Bio-Suisse: Bio-Produktion braucht mehr Unterstützung vom Bund

Bio-Suisse ist der grösste Verband von Schweizer Bioproduzenten. Die Organisation verleiht der Biobewegung eine Stimme in der Wirtschaft und Politik. So auch bei den Direktzahlungen des Bundesrats.

Bio Suisse
Bio Suisse ist das Sprachrohr für Schweizer Biobetriebe.
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Bio-Suisse ist ein Verband von 5'600 Biolandwirtschafts- und Gartenbaubetrieben. Damit vereinigt Bio-Suisse laut eigenen Angaben über 90 Prozent aller Schweizer Biobetriebe. Der Verband vertritt die Interessen der Biobetriebe in der Politik und Wirtschaft und vertreibt die gemeinsamen Bio-Produkte unter der Marke Knospe. Die Knospe steht für eine umfassend umweltfreundliche und nachhaltige Produktion. Lizenzverträge mit über 700 Verarbeitungs- und Handelsbetrieben sichern authentisch Bioprodukte. So ist auch das Vertrauen der Konsumenten besser gewährleistet.

Der Biomarkt in der Schweiz boomt. Vor allem Detailhändler verspüren ein rasches Wachstum auf diesem Gebiet. Die Nachfrage der Konsumenten scheint so gross zu sein, dass die Schweizer Biobauern Probleme haben den Bedarf decken zu können. Es droht Konkurrenz aus dem Ausland. In diesem Zusammenhang kritisierte Bio-Suisse kürzlich die Agrarpolitik des Bundesrates. Dieser plant für die Jahre 2014 bis 2017 Biobeiträge in der Höhe von 28 Millionen Franken zu zahlen. Von den gesamten Direktzahlungen machen diese nur gerade ein Prozent aus. Für Bio-Suisse ist dies zu wenig, weil Bauern damit nicht motiviert werden auf Bioproduktion umzustellen. Bio-Suisse befürchtet, dass mit dieser Strategie Anteile des Biomarkts ans Ausland verloren gehen.

Quelle: www.bio-suisse.ch, Text: Marco Stocker