So trägt Bio-Saft zur gesunden Ernährung bei

Oragensaft

Orangensaft enthält viel Vitamin C. Foto: Roman Gorielov, iStock, Thinkstock

Eine Portion pro Tag, möglichst Bio-Saft

In Massen getrunken, überwiegt der gesundheitliche Vorteil von Frucht- und Gemüsesäften. Sie können, ergänzt die SGE, einen Beitrag zur ausgewogenen Ernährung leis¬ten. Eine der empfohlenen fünf Portionen pro Tag liesse sich auf diese Weise ersetzen. Mehr jedoch nicht: Grössere Mengen Saft, inbesondere Fruchtsaft, führten zu einem unerwünscht hohen Zucker- und Energiekonsum. Um dem entgegenzuwirken, könne man den Saft mit Wasser im Verhältnis 1:2 verdünnen. Obendrein besteht ein Saft nur aus den ausgepressten Bestandteilen der Früchte bzw. Gemüse. Ein Teil der Nährstoffe geht dabei verloren, wie grundsätzlich bei Verarbeitungsprozessen. Und genauso wie bei den unverarbeiteten Früchten, ist  «bio» bei echten Säften ein zusätzliches Qualitätskriterium.

Nektar eignet sich wenig zur gesunden Ernährung

Von der Zusammensetzung her deutlich weniger wertvoll als ein Fruchtsaft sind Fruchtnektare. Sie sind daher allenfalls bedingt geeignet, eine der Tagesrationen zu ersetzen. «Fruchtnektare sind, vereinfacht gesagt, verdünnte Fruchtsäfte mit Zuckerzusatz», lautet das Fazit des Informationsportals gesundheitskanton.ch, das sich auf die BGE-Informationen bezieht. Es gibt jedoch eine Grenze: Je nach Fruchtsorte müssen Nektare mindestens zwischen 25 und 50 Prozent Fruchtsaft enthalten. Auf den Zuckerzusatz muss nicht gesondert hingewiesen werden, da Fruchtnektare per Definition Zuckerarten enthalten.

Am Ende der Liste (vor Limonaden) stehen Tafelgetränke mit Fruchtsaft. Hier ist der Anteil an Saft so gering, dass man von einem reinen Genussgetränk spricht. Sie sind daher laut BGE  «eher mit Limonaden als mit Fruchtsäften vergleichbar und sollten mit entsprechender Zurück¬haltung genossen werden.»

Mehr zum Thema Saft und Smoothies

  • Ein Merkblatt der Schweizerische Vereinigung für Ernährung (BGE) zum Thema Flüssigkeitsbedarf und Getränke (November 2011)
  • Etwas zu Smoothies erfahren Sie in diesem Beitrag

 

Quellen: Bundesamt für Gesundheit (BAG), die Schweizerische Vereinigung für Ernährung (BGE), gesundheitskanton.ch