Von würzig bis fruchtig: Leckere Rezepte für Kürbis-Chutney

Das Besondere an Chutneys ist ihre Mischung aus fruchtigen, würzigen und süssen Aromen. Vieles kann zu der leckeren Masse verarbeitet werden. So auch Kürbis, der als Chutney nicht nur einen feinen Geschmack erhält, sondern so auch haltbar gemacht werden kann.

Kürbis Chutney: Rezept und vielfältige Varianten
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Chutneys passen, würzig abgeschmeckt, zu kräftigen Speisen wie Fleisch oder Käse, etwas fruchtiger auch gut zu Fisch. Klein püriert sind sie auch ein feiner Dip für Gemüse. Gerade im Herbst bietet es sich an, die vielseitigen Kürbissorten für das ein oder andere Chutney-Rezept einzusetzen. Frisch zubereitet, mit nur wenig Aufwand, halten sie ein paar Tage im Kühlschrank. Richtig eingemacht und abgefüllt in Gläser mindestens ein paar Monate.

Tipp zur Kürbis-Wahl für ein Chutney: Eher süsslich schmeckende Sorten wie Butternut oder Hokkaido verwenden. Welche Kürbissorten sich sonst noch für ein Chutney-Rezept eignen, erfahren Sie in unserem Beitrag «Was für eine Kürbissorte am besten zu welchem Rezept passt».

Kürbis-Chutney mit Apfel: Verführerischer Herbstgenuss

Kürbis und Zwiebeln, fruchtiger Apfel und kräftige Gewürze geben einem Kürbis-Apfel-Chutney einen herrlichen Geschmack.

Zutaten für das Kürbis-Chutney

Für dieses Kürbis-Chutney benötigen Sie folgende Zutaten: 1,5 kg Kürbis, 500 g eher säuerlichen Apfel (z. B. Gravensteiner oder Boskoop) geschält und entkernt, 5 grosse Zwiebeln, 600 ml Apfelessig, 200 g Rosinen, 300 g braunen Zucker, 2–3 Knoblauchzehen, 2 TL Salz, 2 TL Senfkörner, 1–2 TL Pfefferkörner, ½ TL Pimentkörner, 4–5 Nelken, 1 Lorbeerblatt, ½–1 TL Cayenne oder fein gehackte Chilischote.

Zubereitung des Kürbis-Chutneys

Den Kürbis schälen, wenn es kein Hokkaido ist, entkernen und fein würfeln. Pfefferkörner, Piment, Nelken und Lorbeerblatt in einen Teebeutel oder ein Tee-Ei geben – damit sie später leicht entfernt werden können – und zusammen mit Essig sowie Zucker aufkochen. Gewürfelten Apfel, Kürbis, Zwiebel, Rosinen, Chili und Senfkörner hinzugeben und nochmals aufkochen lassen.

Nun das Kürbis-Chutney unter regelmässigem Rühren einköcheln lassen. Wird die Masse zu dickflüssig und droht anzubrennen, etwas Wasser zugeben. Das Kürbis-Chutney ist nach 30 – 45 Minuten fertig. Es ist zwar noch nicht alles an Aromen völlig durchgezogen, dennoch kann es sich lohnen, das Kürbis-Chutney während des Kochens mal zu probieren. Zu viel oder zu wenig Säure, zu wenig Süsse oder noch nicht mit dem richtigen Pfiff? Dann einfach entsprechende Gewürze nochmals zugeben und ein paar Minuten weiter kochen lassen.

Im Kühlschrank hält sich das Chutney dann ein paar Tage. Wenn man es in abgekochte Marmeladen-Gläser abfüllt und an einem dunklen kühlen Ort lagert, werden daraus sogar mehrere Monate. Am einfachsten gelingt das mit sauberen Schraubgläsern. Diese werden während des Kochvorgangs heiss ausgespült und anschliessend bis zum Rand mit kochendem Wasser gefüllt. Die Schraubdeckel kommen in eine Schüssel und werden ebenfalls mit heissem Wasser übergossen.

Glas für Glas entleeren und das Kürbis-Chutney abfüllen. Vorsicht heiss! Die Gläser für das Kürbis-Chutney daher am besten direkt neben den Herd stellen und nur mit Backhandschuhen oder Handtuch anfassen.

Nach dem Befüllen sollte bis zum Glasrand ein Zentimeter Platz sein. Auf mögliche Luftblasen kontrollieren und – wenn vorhanden – durch leichtes Klopfen auf der Arbeitsplatte entfernen.

Tipp: Der Rand muss sauber sein, deshalb mit Küchenkrepp abwischen.

Einen Schraubdeckel aus der Schüssel nehmen, fest zuschrauben und Glas auf den Deckel gestellt ein Vakuum ziehen lassen. Abgekühlt sollte der Deckel sich eingezogen haben und nicht mehr klicken, wenn man drauf drückt.

Von mediterran bis asiatisch: Varianten des Kürbis-Chutney-Rezepts

Ein Chutney-Rezept kann ganz nach Geschmack variiert werden. Man kann die Schärfe zurücknehmen oder mit mehr Chili wie Cayenne steigern. Die Rosinen können durch andere Trockenfrüchte ausgetauscht oder ergänzt werden. Grössere Früchte sollten jedoch gewürfelt werden. Senfkörner durch Selleriesamen oder Piment durch noch etwas mehr Pfefferkörner zu ersetzen, sind auch Varianten.

Wer etwas mehr Farbe im Chutney möchte, kann dies durch einen halben Teelöffel Kurkuma erreichen. Kräuter wie frischer Thymian oder Rosmarin lassen das Kürbis-Chutney zum mediterranen Genuss weden. Am Ende zugegebenes Koriandergrün gibt dem Kürbis-Chutney wiederum eine asiatische Note. Beim Kürbis-Chutney ist also experimentieren unbedingt erlaubt.

Zusammen mit dem Kürbis haben Randen Saison. Was Sie alles mit der tollen Knolle anstellen können? Tipps gibt es in unserem Beitrag Ran an die Randen: Rezepte für die rote Power-Rübe.

Und hier gibt es Tipps, was man noch so alles mit den vielseitigen Kürbissen Kulinarisches zaubern kann.

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Feines Kürbisgemüse ganz einfach im Backofen garen

Kürbis im Ofen

1. Schneiden Sie den geschälten Kürbis in Scheiben und legen Sie ihn auf ein Backblech. 2. Etwas Öl mit Salz und Pfeffer würzen. Geben Sie nach Belieben noch Knoblauch oder andere Kräuter und Gewürze zum Öl dazu. 3. Verteilen Sie nun das gewürzte Öl mit einem Pinsel auf den Kürbisscheiben. 4. Je nachdem, wie dick Sie den Kürbis geschnitten haben, sind die Scheiben nach etwa 45 Minuten bei 190 Grad Umluft gar gebacken.

Weitere Rezepte finden Sie im Artikel «Heisser Hokkaido: 4 Ideen für feinen Kürbis aus dem Ofen». Foto: © oksix / iStock / Getty Images Plus

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Text: Jürgen Rösemeier-Buhmann