In unserer geliebten Cervelat wimmelts von Keimen

Die Cervelat gehört zu den beliebtesten Schweizer Würsten. Doch so manchem dürfte nach den Testergebnissen von «Kassensturz» der Appetit vergehen. Zu viele Keime und sogar Fäkalbakterien wurden in den Cervelats gefunden.

In fast der Hälfte der getesteten Cervelats überstieg die Keimbelastung die Toleranzgrenze um ein Vielfaches.
In fast der Hälfte der getesteten Cervelats überstieg die Keimbelastung die Toleranzgrenze um ein Vielfaches. Foto: © EmmaN / pixelio.de
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Von 36 getesteten Cervelats enthielt fast die Hälfte der Würste 20 bis 40 Mal mehr Keime als die gesetzliche Toleranzgrenze erlaubt. In einer der Cervelats überstieg die Anzahl Keime den Wert sogar um das 140fache. In einer anderen stellte das Labor zudem Fäkalbakterien fest.

Die Untersuchung wurde von der Sendung «Kassensturz» des Schweizer Fernsehens durchgeführt. Das Kantonslabor Bern testete im Auftrag des Senders Cervelats aus zehn verschiedenen Kantonen von kleinen und grossen Metzgereien sowie von Grossverteilern. Die Würste mit den meisten Keimen stammten alle von Grossverteilern. Dabei galten zwei Cervelats von Coop und je eine von Volg und Aldi bereits als verdorben. Jener mit den Fäkalbakterien war von Manor.

Otmar Deflorin, Verbandspräsident der Schweizer Kantonschemiker, erklärt, dass der Verzehr der Würste noch keine Gefahr für die Gesundheit darstellen müsse, die hohe Keimbelastung jedoch ein Zeichen für unsauberes Arbeiten wäre, heisst es auf tagesanzeiger.ch.

Als erster der Betroffenen hatte Coop nach bekannt werden der Umstände umgehend Schritte eingeleitet, um Schwachstellen in der Produktion zu finden und zu beseitigen und hat die Haltbarkeitsdauer der betroffenen Cervelats herunter gesetzt.

Quelle: tagesanzeiger.ch Text: Jessica Buschor