MSC-Label für Fische und Seafood-Produkte aus Wildfang

Der Wildfang von Fischen im Meer muss geregelt werden, um eine Überfischung.

Der Wildfang von Fischen muss eingeschränkt werden, um eine Überfischung zu verhindern. Foto: ayusun, iStock, Thinkstock

1997 gründeten der WWF und der Fischereikonzern Unilever gemeinsam den Marine Stewardship Council (MSC). Heute ist MSC eine unabhängige Organisation, die für eine schonende, bestandserhaltende Fischerei steht. Zusammen mit Wissenschaftlern, Fischereiexperten und Umweltschutzorganisationen hat MSC einen Umweltstandard für die Beurteilung und Auszeichnung von Fischereien entwickelt.

Der MSC-Standard besteht aus drei Prinzipien:

  • Es darf nur so viel gefischt werden, wie wieder nachwächst. Zeigt ein Bestand Anzeichen von Überfischung, muss die Fischerei Massnahmen treffen um die Erholung zu gewährleisten.
  • Die Ausübung der Fischerei darf die Struktur, die Vielfalt und die Produktivität des betreffenden Ökosystems und aller mitbeteiligten Arten nicht beeinträchtigen.
  • Die betreffende Fischerei muss einen Managementplan ausarbeiten, der aufzeigt, wie die ökologischen, gesetzlichen und sozialpolitischen Anforderungen erfüllt werden.

Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses unterziehen sich die Fischereien einer umfangreichen wissenschaftlichen Analyse. Sie verpflichten sich zudem einen Bestand längerfristig nachhaltig zu bewirtschaften und sofort aktiv zu werden, wenn wichtige Referenzgrössen nicht eingehalten werden. MSC-Fischereien und alle nachgelagerten Verarbeitungsbetriebe werden regelmässig durch unabhängige Kontrollstellen überprüft.