Bittersüss: Die dunkle Seite der Schokolade

Seit langem steht die Schokoladenindustrie wegen Kinderarbeit, Menschenhandel und Ausbeutung in der Kritik. 2009 rückte der Film «Schmutzige Schokolade» die Probleme  auf westafrikanischen Kakaoplantagen ins öffentliche Bewusstsein. Nun ist der Macher des Films erneut nach Westafrika gereist, um zu prüfen was sich geändert hat.

Schmutzige Schokolade: Kinderarbeit auf Kakaoplantagen
Noch immer ist Kinderarbeit auf Kakaoplantagen weit verbreitet. Foto: Electrolito / Wikipedia
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Grosse Firmen wie Mars oder das Schweizer Unternehmen Nestlé gelobten 2009, sich den Problemen auf westafrikanischen Kakaoplantagen anzunehmen. Keine illegale Kinderarbeit mehr, neue Schulbauten und faire Bezahlung der Bauern.

2012 hat Miki Mistrati erneut in Westafrika recherchiert. Seine Bilder zeigen, dass sich wenig verändert hat. Nach wie vor ernten in Ghana und Elfenbeinküste Kinder mit scharfen langen Messern Kakaobohnen. Häufig handelt es sich um Kindersklaven, die aus dem benachbarten Burkina Faso entführt wurden. Soziale Projekte, wie etwa Schulbauten, wurden begonnen, doch dann nicht fertiggestellt.

Das schlechte Gewissen bleibt beim Schokolade-Essen somit bis heute bestehen. Immerhin stammen knapp 70 Prozent der weltweiten Kakaobohnen aus Westafrika. Nur der Druck von Verbrauchern auf die Schokoladenfirmen könne die Situation in Westafrika verbessern, so Mistratis Fazit.

Quelle: welt.de

Text: Leena Heinzelmann

Den zweiten Teil der Dokumentation können Sie in der Online-Mediathek der ARD anschauen.

 

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