Deshalb sollte Hochstamm-Obst öfter in deinem Einkaufskorb landen

Promo - Konfi, Apfelsaft oder Joghurt: Produkte, die mit Früchten von Schweizer Hochstamm-Bäumen hergestellt werden, helfen der Biodiversität, dem Klima und unserer Landschaft.

Foto © iStock / Getty Images Plus
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Hochstamm-Bäume sind zu seltenen Gesellen geworden in der Schweizer Landschaft. Säumten die hochgewachsen Obstbäume früher noch Strassen und Wege oder wurden als Obstgärten von den Bauern kultiviert, hat der Bestand an Hochstamm-Bäumen in den letzten 50 Jahren um 80 Prozent abgenommen.

Dabei fördern ausgerechnet die hochgewachsenen Obstbäume unsere Biodiversität ganz besonders. Im Vergleich zu allen anderen Obstanlagen und Anbauweisen bieten Hochstamm-Obstgärten Lebensraum für mehr Brutvögel, Insektenarten und Pflanzenarten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL).

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Von Kirschen bis Marroni

In der Schweiz werden traditionell Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Kirschen aber auch Marroni und Baumnüsse in Hochstamm-Gärten kultiviert. Alte Äpfel- und Birnensorten haben einen höheren Säure- und Zuckerwert als modernes Tafelobst. Der Most schmeckt dadurch variantenreicher und intensiver. Traditionelle Kirschen- und Zwetschgensorten ab Hochstamm sind etwas kleiner als Obst aus Intensivanlagen, dafür munden sie nicht nur frisch ab Baum, sondern eignen sich hervorragend für Wähen sowie als Zutaten für Joghurts und Konfitüren.

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Doch die Hochstamm-Kultur hat es nicht nur in der Schweiz schwer, denn die Pflege und Ernte der Früchte ist zeitaufwändiger als bei den Niederstamm-Kulturen. Die Äpfel, Birnen, Kirschen oder Zwetschgen werden mit hohen Leitern und in Handarbeit von den Bäumen abgeerntet.

Engagement für alte Baum-Riesen

Foto © Screenshot Hochstamm suisse

Heute engagieren sich glücklicherweise wieder mehr Menschen für den Erhalt der wertvollen Hochstamm-Obstgärten. Eines der bekanntesten Förderprogramme kommt vom Verein «Hochstamm Suisse». Durch den Kauf von Lebensmitteln mit dem gleichnamigen Gütesiegel können Konsumentinnen und Konsumenten Hochstamm-Obstgärten erhalten und diese wichtigen Ökosysteme schützen. Denn «Hochstamm Suisse»-Verarbeiter und Coop verpflichten sich, für Hochstamm-Obst einen fairen Preis zu zahlen und so den Mehraufwand der Hochstamm-Ernte wieder rentabel zu gestalten.

Ob Joghurt, Konfitüre, Süssmost oder Hochprozentiges: Coop ist seit 12 Jahren wichtigster Partner von «Hochstamm Suisse» und weitet das Sortiment für Produkte mit Schweizer Hochstamm-Obst kontinuierlich aus. 2008 stellte die Detailhändlerin einen Apfelsaft auf 100 Prozent Hochstamm-Obst um. Seit 2012 verwendet Coop für sämtliche Apfelsäfte der Eigenmarke Qualité & Prix ausschlisslich Äpfel von Hochstamm-Bäumen. Inzwischen führt die Detailhändlerin vom Joghurt über Apfelringe bis zur Konfitüre über 180 Produkte mit dem «Hochstamm Suisse»-Gütesiegel.

Hochstamm Suisse garantiert einen möglichst ressourcenschonenden und ökologischen Anbau von Hochstamm-Obstgärten. Unabhängige Inspektionsstellen führen regelmässig Kontrollen durch.

Dieser Artikel entstand mit Unterstützung der Coop-Nachhaltigkeitsinitiative «Taten statt Worte». Coop engagiert mit verschiedenen Projekten und Förderprogrammen für die Biodiversität im In- und Aussland. Dazu gehört auch die Kooperation mit Hochstamm Suisse zur Förderung von Hochstamm-Obstgärten in der Schweiz.

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