Schwarze Schokolade & Co.: Diese 9 Lebensmittel enthalten gesunde Bitterstoffe

Cicorino Rosso, Artischocke oder Grapefruit sind wegen des bitteren Geschmacks meist unbeliebt. Doch gerade die Bitterstoffe machen sie so gesund und lassen sogar Pfunde purzeln.

Darum sind Bitterstoffe so gesund – die besten Lebensmittel
Lebensmittel wie schwarze Schokolade oder Grapefruits schmecken bitter und haben eine gute Wirkung auf die Gesundheit, vor allem auf die Verdauung. Foto: © mikeorlov / iStock / Getty Images Plus
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Bittere Lebensmittel spielen in unserer Ernährung eine viel zu kleine Rolle. Doch wer regelmässig bitteres Gemüse oder bittere Kräuter zu sich nimmt, tut seinem Körper etwas Gutes.

Wir zeigen, warum Gemüse, Früchte und Kräuter, die bitter schmecken, auf unsere Gesundheit eine so gute Wirkung haben.

Übrigens: Wenn Sie Mühe haben mit dem bitteren Geschmack, können Sie diesen ganz einfach mildern, indem Sie das bittere Lebensmittel mit einer neutralen Zutat mischen. So macht sich Cicorino Rosso beispielsweise bestens zusammen mit Eisbergsalat.

Den Geschmack durch Süsse zu «entschärfen», ist allerdings nicht unbedingt empfehlenswert, da Süsses unseren Appetit anregt. Allerdings: Wer sich in seiner Ernährung immer mal wieder an etwas Bitteres wagt, der wird sich wahrscheinlich schon ziemlich bald an den Geschmack gewöhnen.

Was Bitterstoffe so gesund macht

Es gibt unterschiedliche Bitterstoffe in Lebensmitteln, doch alle haben sie gemeinsam, dass sie eine gesunde Wirkung auf unseren Körper haben. Bitterstoffe sind entweder Gerbstoffe, wie wir sie klassisch im Grünen Tee finden, oder Glucosinolate, auch Senfölglycoside genannt, wie etwa im Rosenkohl oder auch Meerrettich.

Beide Arten von Bitterstoffen wirken etwa entzündungshemmend und antibakteriell, wodurch sie besonders das Immunsystem stärken. Aber sie sollen auch leicht krebsvorbeugend sein und das Herz-Kreislauf-System fit halten.

Zudem unterstützen Bitterstoffe in Lebensmitteln die gute Verdauung und einen gesunden Magen. Sie regelmässig auf dem Speiseplan zu haben, ist daher durchaus ratsam.

Auch wer abnehmen will, sollte beispielsweise Artischocke, Mangold oder bittere Salate wie Chicorée und Rucola häufig auf seinen Speiseplan setzen. Kräuter wie Koriander, Schnittlauch oder Löwenzahn enthalten ebenfalls wertvolle Bitterstoffe.

Diese Lebensmittel haben besonders viele gesunde Bitterstoffe

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Gesunde Bitterstoffe aus dem heimischen Kräutergarten

Im eigenen Garten finden Sie viele Kräuter mit Bitterstoffen: Baldrian, Löwenzahn, Koriander, Oregano, Petersilie, Pfefferminze und Salbei sind auch wegen ihrer bitteren Inhaltsstoffe sehr gesund.

Viele der Kräuter können Sie prima als Gewürze dazu nutzen, Ihren Gerichten eine besondere Geschmacksnote zu verleihen. Aber auch als Tee oder im Smoothie können Sie von den Bitterstoffen profitieren und Ihrer Gesundheit allgemein sowie speziell der Verdauung auf die Sprünge helfen. Foto: © KayTaenzer / iStock / Thinkstock

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Mit Bitterstoffen abnehmen

Die einfache Erklärung, warum mit Bitterstoffen das Abnehmen funktioniert, ist gerade der bittere Geschmack. Er signalisiert dem Gehirn vorsichtig zu sein, weil die Bitterkeit auf giftige Pflanzen hinweisen könnte.

Von Lebensmitteln, die viele Bitterstoffe enthalten, isst man deshalb meist automatisch weniger. Dass sie zudem schneller für ein Völlegefühl sorgen, konnte auch wissenschaftlich bestätigt werden konnte.

Das beste Beispiel hierfür ist bittere Schokolade mit einem Kakaogehalt über 70 Prozent. Während von der süssen Vollmilchschokolade durchaus mal eine halbe oder ganze Tafel in einer Heisshungerattacke verschwinden kann, wird es bei der bitteren Variante eher bei einigen Stücken bleiben.

Bitterstoffe regen zudem die Verdauung an. Dadurch aktivieren sie auch die Fettverbrennung.

Bitterstoffe als Tropfen: Wer sich mit dem Geschmack von bitter schmeckenden Lebenmitteln überhaupt nicht anfreunden kann, hat die Möglichkeit, die guten Bitterstoffe als Tropfen zu sich zu nehmen. Die Tropfen bestehen meist aus bitteren Pflanzen oder Kräutern wie Enzian oder Wermut und sollen förderlich für die Gesundheit sein. Es wir empfohlen, die Tropfen nach dem Essen einzunehmen, damit der Heisshunger auf den süssen Dessert ausbleibt.

Bitterstoffe können noch mehr

Bitterstoffe sorgen nicht nur für eine gesunde Verdauung. Sie unterstützen auch einen gesunden Magen-Darm-Trakt und gleichen eine Übersäuerung ganz natürlich aus. So können dank bitteren Lebenmitteln Sodbrennen oder andere Probleme, die mit dem Magen zu tun haben, gelindert werden.

Wir sollten zudem darauf achten, bittere Gemüse, Pflanzen oder Kräuter in unserer Ernährung zu integrieren, weil die Bitterstoffe auch die Tätigkeit von Bauchspeicheldrüse und Galle ankurbeln. Diese beginnen so mit der Produktion von Gallenflüssigkeit, Magensäften und Insulin, die für die Verwertung von Nährstoffen wichtig sind.

Auch die Leber wird durch die wichtigen Bitterstoffe in ihrer Entgiftungsfunktion unterstützt.

Wenn Sie gleich damit beginnen wollen, Bitterstoffe in Ihre Ernährung zu integrieren, finden Sie hier einfache Rezepte für feinen Cicorino Rosso.

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