- und Geschmacksproben einfach herausfinden. Damit entlasten Sie nicht nur das Portemonnaie sondern helfen vor allem auch unserer Umwelt.

Dieser Artikel entstand mit Unterstützung der Coop Nachhaltigkeitsinitiative «Taten statt Worte». Biologische, vegetarische, vegane, kalorienarme sowie laktose- und glutenfreie Produkte ermöglichen eine grösstmögliche Wahlfreiheit. Coop bietet das breiteste Angebot für Allergiker im Schweizer Detailhandel. Zudem engagiert sie sich mit Produktoptimierungen und diversen Partnerschaften im Ernährungsbereich für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Hier finden Sie 12 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag.

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